Mittwoch, 27. Juni 2018

Tag 6 - Study!

Hallo Zusammen,

Hier ist Usai. Es ist Mittwoch, also Halbzeit was die Schule für diese Woche angeht. Ich bin ehrlich gesagt nicht so super motiviert doch ich freue mich neue Klamotten anzuziehen. Ausserdem geht die Schwellung am Bein zurück und auch der Ausschlag vom Mückenstich wird weniger. Juhu!
Ich stehe heute ein wenig später auf da es gestern Abend sehr spät geworden ist und es wird fast eng mit der Zeit. Aber ich komme natürlich rechtzeitig (kennt ihr ja alle von mir auch so in Deutschland XD) Der Unterricht heute ist gut. Richtig gut. Die ersten zwei Stunden haben wir mit Masahiro-sensei und der ist einfach so lustig. Anhand von selbstgezeichneten Bildchen und Rollenspiel (er mimt dabei mehrere Personen) ist der Unterricht heute sehr angenehm auch wenn es eigentlich nur stures Grammatikpauken war. Nach zwei Stunden wird er abgelöst aber auch der Unterricht mit Kayoko-sensei läuft heute viel besser. Wir haben auch nur wieder 4 Seiten Hausaufgaben bekommen und müssen 2 Seiten neue Vokabeln lernen. Bis morgen früh. Nach dem Unterricht bleibe ich in der Schule und mache meine Hausaufgaben. Zumindest war das mein Plan. Nach fast 2 Stunden quatschen mit Sylvia komme ich dazu auch mal. Sylvia studiert Japanologie in Italien und sollte eigentlich auch ihre Japanischhausaufgaben machen. Naja, dann haben wir wenigstens an unseren Englischkenntnissen gefeilt (das habe ich unter den Leuten hier auch wirklich dringend nötig).

Fun

Ich schaffe meine Hausaufgaben gerade rechtzeitig bis mein nächster Termin ansteht: Mukashibanashi Lesson  - alte japanische Märchen. Wider erwarten, ist außer mir hier niemand. Also schauen wir ein Märchen und anschließend erhalte ich für Umsonst quasi noch eine Stunde Einzelunterricht. Sehr, sehr cool weil ich hier Dinge lerne die nicht im Plan stehen sondern für das „echte Leben“.
Da es nun 17.30h ist und ich heute nur in der Schule war, habe ich das Bedürfnis mir was zu gönnen. Aber was? Ich möchte heute aus drei Gründen „zeitig“ nach Hause gehen:
1. Ich bin müde von gestern.
2. Ich fühle mich schwitzig und will duschen.
3. Mein Fußknöchel hat sich über den Tag (und ich habe den ganzen Tag nur gesessen) vom Umfang her fast verdoppelt
Was ist da denn wieder los? Mein Bein am Übergang zum Fußknöchel ist sehr geschwollen, ich merke richtig wie die Haut unter Spannung steht. Da ich daran jetzt aber nichts machen kann und mir was gönnen will, verschlägt es mich in die Arcade Halle an der Hakata Station von Namco.
Hier angekommen zieht es mich natürlich zu Hatsune Miku. Ein Spiel für 100Yen gönne ich mir dann auch mal. Anstatt wie zu Hause auf den kleinen Knöpfen des PlayStation Controllers zu drücken, muss man hier mit der ganzen Handfläche auf Buzzer hauen. Macht echt Spaß aber ich bin bei weiten nicht so gut wie an der heimischen Konsole.





Nach einer kurzen Runde durch die Halle beschließe ich zur Purikura Ecke zu gehen. Jap, ganz allein, wie ein Emo-Kind ohne Freunde. Wenn man die Voreinstellungen für das Foto-Shooting trifft, wird abgefragt wie viele Personen anwesend sind. Es gibt folgende Optionen: 2 oder „Many“ . Ich musste den Automaten leider anlügen und sagen das ich „2“ bin. Wenn mein Bein weiter anschwillt, ist das auch bald so =D FOREVER ALONE! Die Fotos sind auch echt realistisch geworden, 100% ich:



Kurz bevor ich bei den Purikura-Automaten angekommen war, kommen mir drei Highschool Mädels entgegen. „Kawaii, kawaii“ sagen sie zu mir und ich winke ab. Irgendwie kommen wir dann ins Gespräch und eines der Mädchen ist total begeistert von meinen Haaren und den Klamotten (Made in Japan). Das würde in Deutschland kaum einer sagen. XD Irgendwie schon toll, das Ich hier immer wieder kurzen Smalltalk halten kann. Zum Purikura sei noch gesagt das es hier nur 400 Yen kostet und man sich sogar K-Pop Musik aussuchen kann während man Foto schiesst. Ich habe mich für den Klassiker "Fantastic Baby" entschieden XD

