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Montag, 25. September 2023

Tag 17 - Endlich das Wetter was ich mir gewünscht hatte!

 Hallo Zusammen,

auf in eine neue Woche! Und die letzten paar Tage stehen hier an.

Mich plagen die Mückenstiche etwas. Aber ich bin's ja gewohnt. Mit nassen Umschlägen an den Beinen durchstehe ich die Nacht. Ausgerechnet heute sollte ich eigentlich mal etwas ansehnlicher ausschauen, ich bin zu einer kleinen Foto-Session verabredet - wenn man alleine reist, hat man einfach sonst keine Fotos. Zwei Outfits habe ich mir auch schon ausgesucht, jetzt nur noch pünktlich an Asakusa sein.

Das Wetter ist heute übrigens toll! So hatte ich mir ehrlich gesagt den ganzen September /Reisezeit vorgestellt. Naja..

Wie es sich gehört, bin ich gute 20 Minuten früher am Treffpunkt und habe noch Zeit mir neue Pflaster zu holen. Es gibt in Japan süße, runde fast durchsichtige Pflaster und das erscheint mir für heute irgendwie schöner für die Fotos.

sehr schön: In Asakusa sind die Eingänge zur Metro ebenfalls klassich gehalten!

Das Shooting verläuft gut, denke ich, ich hoffe es sind ein paar gute Fotos dabei. Der Fotograf ist lieb, Japan-Peruaner, er hat nur bei seiner Beschreibung etwas geflunkert, wirklich gut englisch sprechen konnte er keineswegs und die Kommunikation läuft hauptsächlich auf Japanisch. :D

Es ist viel los in Asakusa, aber das ist immer so. Für einen Sonntagmittag geht es tatsächlich noch. Ich bin echt gespannt wie sich das auf den Fotos zeigen wird, hahaha.

Nach dem Shooting bummel ich noch ein wenig durch Asakusa's Straßen und sauge die Atmosphäre etwas auf:


Matcha Bier! Hab kurz überlegt zu probieren aber die Kombi stelle ich mir dann doch zu eklig vor.



es gab ne Menge Food-Stände !

für mich gab es Matcha X Vanille Eis

Und dann ein Spot der Raum für Spekulationen lässt:



Das mysteriöse gelbe "Ding". Jeder sieht was anderes gefühlt XD
Was meint ihr?
Ich dachte, es sieht aus wie Son-Goku's Wolke Jindujun aus Dragon Ball, manche sagen es ist ein gelber Furz oder Schei*se. 
TATSÄCHLICH handelt es sich um eine Flamme die den Ehrgeiz und Passion der Asahi Bräuerei ausdrücken soll bei der Herstellung ihres Bieres. Bei näher Betrachtung könnte es wiederrum dann aber auch aussehen wie der Schaum, die Bierkrone, oder? Was auch immer dahinter steckt: Es erregt Aufmerksamkeit und Leute denken darüber nach! Also PR-Team hat alles richtig gemacht XD

Meine Schuhe sind unbequem und ich bin müde und die Mückenstiche pochen. Ich habe zwei genau auf dem Schienbein und es schwillt an und zieht richtig beim stehen und gehen. Schreit also alles nach einem Nickerchen! Ab dafür!
Im Zug bin ich der einzige Nicht-Zombie (weil nicht nur auf dem Handy guckend, ja, und das sage ich) und biete einen älteren Herrn meinen Platz an. Er und seine Frau freuen sich, er spricht (gebrochenes) Englisch und sagt genau das was ich die Tage glaube ich auch hier mal ansatzweise geschrieben hatte: "Viele Ausländer sind so nett! Ihr steht für Ojiisan (Opa) auf" .. ja.. keine Ahnung, macht man halt so einfach, oder? . Was in der Gegend Asakusa und Ueno (hier war ich auf den Hinweg umgestiegen) auffällt: Die Leute sind hier gelöster. Man wird angegrinst, angesprochen oder kriegt ein nicht gerechtfertigtes "kawaii" an den Kopf geworfen. Etwas ab vom hektischen (Business-)-Tokio sind die Tokioter auch nett. Tokioter haben ein wenig den Ruf eher zurückhaltend/konservativ zu sein. Das stimmt auch, aber es liegt eher daran das es 1. vermutlich zu hektisch ist in manchen Gebieten und 2. auch viele nicht Tokioter, nämlich Leute aus ländlicheren Gebieten tagsüber in Tokio unterwegs sind (wegen Arbeit) und evtl. etwas verhaltener gegenüber Fremden sind. Tokio ist voller Gegensätze also. das poppige Harajuku/Shibuya und dann sehr konservative Leute.

