Donnerstag, 8. Oktober 2015

Tag 12: Yokohama und ein tropischer Tee im Reptiliencafé


Heute berichtet Mochi für euch! Wir waren in Yokohama! Glaubt ihr nicht? Hier, Gullideckel!

Sag ich ja ^-^

In Yokohama haben wir etwas getan, was wir schon lange nicht mehr getan haben ... wir waren shoppen! ... natürlich ...

Mochi in der Nähe der Yokohama-Station
Und wie kamen wir auf die Idee? Dank unserem tollen JR-Pass können wir nach wie vor kostenfrei die JR-Züge nehmen, so dass wir uns den "kostenfreien" Trip nach Yokohama gegönnt haben.

Ein kleiner Teil von Yokohama
Wir fanden Yokohama zum shoppen unglaublich angenehm, da es dort viel, viel ruhiger zuging, als in der Tokyo Innenstadt - und das obwohl es auch in Yokohama große Einkaufszentren und viele Geschäfte gab.

Usai war zum Beispiel im Closet Child

Und hier eine Usai nach erfolgreichem Einkauf
Nachdem wir etwas nach Lolitamode und Anime-/Manga-/Gamefiguren gestöbert haben, ging es dann zm Landmark Plaza - ein riesiges Einkaufszentrum, welches sich eine Bahnstation von der Yokohama Station entfernt befindet - in der Nähe der Bahnstation Sakuragicho.

Ein Rollband für faule Japaner ... und uns

Ein wirklich großes Riesenrad o_O

Es sah imposant aus - wir mussten es fotografieren~

Das Landmark Plaza von innen
In Sakuragicho gab es zwei Dinge, die wir unbedingt sehen wollten. Erstens: Das Pokémoncenter im Landmark Plaza!

Das Pokémoncenter

Die Erkenntnis, dass wir trotz vollen Reisekoffern mal wieder zu viel gekauft haben...

Mochi mit seinem neuen Schulter-Raichu *-*
Und joa ... zweitens wollten wir in ein Café gehen. Wie bereits vor einigen Tagen in Osaka, so handelt es sich hier ebenfalls nicht um ein normales Café. Es gab wieder Tiere zu sehen - hier unsere Erlebnisse im Reptiliencafé:

Ein ganz kleiner Vorgeschmack:


Das (wie in Japan üblich) recht unscheinbare Café von außen

Schöne Fächer für die Gäste, da es (natürlich) tropisch warm im Café war...

Ein paar Terrarien
Jetzt aber mal ein paar erklärende Worte und eine kleine Rundführung:
 


 
Ein anmutigs Kerlchen beim Speisen...

Da hat wohl jemand ein Problem ... :'D

Eine überaus intelligent wirkende Bartagame ~
 Über die Hartnäckgkeit der Schildkröten konnte ich nur staunen...

Eine kleine Karte im Café zeigte, welche Tiere es zu bestaunen gab.

Da faulenzt jemand...
 Und hier tut jemand andere Dinge o_o

Mochi streichelt eine Schildkröte :3
Das wars auch schon vom Reptiliencafé. Mit einem Pflichtgetränk im Wert von 800 Yen, ca. 6,00 €, und ohne weiteren Eintrittspreis ist das Café recht günstig, da man doch einiges sehen, bestaunen, fotografieren, filmen und sogar berühren darf - nur das Hochheben der Tiere ist verboten. Wer sich mal in Yokohama befindet, eine gute Stunde Zeit mitbringt und von Reptilien fasziniert ist, sollte dem Café definitiv einen Besuch abstatten!

Wir haben zufällig sogar ein Barbie-Café gefunden, sind aber nicht rein gegangen, da es nicht so ganz in unsere Planung und unserem Interesse lag :)
 Das wars auch schon ~ Am Abend kamen wir wieder im Hotel an ... und obwohl es ein anderes Hotel in einer anderen Stadt war, lag mein Pikachu wieder auf Usais Schlafsachen o_O Diese Zimmerdienste wollen mich ärgern :D


Morgen sehen wir uns einen shönen Tempel an und genießen die Aussicht vom Tokyo Sky Tree - bis dann!