 Nun wurde es aber Zeit nach Hause zu Sachi zu fahren.
Sachi ist entsetzt über mein Bein. „Das ist ja doppelt so dick wie das andere“ und sie glaubt es sind Flohbisse p____q .Und anscheinend reagiere ich auf alle Insektenstiche und -bisse mittelschwer allergisch. Gut, das Ich ja meine Mushi Sasare Creme noch habe (Insektenstich Creme). Keine Ahnung was da alles drin ist (will ich auch gar nicht wissen), aber sie hilft. Ausserdem kühle ich den restlichen Abend meinen Knöchel und Sachi hat ein DIN A4 grösses Kühlpack vorbereitet was ich in der Nacht nutzen werde.
Woher die Flohbisse?
In der Schule ziehen wir alle unsere Schuhe aus und es stehen Slipper bereit… anscheinend war da am Montag was nicht okay mit. Sachi hat mir jetzt eigene besorgt und ich hoffe ich werde nicht nochmal Opfer von den Viechern. Das klingt für uns Europäer schrecklich (ist es auch), Ich möchte auch nichts runterspielen aber das ist Japan. Das Klima hier ist ganz anders. Es waren heute 33 Grad. Drückend, trocken und doch schwül. Die Insekten hier sind grösser und es gibt einfach viel mehr von denen. Im Supermarkt gibt es eine riesige Auswahl an solchen Cremes. Das ist einfach so. Da hilft auch mein extra vorher gekauftes Insektenschutzspray für tropisches Klima nicht viel…
Tut mir leid, ich habe heute nicht viel neues erkundet. Morgen bin ich mit einer „Freundin“ von der Schule unterwegs, mal sehen was so passiert.

Danke fürs Lesen und viele Grüsse in die Heimat!

Schlüsselsatz:
福岡で日本語をべんきょうしています。
Ich lerne Japanisch in Fukuoka.

Dienstag, 26. Juni 2018

Tag 5 - Ernüchterung


Hallo Zusammen,

der fünfte Tag ist hier angebrochen.
Ich habe die bisher beste Nacht hinter mir, auch wenn mein Bein, dank des Stiches, immer noch brennt und pocht. Es wird auch ein wenig besser.
Highlight am morgen war definitiv das ich endlich mit Sebi kurz quatschen konnte. 

Ich habe ehrlich gesagt nicht viel Lust zur Schule zu gehen. Es ist sehr anstrengend und meine direkten Klassenkameraden sind ..ok(?). Eher so die Fraktion „Daddys kleine Lieblinge“, was aber nicht bedeutet das die nichts tun. Nein, alle kommen sehr gut mit (bis auf eine, mal gespannt ob die im Kurs bleibt). Heute morgen fehlten dann auch direkt zwei Leute. Anscheinend ohne sich bei der Schule zu melden. Ist mir unverständlich. Jede Minute hier kostet Geld, und nicht gerade wenig, aber okay, wenn man es nicht selbst bezahlt...
Der Unterrichtsinhalt war heute wieder viel und vor allen Dingen neu. Da ich als Quereinsteiger in den Kurs gekommen bin (sprich seit gestern) fehlt mir hier und da ein wenig Vokabular aus den vorigen Kapiteln, da ich in Aachen an der VHS mit einem anderem Buch lerne. Meine Lehrerin weist mich, für japanische Verhältnisse schon ziemlich, darauf hin das ich die per „self study“ lernen muss. Ja, Entschuldigung, das ich 130 Seiten nicht in der Zwischenzeit geprüft und entsprechend nachgelernt habe (Ich besitze das Buch seit Montag, 13h es ist jetzt Dienstag 9:30h!) X’D Um ehrlich zu sein, bin ich immer ziemlich angespannt während der Unterrichtsstunden aber diese Vergehen wie im Flug. Eigentlich sollte ich heute dann mal wirklich pauken, aber ich fühle mich nicht gut und habe das Gefühl mich belohnen zu müssen (weil Gründe).

In der Lounge der Schule angekommen treffe ich wieder auf zwei Mädels (Schulstartergruppe) von gestern mit denen ich auch gestern essen war und wir gehen gemeinsam in die Hakata Station und schauen uns die Läden an. Ich habe auch endlich einen Schirm gekauft, die nächsten Tage soll es nass in Fukuoka werden. Nachdem sich die beiden verabschieden (u. a. Unterricht) beschließe ich, mir „Canal City Hakata“ anzusehen. Das ist ein große Shopping Mall die echt hübsch hergemacht ist, aber seht selbst:



Godzilla

Gemuetlicher Japangammel Style in nachdenklicher Pose *wow*





Tatsächlich finde ich hier echt noch 2, 3 Dinge und kaufe fleißig ein. Danach ging es nochmal nach Tenjin. Ich hatte heute Frust und musste mich belohnen. Meine Schulausrüstung ist jetzt jedenfalls echt toll (Sticker, bunte Stifte, Mäppchen) und einen neuen Rucksack habe ich auch (es ging mit dem Turnbeutel nicht mehr, die Bücher sind zu schwer und die Kordeln haben schon böse Abdrücke an den Schultern hinterlassen). In der Zwischenzeit schreibe ich mit der Familie und auch mit Sebi. Motivierende Worte werden gebraucht. Heute war einfach ein ernüchternder Tag. Es ist viel Stoff, und viel Hausaufgaben und viel „Self Study“. Das wusste ich auch vorher, ja, ich denke ich muss gerade einfach noch meine persönliche Balance finden. Dazu halt dieser Quereinstieg zu den Leuten die von Anfang an mit diesem Buch lernen, sprich auch schon einige Zeit hier sind. Ein Wehrmutstropfen ist das eine „Freundin“, die ich gestern eben kennen gelernt habe, genau das gleiche Problem mit Ihrem Kurs hat. Monatsanfang wäre cleverer gewesen zu starten..
Nun, genug mit der Gefühlsduselei: Nachdem ich mich kurz verlaufe, finde ich doch noch den Bus nach Hause. Dort angekommen, schütte ich Sachi mein Herzchen aus (Gefühlsduselei Reloaded) und sie bringt mich runter. Sie meint ich solle versuchen es etwas lockerer zu nehmen. Leichter gesagt als getan, aber sie hat Recht. Ist ja auch eh MEINE Sache ob ich da gut oder schlecht bin. Und Sachi appelliert immer wieder das ich mit Japanern sprechen soll. Einfach Leute ansprechen. Einfach Japanisch sprechen, und wenn es noch so unkorrekt ist. Ich darf sogar Schulkameraden/Freunde mit nach Hause bringen. „ENJOY“ sagt sie immer. Genieße die Zeit in Japan. Ich habe heute Abend wirklich sehr gut und lange mit Sachi gequatscht. Wir lachen viel und sie hat aus meiner Hand gelesen X’D – Japaner sind so Wahrsager/Glücksbringer Fans.   Irgendwie cool und lustig zugleich. Wir verquatschen uns, es ist 21h und ich muss noch Hausaufgaben machen.

