Sonntag, 27. Oktober 2019

Tag 1 - Der längste Tag

Hallo und Herzlich Willkommen,

hie ist Usai! Für mich geht es in die fünfte Runde. Japan. Again. Diesmal aber mit Debi-Chan. Premiere! Aber fangen wir ganz von vorne an:

Mein (mittlerweile nicht mehr) heimlicher Plan ist es, in allen Monaten des Jahres in Japan gewesen sein. Bisher habe ich Mai bis Oktober vorzuweisen, fehlen also November - April. Bedingt dadurch das wir beruflich etwas eingespannt sind, war es erst nicht so einfach einen Zeitraum zu finden, doch letztlich konnten wir den 26.10.-15.11. für uns fix machen. Und hier sind wir nun.

Im Gegensatz zu den anderen Reisen, haben wir uns entschlossen bereits am Vortag zum Flughafen anzureisen. Letztes Jahr hatte mein 4 Stunden Puffer am Ende fast nicht ausgereicht und ich hätte meinen Flug in Frankfurt fast verpasst. Das wollten wir nicht riskieren. Also ging es Freitagnachmittag schon in das Maritim Hotel am Düsseldorfer Flughafen. Das war sehr gemütlich.
So gingen wir dann am morgen des Abfluges relativ entspannt zum Flughafen. Der Check-In am Finnair-Schalter (ich sammel Flugmeilen dort XD) hat sich irgendwie ziemlich hingezogen und somit rückte auch unser Frühstück nicht wirklich näher. Jedoch durften wir während unserer Wartezeit Zeuge davon werden, das Darwin versagt. Eine ältere Dame, die nicht nur ihr Musikinstrument auf die erstaunlich dümmste Art auf einen Gepäckwagen legte, sondern auch Absperrbänder bzw. dessen Halter rammte (mehrmals), dabei (mehrmals) fasst über ihre eigenen Füße fiel und beim Boarding zum Flugzeug sich dann fast mit ihrer Tasche erdrosselt hätte. Hach jaaaa~

Der Flug nach Helsinki verlief relativ ereignislos, in Helsinki begeisterte ich mich an Moomin und so wurde auch die Wartezeit dort schnell überbrückt:




Oh, aber eines ist noch passiert: Debi-Chan und ich sind Fans von Blueberry Saft! Zum Flughafen Helsinki sei zu dem gesagt, das es neben Rentier oder Elchpelzen in jedem zweiten Shop auch Bärenfleisch(!!) zu kaufen gab.

Dann ging es los in den großen Flieger in Richtung Nagoya. Beim Boarding wird Debi-Chan von den Stewarddessen wieder auf Finnisch angesprochen. Ich wurde dagegen auch englisch begrüßt.
Woran das wohl nur liegt? :o
 Ich muss sagen, ich hatte noch nie so gutes Essen auf einem Langstreckenflug wie heute. Die restlichen Passagiere waren auch relativ leise aber an Schlaf war trotzdem nicht zu denken. Irgendwie bekommen wir das nicht hin. Nach langen 9 1/2 Stunden waren wir nun endlich da... und es regnet hier.. na toll.. nur 15 Grad wärmer als in Helsinki. Wir passieren die Einwanderungsbehörde, hinterlassen Foto und Fingerabdruck, und dann passiert das worüber wir gewitzelt haben. Nachdem wir unsere Koffer eingesammelt haben, muss man noch einmal durch den Zoll. Und weil Debi-Chan einfach wie Debi-Chan aussieht, muss er den Koffer öffnen und ich auch weil daneben stehe. Hach ja... Japaner XD

Wir sind beide sehr müde, müssen aber am Flughafen Nagoya noch den JR Pass eintauschen und eine SIM-Karte holen (ich hatte eine bestellt, diese wurde aber nicht zugestellt, sondern lag zur Abholung in Mönchengladbach bereit... ACH SO! XD). Mit dem Nishitestu-Train ging es dann endlich Richtung Nagoya. Da es früh am morgen ist (leider SONNTAGmorgen), und wir noch nicht einchecken können, wollen wir unsere Koffer in Schließfächer packen. Leider sind alle besetzt und es ist die Hölle los. Sonntag haben alle, mit Ausnahme der Leute im Einzelhandel/Gastronomie, frei und dementsprechend voll ist die Stadt. Also machen wir uns doch auf dem Weg zu unserem Hotel und können zumindest unsere Koffer schon einmal aufbewahren und gehen mit weniger Balast Richtung Innenstadt.