Auch meine Kleidung macht einen Unterschied. Habe ich mehr den Japan-Chic (langer Rock, weites Oberteil, evtl. noch Pollunder drüber, bequeme Schuhe) an, habe ich den Eindruck man geht wohlwollender mit mir um als wenn ich ein Otaku-Outfit an habe. Aber das ist ja eigentlich überall auf der Welt so.

Kanda River, ca. 100m von meiner Unterkunft. 

Ich gönne mir also puren Luxus, ein Nickerchen. Ich liebe das ja. Das habe ich echt gebraucht, merke ich. Danach werden Schuhe gewechselt und unnötiges Gepäck abgelegt und weiter geht es nach .. YOKOHAMA!

Wat will ich denn hier? So merkwürdig es klingt, da ich in Tokio bin aber: Shoppen!
auf zum Shopping

Tokio ist natürlich viel größer und hat mehr Auswahl. ABER es ist vieles auch schnell in Tokio vergriffen. Und meine Erfahrungen sagen, das ich in bestimmten Stores in Yokohama immer tolle Sachen gefunden habe die in Tokio schon weg z. B. waren. Die Stores in Yokohama sind einfach nicht so übertrieben stark frequentiert wie in Tokio.

Erste Station ist... Closet Child. Ja. Es muss wieder sein. Und ja, ich finde den Eingang erstmal wieder nicht. Es ist auf GoogleMaps irgendwie falsch gepinnt. Zum Glück weiß ich das noch und nach ein wenig hin und her (es hängt KEIN Schild außen am Gebäude dran!) finde ich das richtige Haus. Der Laden befindet sich im 7. Stock. Es ist ca. 50m von der Kennzeichnung auf Maps entfernt, man muss noch einmal um eine Ecke gehen. 
grad noch püntklich, es ist 18:30h

Das "Suchen" und der Weg haben sich gelohnt: Ich finde tolle "Alltags"-Sachen: Kleid, Rock, Oberteil für insgesamt .. wenig Geld.. 33€ oder so? Ich bin happy!

Nun geht es noch weiter in einen anderen tollen Laden, mein Instinkt zwingt mich und es ist auch sehr nah am Bahnhof gelegen:
Pokemon Center!

das ist doch einfach zu süß, oder?!

Desinfektion!



Auch hier finde ich etwas, das ich in anderen Stores bisher vergeblich gesucht habe! Ich bin happy!

Langsam werde ich nun aber müde und muss noch zurück, ich habe den Weg nach Yokohama unterschätzt, es sind dann doch gut 55 Minuten. Noch schnell etwas zu essen geholt und dann wird telefoniert.

Ich genieße die Zeit hier, aber ich freue mich auch auf Zuhause. Ich denke das ist ein gutes Zeichen wenn man merkt, das alles seine Zeit hat. Ich habe keinen großen Druck hier noch 10000 Dinge zu sehen. Ich werde noch einiges sehen. Aber die nächsten Tage steht auf jeden Fall noch Geschenke Shopping an :)


Danke fürs lesen! Bis bald!


Schlüsselsatz

すわって下さい

suwatte kudasai

Bitte setzen Sie sich (je nach Kontext)

Sonntag, 11. Dezember 2022

Tag 46 - Das ist nun wirklich der letzte Tag ?!

 Guten Abend Zusammen,

ein wenig verspätet (fast eine Woche!) und aus Deutschland kommt nun der Bericht zum letzten Tag meiner Japanreise, let's go:

Gut vorbereitet startete ich in den letzten Morgen. Gepackt hatte ich größtenteils schon am Vorabend. Die letzte Portion Reis wird mit Sesamöl genüßlich verzehrt. Hach, ich vermisse das japanische Essen jetzt schon..

Um 10.30h mache ich mich auf in Richtung erste Station: Yoyogi Station bzw. eine nahegelegende Karaoke Bar, hier kann ich mein Gepäck bis abends lagern. In meiner AirBnB-Unterkunft geht es leider nicht :-/ . Also ab nach Yoyogi! Von Koenji gibt es eine Bahn die direkt bis dahin durch fährt und da ich vor Shinjuku Station einsteige, kann ich auch einen guten Platz ergattern. Reisen mit zwei großen Koffern mit je um die 20kg PLUS Handgepäck (Reisetasche & Rucksack) um die 8kg ist leicht mühselig. Ich merke schon am Morgen, das mein rechts Handgelenk wieder leicht zu schmerzen beginnt, tja, da muss es nun durch.