Ich geniesse die Zeit hier wirklich. Das tue ich. Auch wenn es mir die Insekten hier nicht leicht machen. Die Schwellung ist tatsächlich weniger, jetzt habe ich aber Ausschlag/Schwellungen weiter unten am Bein. Ich weiß nicht, was für ne Seuche mich da erwischt hat. Wenn es zum Wochenende nicht wirklich besser ist muss ich wohl mal zum Arzt.. und das bedeutet in Japan dann direkt Krankenhaus weil anderes System irgendwie. Naja, mal sehen. Da dies aber nicht genug ist und der Tag sowieso schon nicht toll genug war habe ich noch ein besonderes Erlebnis – eine Kakerlake. Es musste ja mal passieren. Ich war echt so sprachlos und erschrocken das ich erstmal 2m weg und wieder zurueckgegangen bin und dann erst einen kleinen Aufschrei gemacht habe. Sachi eilt aus dem Bad. Kakerlaken-Alarm. In Japan leider nichts total ungewöhnliches. Sachi sucht und klopft aber natürlich ist das Vieh wieder weg. Dann spritzt sie ein komisches Hausmittel rum und wir bleiben wachsam. Aber nichts. Ihhhhh. Obwohl ich von mir selber begeistert bin wie wenig mich das gerade tangiert. Trotzdem wird dieses Vieh hier nicht glücklich werden. Das schwöre ich!

Nun, eben rief noch Mikako an und wir haben telefoniert. Praktisch, wenn man endlich mal in einer Zeitzone ist!

So, dass war es auch fuer heute. Ich bin viel zu lange wach. Morgen wird aber nicht viel aufregendes passieren da ich Schule habe, wie immer, und nachmittags noch an einer Spezialstunde teilnehme. Also erwartet nichts dolles!
Gute Nacht!!!

Schlüsselssatz/wort:
ゴキブリ
Kakerlake


P.S. Ich hab was, meiner Meinung nach, ÜBERTRIEBEN cooles für meine Schwester gefunden.

Montag, 25. Juni 2018

Tag 4 - Schulstart!

Guten Abend Zusammen,

heute stand mein erster Schultag in Japan an. Davor quälte ich mich aber eher durch die Nacht. Ich habe Mochi dafür ehrlich gesagt auf den früheren Reisen nach Japan heimlich ausgelacht bzw. war ich einfach Schadenfroh, aber seitdem ich nicht mehr mit ihm gemeinsam Reise, werde ich das Opfer der blutrünstigen, aggressiven Mushi (japanisch für "Insekt")! Ich werde von Mücken gestochen. Aber hierzu später mehr.

Heute morgen schleppte ich mich dann irgendwann aus meinem Futon und genoss das Frühstück von Sachi. Es gab Reis, Brot (sehr fluffiges helles Brot), einen kleinen Salat und ein gebackenes Ei. Ich liebe Ei jetzt irgendwie!! Japanisches Frühstück ist sehr reichhaltig!! Um 8.15h habe ich mit Sachi zusammen das Haus verlassen, sie winkte mir wie eine stolze Mama zu als ich ganz allein in den Bus gestiegen bin zur Schule. Ich bin so erwachsen X'D

An Hakata Station angekommen habe ich auch auf Anhieb zur Sprachschule gefunden (wow!). Dann erst einmal zur Anmeldung hoch und dann wurde in der Lounge gewartet mit anderen neuen Schülern. So wie überall anders auch, gibt es auch hier symphatische und .. nicht so coole Leute. Ich finde zum Glück auf Anhieb gleich fünf Leute mit denen ich mich gut verstehe und verbringe auch die erste größere Pause mit eben diesen in einem klassischen, japanischen Imbiss-Restaurant (ohne die Japanischkenntnisse einer Mitschülerin hätte ich hier wohl kaum was auf die Reihe bekommen). Leider landen wir alle in verschiedenen Kursen da unser Sprachniveau sehr unterschiedlich ist. 

Die Sprachschule
Wer sieht Freezer?!