Mittlerweile sind wir fast 24 Stunden wach und wir sind etwas platt aber glücklich. Unser erster Gang führte ins Pokèmon Center. Auch dieses, sehr überfüllt, aber das hält uns nicht auf. Natürlich wurden wir fündig, obgleich Debi-Chan sehr traurig ist, dass es nichts von seinem absoluten Lieblingspokémon gab. Leute, wenn ihr Kamalm Merch seht, meldet euch XD

trauriger schmolliger Debi-Chan


Pokemon Center Nagoya mit überhaupt nicht vielen Kindern (viel zu viele Kinder und viel zu wenig Kamalms)




 In Nagoya fand heute zudem ein großes Halloween Fest statt und wir konnten diversen Tänzen und Paraden verfolgen:


Halloween ist wirklich eher mit Karneval zu vergleichen. Aber ich mag es.

Nachdem unsere Füße und auch unsere Gehirne immer träger wurden, beschlossen wir gegen 16.30h ins Hotel zurückzugehen. Hier haben wir uns nun Abendessen aus dem FamilyMart gegönnt und versuchen noch ein wenig wach zu bleiben (so bis 19h Ortszeit mindestens!) damit wir nicht um 2h nachts aufwachen und aus dem Rhythmus sind.

Nun ja.. wir sind ziemlich müde, daher ist der heutige Eintrag auch etwas kürzer.. aber die nächsten Tage werden sicher ereignisreicher, hahahah XD


Freitag, 13. Juli 2018

Tag 22 - Letzter Tag, auf nach Narita

Hallo Zusammen,

für mich ist der letzte Tag meiner Japanreise angebrochen. Die paar Stunden morgen bis mein Flieger geht kann man ja nicht wirklich mitzählen.

Ich nutze erst einmal meine Check Out -Zeit im Hotel in Tokio komplett aus und verlasse in aller Ruhe mein Hotel um kurz vor 11h. Ich war sehr früh wach (vielen Dank, liebe Mückenstiche), habe gefrühstückt, den Blog geschrieben und danach etwas getan was ich einfach LIEBE: Noch einmal ein kurzes Nickerchen gemacht.

Dann geht es gemütlich zum Bahnhof Otsuka. Gemütlich ist das richtige Wort. Die Hitze erschlägt einen und wirklich schnell machen geht nicht. Zumal ich auch sehr beladen bin: Ich habe zwei Reisetrolleys, eine Tasche die die Maße des Handgepäcks voll ausnutzt UND einen Rucksack. Aber: Es ist noch Platz! Ich kann also noch Souvenire kaufen! *__*

In Nippori heißt es Zugwechsel. Der Zug den ich nach Narita brauche kommt aber nur einmal in der Stunde. Ich frage aber nochmal bei einer Japanerin nach. Das muss man den Japanern ja lassen: Egal, wen ich anspreche, jung, alt, mit Kopfhörern in den Ohren, Mann, Frau - alle sind sehr bemüht mir zu helfen. Aber gut, ich habe die Tafel und die unbekannten Kanji richtig kombiniert, der Zug den ich brauche kommt nur stündlich. Ich kann auch umsteigen zwischendurch, aber mit dem ganzen Gepäck und der Hitze ist mir das zu umständlich.

Im Zug setze ich mich neben eine Frau und während sie schon wie wild versucht mir Platz zu machen beruhige ich sie mit "Daijoubu". Beeindruckt davon (Japaner sind wirklich so schnell mit nicht-wirklich-japanisch zu beeindrucken) kommen wir ins Gespräch. Es ist wirklich faszinierend, wie sehr einem sich hier die Tore öffnen, wenn man ein wenig die Sprache spricht. Die Japaner sind nicht unfreundlich gegenüber Fremden, keineswegs, aber die allermeisten sind so unsicher mit ihren Englischkenntnissen das sie es möglichst vermeiden Englisch zu sprechen, dabei ist das Englisch der meisten Japaner dann gar nicht soooo schlecht. Im selben Zug helfe ich dann noch Thailändern weiter, die den falschen Zug genommen haben. Sie fragten erst einen Japaner, der aber verzweifelt abwinkte. Es ist ein wenig Tricky mit den Zügen nach Narita. Man muss gut darauf achten wo man wirklich hin möchte: Nach Narita City ODER Narita Airport. Es gibt Bahnlinien die nur eine der beiden Stationen anfahren.