In Yoyogi Station angekommen ist die Karaoke Bar noch näher an der Station als erwartet. Perfekt! Also rein da. Aber WO ist der Eingang? Da unten? Kein Aufzug? Die Tür ist auch zu! Och nö! Ich suche also "drumherum". Eingänge zu japanischen Läden / Wohnung sind schon mal ein wenig "versteckt" zumindest für das europäische Auge. Ich entdecke einen Seiteneingang. Hier sitzt auch eine Art Hausmeister. Mit meinem ausgezeichneten gebrochenen Japanisch versuche ich zu fragen und zu erklären das ich einen Aufzug zur Karaoke Bar suche. Der liebe Ojisan (Opi) springt aber auf und macht mir einen Aufzug klar. Ich bin mir nicht sicher ob es wirklich zur Karaokebar führt und während wir im Aufzug sind erzählt er mir das man "bei denen schon mal lauter klopfen muss am morgen" .. naja es ist 11.30h XD Wir landen also im Untergeschoss und Herr Ojisan hämmert gegen die Tür. Mehrmals. Keine Reaktion. Er murmelt irgendwas und versichert mir ich solle nur "ganz kurz warten". Nach ca. 2 Minuten geht die Tür dann auf und eine leicht hektische Angestellte der Karaoke-Bar nimmt mein Gepäck an. Cool. Ich fahre den Aufzug wieder hoch, Herr Ojjisan sitzt wieder gemütlich an seinem kleinen Büroschalter und ich gebe ihm noch etwas Meiji-Schokolädchen die ich dabei hatte. Er freut sich sehr. Hach, ich liebe doch diese Hilfsbereitschaft dieser Japaner!

Nun geht es aber weiter nach Asakusa. Ich bin heute mit Sarah verabredet. Sarah habe ich bisher noch nie getroffen, ich kenne sie nur aus Erzählungen von Sachi. Sarah hat wohl in 2016 einen Sprachaufenthalt gehabt und in dieser Zeit bei Sachi gewohnt. Wie der Zufall es will, war sie die letzten zwei Wochen auch in Japan unterwegs und unsere Flüge gehen heute Abend fast zeitgleich (mein Flug aber von Haneda, ihrer von Narita). Wir werden uns daher in Helsinki nochmal treffen können :D

Der Weg nach Asakusa zieht sich von Yoyogi doch etwas. Es braucht dann doch gut 40 Minuten mit der Bahn auch wenn diese Fahrten immer gut vergehen, da es sehr angenehm ist Bahn zu fahren in Tokio. Asakusa ist wirklich schön. Warum auch immer, hatte ich es diesmal noch nicht hierhin geschafft. 



Ich bin froh, das ich nun am letzten Tag es doch nochmal besuchen konnte, der letzte Besuch war in 2015 ( 2015 - Asakusa ). Sarah verspätet sich etwas, das kommt mir Gelegen, so kann ich ein letztes Mal meiner kranken Obsession für DonKi nachgehen ohne jemanden zu belästigen:

ob wir in Deutschland auch viele Taschen mit unsinnigen Sprüchen auf Chinesisch oder Japanisch verkaufen? Ich befürchte schon.


Kurze Zeit später treffen wir uns dann am Suzukien Asakusa Honten Cafe. Ich hatte die Lolita-Mädels beim Treffen einen Tag zuvor nach Empfehlungen gefragt und dieses Cafe wurde mir genannt. Wir wurden nicht enttäuscht.





Die Chemie zwischen Sarah und mir passt einfach. Wir quatschen und lachen viel. Ich habe ehrlich gesagt aber auch nichts anderes erwartet. Sachi hat ein Händchen dafür, tolle Menschen um sich zu sammeln.


Nach dem leckeren Snack schlendern wir noch einmal kurz am Tempel vorbei und dann zieht es uns beide noch in ein paar Shops. 