Bevor mein Kurs am nachmittag beginnt, gibt es noch eine kleine „Stadtführung“ durch Hakata von der Schule. Es wurde sogar extra ein rein Veganer Bento Store angesteuert und wir haben auf der Dachterasse der Hakata Station (11. Stock) uns Fukuoka von oben angesehen und Tipps zu ausflugszielen bekommen. Die Schule veranstaltet fast täglich ein kleines Special, am Mittwoch gibt es zwei Stunden über traditionelle japanische Märchen, am Donnerstag ist Kinotag und am Montag kommen Oberstufenschülerinnen zum Sprachaustausch und das sind nur einige Beispiele. Die B-Note stimmt. An Feiertagen gibt es wohl auch Ausflüge in andere Städte, leider bekomme ich davon aber keinen mit 

Hakata

Wenn es nicht neblig wäre, dann könnte man die Gebirge sehen.. 

Um 16h ging dann mein Kurs endlich los. Mein Kurs ist ein wenig unter meinem eigentlichen Niveau, aber eben der naheste an meinen Kenntnissen. Was mich zuerst dann ein wenig enttäuscht hat (Ich möchte nicht so viel zahlen für Stoff den ich schon kann!) stellt sich dann sehr schnell als nicht schlimm raus, da das Tempo hier SEHR hoch ist und vermutlich gegen mitte der Woche kommt dann wirklich Grammatik etc. die ich noch nicht hatte. Mir fehlen auch einige Vokabeln, an der Sprachschule hier arbeiten wir mit einem Buch als in Aachen. Im Gespräch mit meinen Mitschülern stelle ich etwas fest, was ich eigentlich schon lange weiß: Ich bin ein RICHTIGER Bauer.
1. Die sprechen hier alle super geiles Englisch
2. Die bleiben alle (viel) länger als ich (WOHER haben die das GELD (okay, die Sugardaddy-Quote ist hier auch etwas höher als normal) und die ZEIT)

Nun ja, ich mache das Beste aus der Zeit. Womöglich wird ja auch mein Englisch über die Zeit hier besser XD

Der Kurs heute an sich war gut. Das Tempo ist wie gesagt sehr hoch und es gab auch noch 4 Seiten Hausaufgaben. Die konnte ich dann heute auch ab 19h machen. Und morgen habe ich Vormittags wieder Schule, also muss ich um 9.30h dort sein.
Die Busrückfahrt klappt sogar auch, ich habe dabei ein Mädchen aus Indonesien kennen gelernt die, wie ich, auch ein wenig verloren war an er Hakata Station und gemeinsam haben wir beide unsere Ziele gefunden (Toll, oder?). Am Bus Terminal frage ich bei zwei jungen Damen noch einmal nach ob mein Bus auch wirklich bis zu Sachi fährt und werde bestätigt. Das ist nämlich etwas verwirrend. Am Bus Terminal werden von der Buslinie nicht alle Haltestellen angezeigt. Nur „Major“-Haltestellen. Und da stand dann halt überall nur „Canal City“, und da würden mir 20 Minuten Busfahrt fehlen. Von Sachi habe ich mir später erklären lassen das dies sogar Japaner verwirrt, aber sich das Busunternehmen denkt: „Hey, wir zeigen euch nur die großen Haltestellen, wo anders will ja eh keiner hin“. Eine Auflistung aller Haltestellen gibt es am Main Terminal dann, da sind die Haltestellen sogar Alphabetisch sortiert und daher wusste ich auch wo ich hin musste (Terminal A nämlich, das befindet sich dann draußen vor dem Platz und nicht in der Shopping Mall XD).

Abgekämpft und müde nach dem heissen Tag und der Schule @-@

Nun, aber es gab etwas was mir heute doch etwas Sorgen machte: Der Insektenstich. Was in Deutschland dann bei einer kleinen Rötung bleibt entwickelt sich hier im Moment schon wieder zu einer größeren Sache. Es pocht, es ist heiß (ich muss noch nicht mal mit der Handfläche ganz dran um das zu spüren) und am Abend des heutigen, also 4. Tages, ist mein rechtes Unterbein (ab Knie) auch einfach um einiges dicker, weil so geschwollen. Die Rötung/Schwellung ist im Moment in etwa so groß wie meine Fußfläche. Wenn ich stehe sticht es sehr, die Haut ist total unter Spannung weil es so dick angeschwollen ist. Daher blieb mir auch heute der Gang zu „Apotheke“ nicht erspart und nach einer längeren Beratung (die übrigens komplett in japanisch verlief, jaja, ich kann mich mitteilen.. zumindest ein bisschen) hatte ich endlich eine Creme.

Only in Japan -
 Wenn du plötzlich sogar Zecken Kawaii findest und Quallen jetzt wohl auch Insekten sind


 Es brennt auch ziemlich wenn ich sie benutze, aber es ist angenehmer dann. Zuhause bei Sachi konnte ich dann auch gut kühlen und ich habe das Gefühl es wird etwas besser. Schauen wir mal wie es morgen aussieht 
Danke für’s lesen! Morgen geht es früh in die Schule und dann werde ich vermutlich Hakata erkunden!
Gute Nacht!

Schlüsselsatz:
あしがはれています。つめたいもいいですか。
Mein Bein ist geschwollen. Kann ich es kühlen? (Kann ich etwas zum kühlen haben)

Sonntag, 24. Juni 2018

Tag 3 - Shoppen in Tenjin !