Nach etwas mehr als einer Stunde komme ich dann in Narita an. Ich bin etwas früh dran aber ein frührer Check-In ist zum Glück möglich. Nach einer kurzen Pause zieht es mich dann, wie fast immer, zum Narita-San:

Schildkrööööten !!!


Für mich eine der schönsten Anlagen in Japan!






Meinen Ausflug halte ich aber relativ kurz, die Sonne knallt ohne erbarmen, im Fernsehen weist man darauf hin nur das nötigste heute zu erledigen wegen der Hitze. Ich mache noch ein paar Besorgungen (aka Abendessen und Souvenir) und gehe dann zurück zum Hotel.

Wahnsinn, es sind nun 3 Wochen vergangen. Es kommt mir auf der einen Seite so vor als wäre ich schon viel länger in Japan, auf der anderen Seite habe ich das Gefühl gerade erst bei Sachi eingezogen zu sein. Ich habe viel erlebt. Ich habe viel gelernt. Über mich selbst. Über die japanische Kultur. Über Menschen. Ein bisschen Japanisch habe ich auch gelernt. Aber auch Englisch. Ich bin wirklich aus meiner Komfortzone rausgekommen. Habe Sachen gemacht, die ich Zuhause vermutlich nicht getan hätte. Ich bin glücklich, das ich den Schritt gegangen bin. Ich, die schüchterne. Leicht ängstliche, aber vor allem UNSICHERE Person. Vergangenheits-Saskia von vor 10 Jahren (oder auch 5 Jahren) hätte nie geglaubt das sie so eine Reise, allein, bei fremden Leuten mit vorgeschriebenen Abläufen, viele unbekannte Faktoren (Stadt, Sprache, Menschen) mal antreten würde.
Worauf ich mich aber nun am meisten freue: Zuhause.

Danke das ihr mich auf der Reise begleitet habt.


Schlüsselsatz:
しあわせ
Glücklich sein, Glücklichkeit

Tag 21 - Tokio's Popkultur im Schnelldurchlauf und Pokemon Cafe

Hallo Zusammen,

mein letzter vollständiger Tag in Japan beginnt. Ich fliege zwar erst Samstag morgens, aber morgen, am Freitag, werde ich schon nach Narita aufbrechen und es vermutlich ruhiger angehen lassen. Meine Beine sind total zerstochen, die Stiche jucken und pochen wie Hölle. Die Stellen sind nicht nur ein wenig geschwollen, sie sind auch am glühen. Gut, das ich noch meine Salbe vom Anfang meiner Reise habe. Meine Nacht verbringe ich mit nassen Handtüchern um die Beine, da es nur so ansatzweise auszuhalten ist. Jeder Stich schwillt hier an, ich reagiere anscheinend allergisch auf die Insekten hier.. (toll).
Nun ja, weder meine schmerzenden Beine noch das zu warme Wetter (entgegen der Vorhersage wurden es nur 32 Grad und nicht 37) halten mich davon ab mich heute etwas aufzurüschen. Wann ist man schließlich schon in Tokio?
Heute wird das Popkultur-Fangirl in mir befriedigt, es geht als erstes naaaaaaaaach... Harajuku!


Früh am morgen ist es hier auch ausnahmsweise nicht brechend voll.


Im ClosetChild in Harajuku wurde ich sogar gestern Abend fündig. Leider ist der Store hier aber auch von ehemals drei Etagen auf zwei geschrümpft.