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Tag 11: Eine Zugfahrt die ist schön und mehrere sind noch schöner

Hallo Zusammen,

heute gibt es zur Abwechslung mal einen eher kurzen Blogeintrag. Warum? Nun ja, es ist nicht wirklich viel spannendes passiert da heute die große Reise von Hiroshima zurück nach Tokyo anstand.

Da der Tag dadurch sowieso "verloren" ist wollten wir eigentlich etwas ausschlafen aber wir haben uns dann doch spontan entschieden "schon" gegen kurz vor 11h den ersten Shinkansen zu nehmen. Just am Abreisemorgen haben wir auch entdeckt das unser Hotel in Hiroshima einen Bus Shuttle Service (zu bestimmten Zeiten) zur Hiroshima Station anbietet - gut, das wir den Service wenigstens einmal genutzt haben..


pompöser Empfangsbereich im Hotel in Hiroshima. Leider war der Brunnen hier diesmal nicht an..
 An Hiroshima Station angekommen ging es dann erst zum "Midori no maduguchi" - dem Sitzplatzreservierungsoffice für Shinkansen. Während wir in der Schlange stehen haben wir schon eine böse Vorahnung: Es gibt keine Plätze mehr! Und so ist es auch. Das bedeutet aber zum Glück nicht, das wir den nächsten Shinkansen nicht nehmen können. Gut die Hälfte der Wagons sind "non-reserved", aber dafür leider auch ziemlich überladen, da Sitzplatzreservierungen normalerweise extra kostetn (ausser man ist wie wir Inhaber des Japan Rail Pass (für Touristen)). Und es kam wie es kommen musste: Wir stehen im völlig überladenen Shikansen Nummer 1, Sakura. Yay. Glück im Unglück: Nach einer Station, in Fukuyama, steigen viele Menschen aus und wir ergattern für den Rest der Fahrt Sitzplätze.
Leider können wir mit dem JR Pass keinen Shinkansen direkt nach Tokyo nutzen (also könnten wir aber nur gegen empfindlichen Aufpreis) und so mussten wir in Shin-Osaka umsteigen. Unser "Umsteigen" bestand hier glücklicherweise nur darin, halt wirklich aus dem Zug auszusteigen und ca. 10 Minuten auf dem Gleis zu warten auf den nächsten Shinkansen nach Tokyo. Wie praktisch!

In Japan wird sich brav in einer Schlange (s. Markierungen) angestellt. Am Boden sieht man die Wagonnummern der verschiedenen Shinkansen. Die Züge halten IMMER auf dieser Höhe.

Nun ging es mit Shinkansen Nummer 2, Hikari, also gut 2 Stunden weiter nach Tokyo.



Auch in Tokyo klappte der Umstieg in die lokale JR Line zeitlich perfekt und so erreichten wir das Hotel doch früher als erwartet. Das Zimmer ist... klein. Ja, Raum ist deinitiv etwas was es in Tokyo nicht wirklich gibt. das Gute am Hotel ist aber das es direkt an einer Metro-Station liegt und umgeben ist von Cafes und Restaurants.

Mochi und ich gingen für ein paar Stunden dann einzelne Wege: Mochi zog es nach Akihabara, mich nach Harajuku. Gekauft haben wir beide aber (erst einmal XD) nur Kleinigkeiten. Wir waren beide eher zum Sichten von Dingen da die wir noch kaufen werden - beide Orte werden wir noch mindestens einmal aufsuchen während unserer Zeit hier in Tokyo.