Hallo Zusammen,

es ist Tag 3 angebrochen. Meine Nacht war leider sehr gestückelt, aber ich bin trotzdem relativ erholt.

Am Morgen bereitet Sachi, ganz Stilecht in Kochschürze, ein aufwendiges japanisches Frühstück vor. Es war wirklich lecker! Und so reichhaltig! Mein Magen fand das leider nicht, dies ist aber nicht dem Essen an sich geschuldet sondern liegt viel mehr an der Umstellung (Zeitverschiebung, Klima, 100% Aufregung und Freude).

Ausblick aus meinem zimmer

Sachi musste heute zu ihrer Mutter fahren, das war die perfekte Gelegenheit noch einmal nach Tenjin zu gehen. Ich armes Kind habe nämlich einfach keine Kleidung und muss dringend welche kaufen XD
Da das mit dem Bus gestern so gut geklappt hat (nicht) verzichte ich auf die Busfahrt (obwohl es eine direkte Verbindung gibt) und gehe zu Fuß nach Tenjin. Das ist im Grunde auch nur ca. 20 Minuten geradeaus laufen.

Nach  20 Minuten komme ich in Tenjin an, zwischendurch unterhalte ich mich kurz mit einer japanischen Omi die total niedlich ist und lege dann mit dem Shopping-Marathon los.
Als erstes verschlägt es mich in den Parco, vermutlich weil ich dort noch nicht wirklich drin war und merke das dies die Shopping Mall mit dem Pop-Up Cafe von „Sailor Moon X My Melody“ ist.
Das Café ist super süss gemacht und man kann hier sogar Goodies kaufen OHNE sich ins Café zu setzen. Sehr gut! Dieses Café ist noch zwei Tage geöffnet.




Anschließend noch ein kurzes Erinnerungsfoto:



Direkt daneben gab es ein „Detektiv Conan“-Special. Es war dort so überfüllt. Detektiv Conan scheint gerade DER Hit in Japan zu sein. Dagegen war das Pop-Up Café ja fast leer..



Nun, danach ging ich meiner Hauptmission wieder nach: Klamotten kaufen. Die Auswahl in Fukuoka ist gut, sehr gut, aber man darf kein Tokio erwarten. Fündig wurde ich aber trotzdem und bin nun ein wenig entspannter da ich jetzt für ein paar Tage zumindest Kleidung habe XD

Fukuoka City 

Das Wetter ist heute sehr warm, etwas drückend, aber die Erinnerungen aus 2013, als wir im Juli/August in Japan waren, sitzen tief und von daher fand ich es echt angenehm heute XD
Im Kego Park gönne ich mir eine kleine Auszeit und beobachte die Menschen, versuche Wörter aufzuschnappen und mich ein wenig auf Morgen vorzubereiten.

Pikachu snack



Um ehrlich zu sein, ist heute nicht soooo viel spannendes passiert. Ich war shoppen. Ich habe mich NICHT verlaufen. Ich war nicht übermäßig dumm. Schon cool, wie ein wenig Schlaf helfen kann.

Auf dem Rückweg einfach so Random ein Mini-Schrein
Gleich Zuhause..


Nun, an Sachi’s Haustür finde ich aber den Schlüssel nicht. Ich suche, mit 5 Tüten in der Hand nach dem Schlüssel. In der Zwischenzeit kommt eine Nachbarin vorbei und ich fahre mit ihr hoch. Währenddessen finde ich den Schlüssel dann auch wieder.. sie fand es auch witzig.
Zuhause angekommen ist Sachi auch da und wir haben einen entspannten Abend. Ich weiß nun wie die Waschmaschine funktioniert und die Mikrowelle. Generell ist Sachi traditionell ausgestattet. Ich schlafe auf einen Futon, de Boden ist aus Tatami, vor der Wanne duscht man sich ab. Einziger Wehrmutstropfen: Die Toilette hat kein Bidet und macht keinen tollen Sound. Naja.. XD
Morgen geht die Arbeit für Sachi wieder los und für mich die Schule. Drückt mir die Daumen das ich die Schule finde (es ist echt nicht schwer, aber bitte drückt die Daumen).
Gute Nacht!


Satz des Tages:
せんたくきは,つかてもいいですか
Ist es in Ordnung wenn ich die Waschmaschine benutze?

Samstag, 23. Juni 2018

Tag 2 - Treffen mit Yuko in Fukuma

Guten Abend,

hier ist nun Tag 2 vorüber. Die Müdigkeit wird auch weniger oder ich gewöhne mich einfach daran.. XD
Nach einer erholsamen Nacht (ca. 8 Stunden Schlaf nach 34 Stunden wach) hieß es ausschecken im Nekokura Hostel. Heute würden Lulu und ich Yuko in Fukutsu (bei Fukuoka) treffen. Vorher hatten wir aber ein wenig Zeit und erkundeten ein wenig das AMU Plaza an der Hakata Station. Ich wurde im Pokemon Center natürlich fündig.

Ich werde Pokemon Trainer!

Ich komme wieder. Definitiv. Habe ja noch 2 Wochen XD obwohl das Center hier relativ klein ist, könnte ich mich erst nicht entscheiden. Alles ist so toll.. aber hat auch seinen Preis.. ähem.. hust..
Ausserdem lief voll die coole Musik im Pokecenter. Ich hatte den Battletheme noch den halben Tag im Kopf.