Random fotoecke 

Am Ende der Takeshita Street wartet (das neue.. naja .. 4 Jahre ist es schon alt) Symbol Harajukus auf einen:


Ich schlendere von A nach B und flaniere einfach durch die Straßen. Harajuku hat sich die letzten Jahre stark verändert. Wo einst kleine, wirklich einmalige Läden waren sind nun immer öfter große Shops wie WEGO oder Forever 21 zu sehen. Schade, aber das ist wohl der Lauf der Dinge.. hoffen wir, das Harajuku nicht irgendwann komplett diese einzigartigkeit verliert.

eines der Animal cafes. Auf der Takeshita Dori gibt es auch noch ein Katzen und ein Bunny-Cafe.

Pop-Up Cafe, diesmal Card Captor Sakura. Bei meinen letzten Besuchen waren es My Little Pony und Detekiv Conan
Dann zieht es mich noch in den LINE-Store. Der ist im Gegensatz zum Vorjahr gewachsen. Wenigstens eine erfreuliche Sache XD




 Dann machte ich einen Abstecher nach Shibuya. Ich wollte etwas essen, dies aber relativ günstig tun da heute Abend noch der Besuch im Pokemon Cafe ansteht.


Shibuya Crossing ist einfach einmalig.

Es verschlägt mich ins Shibuya 109 aber hier gefallen mir die Cafes auch nicht so recht. Also geht es in den Family Mart und ich besorge mit Inari Nigiri und Melon Pan. Im Gegensatz zu meinen anderen Reisen nach Japan, esse ich diesmal sehr viel, ich habe garantiert zugenommen p___q Ich suche, und suche und suche. Meint ihr finde ich eine verdammte Parkbank? Oder irgendetwas wo ich nicht total im Weg stehe oder mir 1000 Leute beim Essen zugucken. Das ist echt schonmal nervig in Japan. Neben wenig Mülleimern gibt es auch wenig Sitzplätze. Die in Shopping Malls sind quasi dauerbelegt weil es eben so wenige gibt.
Ich beschliesse nach Akihabara aufzubrechen da ich mich erinnere dort mindestens zwei gute Sitzmöglichkeiten gesehen zu haben. Akihabara, das Nerd Viertel!




typisches Bild in Akihabara: Maids und Co. werben für ihr Cafe



Kaufen tue ich hier jedoch nur Kleinigkeiten. Ich habe nicht wirklich viel Zeit und die Hitze macht mir zu schaffen. Es ist jetzt meine vierte Reise nach Japan und ich war auch immer in Akihabara, ein wenig wiederholen sich halt auch die Artikel in den Läden. Da mir einfach die Zeit fehlt, fange ich gar nicht erst an Preise zu vergleichen oder nach etwas bestimmten zu suchen. Mein Koffer und meine Geldbörse danken es mir vermutlich (und Zukunfts-Saskia die nicht so viel schleppen muss).

Dann mache ich mich auf zum Pokemon Cafe. Das Pokemon Cafe befindet sich in der nähe der Tokio-Station. Um ehrlich zu sein, war ich vielleicht 1x in der Tokio Station und bin auch noch nie dort im Viertel rumgeschlendert (Harajuku und Co. fressen zu viel Zeit). Natürlich war ich gut vorbereitet (geht so) und versuche den Weg zu finden. Irgendwie finde ich das Cafe aber nicht so recht. Hier sind alle Gebäude so hoch. Ich halte an und frage eine Dame. Die weiß es auch nicht so genau schickt mich aber schon in die richtige Richtung. Dann kommen mir zwei junge Frauen entgegen. In der Hand: Eine Pokemon cafe Tüte. Jackpot! Also frage ich nochmal nach. Natürlich bringen mich die beiden bis zur Tür (die 100m um die Ecke war, aber etwas versteckt). Die berichten das es sehr toll war und sie Pikachu getroffen haben. Ich weine innerlich weil Smalltalk auf japanisch tatsächlich möglich ist ... obwohl ich so gemütlich in der Schule war, hahahaha.

Im Erdgeschoss erwartet einen schon diese knüffigen Wände:



Neben dem Pokemon Cafe, gibt es hier auch ein Pokemon Center. Da ich etwas früh bin, mache ich vorher noch einen Abstecher und gebe Geld aus. Irgendwie liebe ich Pokemon total.