Wir haben beide die PANIK zu wenig Omiyage (Souvenire) und Co. gekauft zu haben und treiben uns damit fast in den Wahnsinn. "Soll ich das kaufen? Nee, das habe ich schon. Oder doch nicht?" "Doch! Kauf das!" "Der Yen steht so günstig!" "Kann ich das unter meinem Pulli verstecken und in den Flieger nehmen?!" Es war so lustig. Wir ticken einfach gleich :D 



Irgendwann, irgendwann, merken wir, es ist vielleicht nun genug. Und merken noch eine Gemeinsamkeit: Wir sind kleine Schisser. Das hört sich für den ein oder anderen an dieser Stelle etwas merkwürdig an, auch Sarah ist schon einige Male alleine gereist (u. a. 3 Monate Korea oder auch 5 Wochen Japan) aber wir haben beide irgendwie Angst unseren Rückflug zu verpassen und machen uns daher recht zeitig, gegen kurz vor 17.30h auf, unser Gepäck zu holen und unsere Reisen zu den Flughäfen anzutreten. So sehr wir beide Japan lieben, der letzte Tag ist auch immer gefüllt voller Vorfreude auf Zuhause. Und die Anreise zu den Flughäfen dauert auch mehr als eine Stunde. Wir verabschieden uns also vorerst mal und nun steht der zweite Teil der stressigen Reise mit zu viel Gepäck für mich an.

Die Rückfahrt und die Abholung des Gepäcks in Yoyogi vergeht ohne große Probleme, es dauert halt alles seine Zeit. Vor allen zu Fuß mit zwei großen Koffern. Und es ist Sonntag. In Shinagawa muss ich einmal umsteigen. Aber das ist hier wirklich für Trottel ausgeschildert/beschriftet:


Traurigerweise ordnen sich mehr Menschen als man denkt immer falsch ein..

In Tokio Haneda angekommen bin ich total überrascht. Es ist so leer. Nun gut, mein FLug geht abend um 22h.. aber ich hab trotzdem viel mehr Menschen erwartet. Bevor ich mein Gepäck aufgebe, bin ich schlau und suche eine Waage. Die großen Gepäckstücke dürfen 23 kg, das Handgepäck 8kg insgesamt:

22,2kg

21,5kg

8,9kg

Verdammt!

Ich muss doch einen der großen Koffer auf machen und mein Handgepäck verringern. Da aber wirklich wenig los ist und ich sowieso total schmerzbefreit bin, öffne ich mein Gepäck ohne irgendwo groß einen Rückzugsort zu suchen .

Dann zum Schalter. Ich muss kaum warten. Meine Hoffnungen auf einen "leeren" Flieger werden stärker. Bevor ich zum Security Check-In gehe, telefoniere ich noch ein letztes Mal in die Heimat, werfe anschließend meinen WiFi-Router noch in den Briefkasten und gehe noch zum 7-eleven. Gott sei dank, nach dem Security Check-In kam tatsächlich keiner, ich wäre also fast verhungert sonst.



Generell sind an den Gates kaum noch Läden auf. Ich erwische noch einen Shop um kurz vor 20.30h bevor dieser schließt um noch etwas Omiyage zu kaufen. Mit ein paar Minuten verzögerungen geht dann aber mein Flug um 22h los. Der Flieger ist echt leer. Vielleicht zu 35% belegt.. ich suche mir eine freie Dreierreihe und schlafe unglaubliche 5 Stunden insgesamt.. ich bin begeistert!


 Kurz nach dem ich wach werde, werden Zettel verteilt. Zoll? Corona? NEIN! Viel schöner:



Und ich hab es halb verschlafen :-(


90 Minuten zu früh lande ich in Helsinki. Wir hatten ordentlich Rückenwind. Und hier liegt Schnee und es ist so kalt und noch viel leerer als in Tokio Haneda. Naja, es ist auch 4h morgens Ortszeit.


Wenig später landet Sarah und wir kriegen die Transferzeit gut herum. Ihr Flieger geht weiter nach Berlin und geht unverschämterweise sogar eine halbe Stunde früher als meiner nach Düsseldorf. Wir quatschen so sehr, das schon fast das Borading bei ihr los ging. Wenn ich nochmal in Berlin sein sollte, freue ich mich schon Sarah nochmal zu treffen :D

Mein Flieger nach Düsseldorf ist winzig. Nur 4 Sitze pro Reihe und bei weitem wieder nicht ausgelastet obwohl Montagmorgen. Es sind hauptsächlich Geschäftsleute mit mir im Flieger. Und die Zweierreihe gehört mir allein wieder. Ich hatte auch mit Sarah überlegt, woran es liegt das die Flieger nicht ausgelastet sind. Vielleicht die hohen Preise? Die Jahreszeit? Die Öffnung der Grenze zu Japan war vielleicht zu spontan (war es ja auch wirklich, danke für nichts, innerhalb von gefühlt 10 Tagen musste ich fast zwei Monate vorbereiten!). Man weiß es nicht. Ich weiß nur, so eine Zeit wird vermutlich nicht wiederkommen. Es waren auch so wenig Touristen. Und der Yen stand sehr günstig - sogar für Europäer. 