Bis hierhin lief auch alles gut, ich fühlte mich endlich wieder organisiert und fit.
Da es sich mit Gepäck nur umständlich reisen lässt, suchten wir einen „Coin Locker“-Raum auf. Der Erste in der Hakata Station war schon komplett belegt und eine ältere Dame wies uns hilflosen Gaijin mit einer Armbewegung den Weg (Thank u, ne!). Hier waren tatsächlich auch noch einige „Locker“ frei. Hier ging es dann auch schon los: Ich war nicht in der Lage meinen eigenen Koffer auf ca. 130cm Höhe zu heben um ihn den Locker zu setzen. Zum Glück lief aber ein Angestellter herum und half mir unter Lachen. Es brauchte dann aber doch noch drei Anläufe bis meine Koffer und die unseren soeben noch getätigten Einkäufe reinpassten. Dann merkte ich das ich keine 100Yen Münzen habe. Also zum Automaten zum Wechseln, den Weg dahin musste ich mir auch zweimal sagen lassen (er war 10m weiter vorne). Zum krönenden Abschluss wunderte ich mich warum der Locker mir nicht den Schlüssel gibt. Der Angestellte weißt mich darauf hin das ich 100Yen zu wenig eingeworfen habe. Meine Güte, der hat sich auch seinen Teil gedacht bzw. gelacht XDD

Nun geht’s auf nach Fukutsu, wo wir Yuko und ihren Mann, Tetsuya, treffen. Wir sind sogar etwas früher als gedacht vor Ort und auch Tetsuya ist schon da und wenig später auch Yuko. Die beiden haben früher einige Zeit in Deutschland verbracht, sprechen daher auch Deutsch. Yuko’s Herzlichkeit ist überwältigend. Wirklich. Selten eine so positive, liebenswerte Frau kennen gelernt. Ein starker Kontrast zur sonstigen Zurückhaltung der Japaner.

Als erstes gehen wir die örtliche Schreinanlage in Fukutsu besuchen und ich nehme an der „Schnitzeljagd“ teil. Auf dieser muss die ich Schreine der 9 Gottheiten finden und darf tolle Stempel benutzen (ich liebe Stempel)

Bei gutem Wetter kann man das Meer und die Tore in einer Reihe sehen.. aber heute eher nicht


Lulu hat ein Omikuji gezogen und findet ihr Schickal mit Yuko heraus

Das Auto wird gesegnet für Sicherheit. Yuko und Tetsuya haben das auch mit ihrem Auto machen lassen.. bisher hilft es  😀

Diesem kleinem Ding kann man seine Schmerzen übertragen. Die Stelle die schmerzt muss einfach gestreichelt werden!!

Palmen!!





Ein Wasserdrachen


Auf dem Rückweg esse ich die ersten wirklich leckeren Mochi in meinem Leben. Sehr, sehr lecker!!




Es ist wunderschön hier und es bleibt zum Glück trocken. Es ist fast schon „kühl“. Aber das geniessen wir. Es drohen +35 Grad in den nächsten Tagen. Als nächstes steht der Strand an. Ich war in meinem Leben noch nie bei warmen/guten Wetter am Meer, umso schöner war es das mal zu sehen.



Anschließend waren wir essen und wurden sogar von den beiden zu sich nach Hause eingeladen! Das Haus ist wunderschön und es ist spannend Yuko und Tetsuya zu zu hören. Die beiden haben einfach unglaublich viel gesehen und definieren den Begriff „Gastfreundlich“ komplett neu.  Gegen 16h müssen wir los, da ich zwischen 17-18h bei meiner Gastmama, Sachi, sein soll. Ab heute werde ich zwei Wochen bei ihr wohnen.  Per Tetsuya-Shuttle-Autoservice werden wir zum Bahnhof gefahren und Yuko bringt uns auch noch bis kurz vor dem Bahngleis und drückt uns gekaufte Rückfahrkarten in die Hand – Zu freundlich!!! >/////<



Vielen Dank für den tollen Tag!! Ich hoffe wir schaffen es nochmal uns zu sehen in den nächsten zwei Wochen!

Wir kriegen dann auch den richtigen Zug und fahren zurück nach Hakata. Und wir fahren. Die Zeit vergeht wie im Flug. Uns gehen auch nicht die Themen aus. Irgendwie wird es so ländlich. MOMENT! Wir sind einfach viel zu weit gefahren!! Bis nach Kurume! Schnell aussteigen und zurück. Das hat uns 40 Minuten Lebenszeit gekostet. Kostbare Lebenszeit wie wir in unseren intensiven Gesprächen kurz vorher noch festgestellt hatten. Im Panik-Modus dürfte ich Lulu’s Wifi schnorren und konnte Sachi schreiben das wir „uns vertan haben und ich aus Kurume nun zurück muss“. In Hakata sammel ich dann mein Gepäck ein, muss mich von Lulu verabschieden (Gute Fahrt nach Tokio morgen!) und mich plagt mein schlechtes Gewissen. So sehr, das ich beschließe Sachi am Bahnhof anzurufen. Mitten in der Rush Hour. Ich habe ja schon Probleme auf deutsch zu telefonieren, ich mag es einfach nicht (jaja, ich weiß, ich hab den falschen Beruf gewählt). Ich entschuldige mich 1000 mal. Sachi zeigt sich sehr verständnisvoll und kriegt mich tatsächlich beruhigt.