Nun noch ein paar Impressionen aus Harajuku, es ist erst zwischen 18-19h Ortszeit aber stockeduster. Auch wenn ich weiß das das hier in Japan so ist, wundere/ärgere ich mich immer wieder darüber XD:

Meiji-Dori und Laforet, en Mega-Fashion-Kaufhaus mit u. a. Angelic Pretty, Swimmer & Baby, the stars shine bright

Takeshita Dori

Eingang zur Takeshita Dori von Harajuku Station
Gegen 20h schlossen dann auch ein Großteil der Läden auf der Takeshita Dori und so machte ich mich auch langsam auf den Weg zurück nach Shinjuku. Ich entschloss mich diesmal die JR Line zu nehmen. Und es war voll. Sehr voll. Zum Glück hatte ich nur zwei Stationen vor mir. Eigentlich fehlten nur noch die Leute die einen reinquetschen damit die Türen zu gehen...



Auffällig ist, dass Japaner einen viel eher ansprechen wenn man alleine unterwegs ist. Sowohl ich als auch Mochi macht diese Erfahrung. Leider hat sich das auf dem Rückweg von Shinjuku Station zum Hotel etwas unangenehm gehäuft bei mir. Nach 20h (Feierabend) werden Japaner "wuselig"...

Dienstag, 6. Oktober 2015

Tag 10: Ōkunoshima!

Heyho, Mochi again!

Wir waren heute auf Okunoshima! Erstmal hatten wir eine ziemlich lange Anreise von unserem Hotel in Hiroshima vor uns - aber dank dem JR-Pass konnten wir unter anderem den Shinkansen nutzen. Lediglich die Fähre kostete uns an dem Tag pro Person 620 Yen (ca. 5,00 €). Ob sich der Spaß gelohnt hat? Seht selbst:

So mit der Fähre...

...zu dat Insel!


Während des zweiten Weltkriegs wurden auf der Insel tausende Tonnen Giftgas produziert. Cool, was? :D

Hier sind so ein paar Überreste von der damaligen Produktionsstätte:




 

So - das wars auch schon, hoffe es hat euch gefallen ^_^

Naja gut ... wenn ihr genau hingesehen habt, dann konntet ihr schon erkennen, weshalb wir wirklich auf Okunoshima waren. Von den drei obrigen Bildern abgesehen, gab es dort nicht wirklich viel aus dem zweiten Weltkrieg zu sehen. Damals wurden (leider) sehr viele Tierversuche an Kaninchen durchgeführt. Seit die Giftgasfabrik leer steht, haben die Kaninchen die Insel jedoch erobert. Sie sind der Hauptgrund, wieso jährlich rund 100.000 Besucher die Insel besuchen. Die Insel ist daher auch unter dem Namen "Usagi-Island" bekannt ... auf Deutsch: "Kaninchen-Insel".

Und hier nun unsere wahren Erlebnisse auf Okunoshima:


Usai und das Begrüßungskomitee!

Mochi und weiße Usagi
Für 100 Yen konnten wir uns Kaninchenfutter kaufen BEVOR wir mit der Fähre nach Okunoshima gefahren sind. Zwar habe ich mir Testweise einen Beutel gekauft, jedoch waren Usai und ich so clever, uns im Vorhinein Möhren und etwas Salat im Supermarkt zu kaufen. Da kamen wir Preis-/Leistungsmäßig weitaus besser weg, da die drei dicken Möhrchen und der viertel Salatkopf für ungefähr drei Stunden ausreichten!



Ich muss vermutlich nicht mit Worten umschreiben, wie viele Kaninchen wir auf Usagi-Island sehen, streicheln und füttern konnten ... Ihr werdet nun mit Bildern und Videos beworfen, die mehr sagen, als 1000 Worte :)

Eine niedliche, kleine, sich viel zu schnell vermehrende Plage :D

Ihr kennt ja das Sprichwort ... ******* wie die Kaninchen ^-^




 
Sie lieben das Futter :D


Direkt nachdem wir das Video beendet hatten, kam dann übrigegns eins angelaufen...


Ein kleiner, dreister Bursche...
Und er hatte Erfolg!

Sehr chillig...

Sind sie nicht toll!?