Der Abflug verzögert sich. Es gibt organisatorsiche Probleme am Flughafen Düsseldorf und die Flügel des Fliegers müssen zweimal angewärmt werden:




Die Verspätung wird dank des Rückenwinds aber ausgeglichen. Wir landen fast pünktlich in Düsseldorf und mein Gepäck kommt sogar als eins der ersten. Ich hab da ja immer Panik. Jetzt nur noch Papa finden. Als ich gerade anrufen will und sagen, das es doch schneller ging, kommen er und ein Kollege mir schon entgegen. 

Wie ist das Wetter in Deutschland? Regnerisch, Neblig. Außer in Aachen, hierbleibt für alle überraschend Schnee:


Wir kommen sicher in Aachen an. Es ist geschafft. Ich bin geschafft. .


Danke fürs lesen und das ihr Teil der Reise wart. Ich bin voller Dankbarkeit. Diese Reise war auf so vielen Ebenen eine Bereicherung, ich habe viel gelernt.

 

„Erwachsen“ geworden bin ich trotzdem nicht, bitte gebt die Hoffnung auf , hahaha (Neues Lieblingshomeoffice Outfit :D )

Samstag, 10. Oktober 2015

Tag 13: Asakusa, Akihabara, Tokyo Sky Tree und wieder kurz Akihabara

Hallo Zusammen,

hier ist Usai. Etwas verspätet kommt nun noch dieser Eintrag vom gestrigen Tag, es ist sehr spät geworden deswegen schreibe ich ausnahmsweise mal nicht am selben Abend über unseren Tag. In den letzten Tagen sind wir viel und lange Zug gefahren und deswegen hatten wir uns entschlossen heute noch einmal in Tokyo zu bleiben.

Als erstes stand der Besuch des Asakusa Schreins an.

ich, noch "frisch gestylt" in Shinjuku. Es war warmes und sehr dankbares Wetter

Mochi vor dem Subway der praktischerweise direkt neben unserem Hotel liegt
Da es weder mit der JR-Line, noch mit der Toei oder der Metro eine sehr direkte Verbindung zum Schrein gibt, was etwas laufen angesagt und so stießen wie auf diesen Sitz von Bandai:

super putzig, oder?
 Nach etwa 10 Minuten Fußweg erreichten wir dann den Asakusa Schrein. Je näher wir dem Schrein und der Anlage kamen desto mehr Menschen waren unterwegs. Der Schrein ist ein äußerst beliebtes Touristenziel, kein Wunder, bei dieser Atmosphäre:


So ein Festwagon kam uns in Harajuku auch entgegen..

Auf der Nakamise Street die das Tor mit dem schrein verbindet geht es nur bedingt schnell vorwärts wegen den ganzen Menschen. Am Wochenende ist es vermutlich noch viel voller...

auf der Nakamise Dori

That japanese guy XD





Der hintere Innenraum des Tempels war für Touristen leider nicht zugänglich da eine Zeremonie abgehalten worden ist. Daher sind wir dann nach draussen wieder ausgewischen:




Mochi kostete auch vom Wasser


Am Schrein / Tempel grenzen eine kleine Grünanlage und ein paar Shoppingstraßen (wie konnte es auch anders sein in Japan):



alt-japanische Läden mit Souvenirs etc.



Berührt man die Sohle so soll das einen unterstützen lange Strecken zu laufen.

man ist nie alleine.. XD

Am Schrein grenz ein Kindergarten - hier sind Fotos verboten!


Nach gut 2 1/2 Stunden hatten wir dann alles am Tempel gesehen. Den Sky Tree wollten wir uns erst ansehen wenn es dunkel geworden ist (was in Japan doch recht schnell passiert, z. zt. so gegen kurz nach 17h). Wir hatten also Zeit...

Rätsel: Wo sind wir hingefahren?



RICHTIG!
Wir sind nach Akihabara gefahren. Nicht nur weil wir Nerds sind, NEIN, auch weil es relativ nah an Ueno/Asakus liegt.

Wir waren Kleinigkeiten einkaufen...
Guido war erfolgreich
..haben UFO-Catcher gespielt.. also Geld aus dem Fenster geworfen...