Gut, dann kann ich ja nun den Bus nehmen nach Sachi. Den Bus. Bus. Busfahren in Japan ist… ich habe es bisher eher vermieden. Aber.. es geht nun nicht anders. Ich frage mich erst einmal gefühlt durch 10 Leute bis ich erfahre wo ich das richtige Terminal finde. Natürlich musste ich Treppen steigen mit den Gepäck XD Dann … die Qual der Wahl. Das Terminal befindet sich im 1. Stock eines Kaufhauses (Ja, ist so) und es ist eng und viel zu viele Menschen und keine wertvolle Info auf Englisch oder Hiragana/Katakana. Es gab eine Chance von 1:20 den richtigen Bus zu finden. Das Glück stand mir NICHT bei (Ausnahmsweise, im Büro klappt es immer 0: ) und ich merke… der Bus fährt nicht dahin wo ich will. Der Busfahrer spricht kein englisch und auch sein japanisch ist sehr undeutlich (ich übertreibe nicht) und ich steige in Tenjin aus (das war das einzige was hängen blieb aus dem Gespräch). In Tenjin habe ich dann keine Lust den Bus mit 20kg Gepäck zu suchen und halte ein Taxi an. Das erste weist mich ab da er nur Stadteinwärts Fahrten erledigt (OK?). Ehrlich gesagt, habe ich mich da gefragt ob ich heute irgendwas verbrochen habe oder warum ich einfach nicht weiter komme XD. Nun ich wechsel die Straßenseite und versuche wieder ein Taxi anzuhalten. Klappt sogar. Ich unterhalte mich sogar nett mit ihm. Er mag deutsches Bier (natürlich!) und ist stolz das er ein 1-Euro Stück hat und ein 50-cent Stück. Als ich ihm ein 20-cent Stück schenken will ist er total aus dem Häuschen. XD Bitteschön! Sicher und günstig (7€) lande ich bei Sachi.

Sachi ist eine super freundliche, unkomplizierte Frau. Ich gönne mir ein Asahi-Bierchen mit ihr und richte mich ein. Die nächsten zwei Wochen lebe ich nun hier. Ich bin sehr froh das sie es mir nicht allzu übel nimmt das ich zu spät dran war. Ich bin gespannt was mich alles erwartet. Ich glaube das wird eine gute Zeit mit Sachi! 

Gute Nacht!


Schlüsselsatz:
ごめんなさい。 本当にごめんなさい。
Tut mir leid. Tut mir wirklich leid.

Freitag, 22. Juni 2018

Tag 1 - in Fukuoka


Hallo Zusammen,

hier ist Usai.
Beim Verfassen der ersten Zeilen sitze ich im Flieger von Frankfurt nach Tokio Haneda und bin begeistert das es mir gelungen ist für ca. 30 Minuten zu schlafen. Eigentlich bin ich eine totale Schlafmütze und schlafe zu jeder denkbaren Tageszeiten an „merkwürdigen“ Orten, aber im Flugzeug schlafen ist anscheinend einfach zu abgefahren.

Der Tag begann früh: Um 5h ging der Wecker der mich und meinen Freund unsanft aus dem Schlaf holte. Flott fertig machen, gepackt wurde schon soweit alles am Vorabend und schon ging es zum Aachener HBF (der praktischerweise nur ca. 10 Fußminuten von unserer Wohnung liegt). Dort kamen wir pünktlich an und warteten auf meinen Zug. Zugegeben, auch wenn ich nun das vierte Mal nach Japan reise, tue ich das diesmal zum ersten Mal komplett alleine. Dementsprechend aufgeregt war / bin ich kleiner Feigling auch. Es floßen Tränen. Heute, Gestern, Viele!! XD
Nachdem ich von meinem Freund sicher in den Zug gesetzt wurde, tat die Deutsche Bahn das was sie am besten kann: Zu spät! Mein Zug kommt später als angekündigt in Köln an. Hier muss ich in den ICE umsteigen. In meiner Naivität und dem festen Glauben das ich meine Bahn noch kriege, renne ich von Bahngleis 3 zu Bahngleis 6 und natürlich war mein Zug schon weg..  DANKE!!

Eine Bahndame konnte mir aber wie aus der Pistole geschossen den nächsten Zug nennen. Der sollte um 7.55h kommen. Also 35  Minuten warten. Dieser hatte dann auch nur nochmal 25 Minuten Verspätung. Nun denn, endlich im Anschlusszug hatte ich sogar eine nette Unterhaltung mit einer Dame (ebenfalls Japanbegeistert) und dann war ich auch schon in Frankfurt. Der Flughafen ist RIESIG! Schnell Gepäck aufgegeben, Security Check und Passkontrolle erledigen. Was mich ein wenig stört ist die Tatsache das ich mein Gepäck in Tokio Haneda aufsammeln und wieder aufgeben muss (weil Zoll). Jetzt wollte ich einfach nur noch zum Gate um dort dann halt sicher auf meinen Flieger zu warten. Nebenbei lausche ich japanischen Gesprächen und schmunzele.