Wir hatten einen sehr schönen Start auf Usagi-Island, welcher sich vorallem dadurch kennzeichnete, dass wir kaum anderen Touristen über dem Weg gelaufen sind. (die meisten sind von der Fähre aus nach links Richtung Besucherzentrum abgebogen, während wir den rechten Weg wählten)
Nach einer Weile kamen wir dann an einer Weggabelung an. Wir hatten die Wahl zwischen...

dem rechten Weg...

...und den falschen.
Man soll wohl auf dem Hauptweg bleiben und wie so mancher Nerd weiß, riet auch Gandalf einst: "Ihr müsst auf dem Weg bleiben, kommt nicht von ihm ab!" ... Natürlich haben wir den Hauptpfad verlassen ... Und es war ein mühsamer Weg ... Wir fanden uns schnell in dichtem Gebüsch wieder ... zum Glück sollten sich die Strapazen lohnen.

Spinnen, die zum Teil einfach ihre Netze zwischen zwei Bäume spannen und auf Kopfhöhe hängen...

Und Mottenschmetterlingsflatterviecher! So heißen die! Ich bin mir sicher!

Echsö

Mehr Spinnen...

Waren wir froh, als wir da endlich raus waren...
Usai kurz vor dem Ende des Pfades

Und Mochi kurz vor dem Ende des Pfades
Nachdem wir die Route Querfeld ein gemeistert haben, kam uns auch gleich wieder der erste Freund entgegen...



Uh - noch ein Pfad abseits des Weges :D


Wie gesagt: Die Mühen haben sich gelohnt!

Eine superschöne Aussicht!

Und hier liefen wir in eine Sackgasse - JAPAN! Wo bleibt das Dead End-Schild, wenn man es mal braucht!?
Hier kann man nochmal richtig gut sehen, wie die Kaninchen schon von selbst auf die Besucher zusteuern:

Usais Liebling - Ein kleines, aufdringliches Tierchen

Usai ist gefangen, bis sie das Kaninchen füttert...

Wir mochten die Atmosphäre~

Wie sie einfach nur rumgammeln...

Noch ein schönes Bild von Usai mit Usagis

Eine Maßstabsgetreue Abbildung der Insel - mehrere m² groß, direkt unter dem durchsichtigen Boden im Besucherzentrum. Sehr cool!




Zum Abschluss wurden wir dann nochmal so richtig von den kleinen Rackern belagert:


NOMNOMNOM! SCHUHE!


Der Shinkansen mit dem wir dank dem JR-Pass ohne weitere Kosten fahren können :D

Und noch ein Kobe-Burger für den Mochi!
 Als wir dann am Abend wieder auf dem Zimmer waren, befand sich mein Pikachu plötzlich auf Usais Schlafsachen. Das war aber nicht die einzige Änderung ... irgendwie hat der Zimmerdienst unser Zimmer in akribischer Genauigkeit hergerichtet ... wir glauben, dass sogar Usais Schuhe noch paralleler zueinander standen ... :D


Das war jedenfalls unser Tag auf Usagi-Island! Unser Fazit: Ein Besuch auf Okunoshima ist jede Mühe Wert!

Wer für wenig Geld viel Futter mitbringen möchte, der sollte vorher einen Supermarkt aufsuchen! (Aber bitte nur geeignetes Futter, wie rohes Gemüse verwenden...)

Und wer ganz Okunoshima erkunden möchte und sich in aller Ruhe mit den Tieren befassen will, dem reichen vier Stunden auf der Insel ohne Hektik voll und ganz! Man sollte nur sicherheitshalber genug zu Trinken und vielleicht auch ein paar Snacks für sich selbst mitnehmen. Getränkeautomaten sind ausnahmsweise rar gesäht und essbares findet man auch nur für teures Geld im Hotel auf der Insel - nichts desto trotz hat es uns auf Okunoshima bestens gefallen! Morgen gibt es dann zum Ausgleich einen weitaus kürzeren Blogeintrag - wir reisen zurück nach Tokyo!