Ich will es HABEN!! (Ich habe nur 2 Spiele versucht.. es ist unmöglich XD)
Und dann wurde es auch "schon" dunkel (wie oben bereits erwähnt, passiert das sehr früh in Japan) und wir machten uns zum Tokyo Sky Tree auf.

riesige Kyary Pamyu Pamyu Werbung am Eingang der Sky Tree Town
Nach dem man von der Oshiage Sky Tree Station aus erst einmal quer durch "Sky Tree Town" geschickt wird (ein Einkaufszentrum mit zahlreichen Verlockungen) erreicht man dann nach einer gefühlten halben Stunde tatsächlich den Sky Tree:

zu hoch, passt nicht aufs Foto

Taa-daaaaa~
Geduld ist eine Eigenschaft die man unbedingt mitbringen sollte wenn man den Sky Tree besuchen möchte. Und etwas Zeit, ja, die sollte man haben:


warten macht SPAß - NICHT !

Japan liebt Halloween!

die hälfte ist schon geschafft.. in hoch Zeiten stehen hier wohl dreimal so viele Menschen - wir haben also noch "Glück"
Der Eintritt kostet für Erwachsene stolze 2,060 Yen. Damit erhält man ein Ticket für das "Tembo Deck", welches in 350m Höhe liegt und über mehrere Etagen verfügt. Karten für die noch höher gelegene "TEMBO Galleria" können auf dem Tembo Deck erworben werden für zusätzlich 1,060 Yen. Doch das ganze Warten hat sich gelohnt, der Ausblick ist großartig:




Wir angelten uns von Fenster zu Fenster und bemerkten dann eine noch leere "Bühne" und Menschen die sich dort ansammelten. Just in dem Moment in dem Mochi einen Flyer in die Hand gedrückt kriegt geht auch das "Halloween"-Spektakel los:



Freitags und Samstags abends hält diese Showgruppe ihr Programm im Sky Tree ab. Wir haben also mal wieder alles mitgenommen was geht. Danach haben wir uns aber wieder der Skyline gewidmet:



Lichtermeer und der Tokyo Tower



 







  

Es wurde spät und wir mussten noch einkaufen und wollten etwas Essen gehen, daher verabschiedeten wir uns langsam vom Sky Tree:


Der Aufzug rast die 350m übrigens nach oben. Nach unten hat man eigentlich eher das Gefühl das man fällt, so schnell wie es geht. Dadurch bekommt man auch etwas Druck auf den Ohren:


Wieder unten angekommen, kommt man auch nicht wirklich direkt zur Station - wir wurden also etwas abgelenkt:

Das Maskottchen des Sky Tree

derp derp

Gangster Röllchen!
Man landete (natürlich) wieder in einer Shopping Arcade. Diese hatte auch dieses lustige Photo Studio zu bieten:
totemo kawaii - NICHT XD
Nachdem ich mich dann hier wieder von losreißen konnte wurde Mochi gekidnappt:

ein wahrer Genießer - nom nom nom


Aus der Shopping Arcade endlich entkommen, erreichten wir nach einem kurzen Fußweg dann die Station und führen einkaufen, ja, es ging wieder nach Akihabara, zum Don Quijote!


Diesmal waren wir aber wirklich nur Lebensmittel einkaufen, der Don Quijote ist eine Art Schnäppchenmarkt und bietet eine große Auswahl an 2L Getränken für wenig Yen. Mit Sack und Pack und mega schmerzenden Füßen (12 Stunden auf Absätzen wird anstrengend!) ging es dann nach Shinjuku.

In der JR Line passierte dann etwas unglaubliches: Mochi wurde angerempelt! Nein, das kann nicht sein, dachten wir beide. War auch nicht so. Ein Japaner verlor langsam das Bewusstsein und sackte dann halb zusammen. Er war aber nicht allein unterwegs sondern mit vier Kollegen, die sich um ihn kümmerten. Wir vermuten mal das der gute etwas überarbeitet ist.. manche Dinge die man so über Japan hört sind leider nicht nur Klischees..

In Shinjuki angekommen dann, gönnten wir uns dann etwas ganz ausgefallenes: Pizza!

Mochi liebt japanisches Essen, aber eine Pizza ist doch schon wieder auch sehr geil!

warmes Essen *__*
Erschöpft und müde ging es dann endlich zurück ins Hotel. Es war ein schöner und erlebnisreicher Tag und ich freue mich sehr auf die nächsten Tage!

Liebe Grüße!!!