Im Flieger sitze ich am Fenster (juhu), neben mir sitzen zwei Spanier die sich als ruhig und unkompliziert erweisen. Wenn ich in Tokio lande ist es 23h in Deutschland, dann geht’s noch weiter bis Fukuoka, wenn ich dort bin ist es 4h morgens in Deutschland und ich muss aber noch ca. 12h wach bleiben.
Nach ca. 7h Flug wird mir übel. Es wird so „schlimm“ das ich sogar eine Stewardess anspreche und sie mir Tee bringt. Zum Glück wurde es dann auch wieder besser. Das hält die Stewardess aber nicht davon ab mir später ein Thermometer zu reichen und sich nochmal nach meinem Befinden zu erkundigen. Das Thermometer bleibt im Normalbereich was mir vermutlich den Gang zum Arzt am Flughafen spart (die Japaner sehen das sehr eng, evtl. sogar Einreiseverweigerung) und nicht den Anschlussflieger verpassen lässt.

Der Flughafen Tokyo Haneda ist im Vergleich zu Tokio Narita winzig. Der Einreisekram braucht gefühlt eine Ewigkeit. Im Grunde hole ich mein Gepäck ab um es 5 Minuten später und 20m weiter wieder aufzugeben. Es gibt hier noch nicht mal einen richtigen Schalter, es steht einfach eine Dame am Aufgabeplatz und es gibt keine Förderbänder etc. Dann geht es mit dem Shuttlebus der nur alle 20 Minuten kommt zum Terminal. Ich hab in der Zwischenzeit die ersten Besorgungen  gemacht.



Am Gate werde ich dann plötzlich auf Deutsch angesprochen. Zwei Japanerinnen die einige Zeit in München verbracht haben. Sehr liebenswert und gaijin-freundlich (wenn ich nur die kleinste Einwilligung gezeigt hätte, hätten die mich bis zu meiner Unterkunft in Fukuoka begleitet, Japaner halt). Der Flug verging wie im Schlaf weil ich dies tatsächlich getan habe und dann ging’s los in die Stadt.
Diesmal kein Heimvorteil, Fukuoka ist komplettes Neuland für mich aber der Nahverkehr ist einfach und logisch gemacht. Erst einmal ging es nach Tenjin. Ich habe nämlich zu wenig Klamotten dabei. Da ich erst um 15h einchecken kann, ist das schwere Gepäck dabei aber wozu gibt es die praktischen Coin Locker, sogar im heute angewählten Shoppinghaus. Und dann passiert es: Jemand begrapscht mich auf der Rolltreppe. Mitten in der Shopping Mall, am Tag. Ich drehe mich erschrocken um und sehe… LULU ! Ja, wir haben es geschafft uns in einer Millionenstadt ohne Absprache über den Weg zu laufen. Das ist wiederholter Zufall da wir auch erst vor 3 Wochen bemerkt haben das wir zur selben Zeit in Fukuoka sind. Das hat mich sehr gefreut Lulu dort schon zu treffen zumal ich merkte das mein Gehirn immer weniger arbeitet weil ich mehr als 24 Stunden wach bin. Natürlich habe ich auch 2,3 Sachen ergattert, aber bisher wirklich nur das nötigste. Ich war einfach fertig. Lulu, die Fukuoka-Expertin, zeigte mir auch direkt einen tollen Sushi-Imbiss und dank ihr musste ich mir auch nicht noch einmal die Anreise zum Hostel merken.





Wir beide übernachten kommende Nacht nämlich im Nekomura Hostel.  Es ist ein Katzen Shelter und dieser finanziert sich größtenteils durch die Gäste. Zusätzlich bietet das Hostel einige Leckereien an und Souvenir. Ich hatte später das Glück die Katzen zu besuchen und zu füttern. Die Inhaber sind jedenfalls mit Herzblut bei der Sache dabei.




Eigentlich wollte ich noch mit Lulu Richtung Strand aber ich bin einfach zu platt gewesen und habe mich nun einfach gekramt und diesen Eintrag vorbereitet.
Morgen treffen Lulu und ich Yuko. Ich bin sehr gespannt. Und gegen Abend checke ich bei meiner Gastfamilie/mama ein. Es wird also spannend..


  Danke fürs Lesen. Ich bin sehr müde aber werde doch noch 3-4 Stunden durchhalten .


Schlüsselssatz des Tages:
はきけがします。 おちゃがありますか?
Mir ist übel. Haben Sie Tee?



Mittwoch, 6. Juni 2018

Japan, zum vierten Mal!

Hallo Zusammen,

hier ist Usai.
Ich kriege einfach nicht genug von Japan! \(^///^)/
Sehr bald schon trete ich meine vierte Reise nach Japan an!
Diesmal reise ich alleine was aber nicht bedeutet das ich alleine bleibe :-) .
Ich bin so gespannt was mich alles erwarten wird.

Einen Großteil meiner Reise werde ich in Fukuoka, auf Kyushu verbringen. Ich werde bei einer Gastfamilie wohnen und eine Sprachschule besuchen.
Anschließend geht es nach Takamatsu, dann nach Kyoto und anschließend nach Tokio. Ich freue mich jetzt schon altbekannte, aber auch viele neue Leute zu treffen.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir auf meiner Reise folgen würdet. Berichten werde ich möglichst täglich!

Ihr könnt mir auch auf Instagram folgen, ich werde hier sicher sehr aktiv sein: Usaikitty - Instagram

Bis bald!