Das Pokemon Cafe ist in der 5 Etage direkt neben dem Pokemon Center. Man kann hier aber nicht einfach so rein, man muss vorher reservieren. Das ist in vielen Themen Cafe's so. Ich habe ca. einen Monat im voraus reserviert und würde empfehlen dies in der kommenden Urlaubsphase jetzt im Sommer, auch mindestens einen Monat vorher zu tun. Als ich reserveirt hatte, waren nicht mehr viele Zeitslots frei, daher stand mein Besuch um 18:45h an. Ihr habt dann 90 Minuten Zeit im Pokemon Cafe, das reicht aber auch. Denkt daran eine Mail etc. als Bestätigung mitzubringen (auf Handy reicht) damit ihr auch wirklich rein kommt.

Von einer netten Bedienung werde ich zu meinem Platz geführt. Per Tablet kann hier bestellt werden. Auf meinem Platz warten auch schon die Artikel die ich bei Cafe reservierung mitbestellt hatte. Eine größere Auswahl ist im Cafe zu bestaunen. Einige Artikel sind jedoch so beliebt das sie ggf. vergriffen sind.



Ich lande am coolsten Tisch. Hier habe ich Evoli, Schiggy, Glumanda und Co. Ich hatte zuerst Angst, dass ich die einzige bin die alleine in das Cafe geht (Forever Alone und so), aber die Japaner bestätigen das, was man oft erzählt: Hier sitzen viele alleine. Nicht nur junge Leute. Nein, auch Geschäftsmänner und -frauen in Businessoutfits erfreuen sich am Cafe. Das ist Japan. Auch noch eine andere Sache die auffällig an Japan ist: Ich lief den ganzen Tag in Lolita rum. Ja, als Ausländer wird man schonmal angesehen, aber es ist nicht unangenehm. Aber niemand hat was gesagt. Ich habe nur positives Feedback bekommen. Auch in Tokyo Station, den Businessviertel. Wenn ich bedenke was man in Deutschland da schon mal so zu hören bekommt.. vielleicht denken sich manche Japaner ihren Teil, aber die behalten ihn für sich. Ich wünschte das wäre in Deutschland auch öfter so.


Per Tablet bestelle ich Pancake und eine Cola (mit Glas). Während alle noch Fotos machen fange ich schon an zu essen, ich habe Hungeeeeer!



Dann kommt aber auch schon der Chefkoch selbst vorbei: Pikachu! Pikachu lässt es sich nicht nehmen jedem Gast "Hallo" zu sagen. Es ist süss (auch etwas weird) aber ich geniesse die Unterhaltung einfach. Pikachu meint ich wäre sehr "kawaii", das lässt er mir durch seinen Helfer ausrichten XD



Pikachu hat sogar getanzt.



Nach 20 Minuten ist das Spektakel vorbei und ich mache noch ein paar Fotos bevor ich gehe. Eigentlich hätte ich bis 20:15h Zeit, ich bin aber müde und satt und beschließe meine Heimreise ein paar Minuten früher anzutreten. Der Weg zum Hotel ist heute länger (45 Minuten).




Das Cafe an sich ist "simpel" gehalten, hat aber irgendwie seinen besonderes Charme.
Ich lasse etwas Geld hier *hust* nein, eigentlich geht es noch für ein Themen Cafe und nehme dankend meine noch neu gekaufte Tasse entgegen (ja, ich weiß, wir haben zu viele zuhause aber die war zu schön!)



Der Rückweg zieht sich etwas. Die Bahnen sind immer noch voll. Im Hotel angekommen frage ich nach einem Paket für mich und tatsächlich: Der Hut ist angekommen!! Juhuu, danke Sachi !

Den Abend verbringe ich damit zu packen. Es wird knapp. Knapper als ich dachte. Gut, dass ich nicht noch mehr gekauft habe. Ich hatte schon ein "schlechtes" Gewissen weil ich nicht so viel gekauft habe aber anscheinend.. reicht es XD nächste Priorität haben meine Beine. Die Insektenstiche quälen mich, ich reagiere allergisch auf diese, deswegen schwillen sie auch an und pochen und jucken. Mit nassen Handtüchern um die Beine gewickelt versuche ich schlaf zu kriegen. Das ist aber nicht so einfach weil es einfach juckt und zweitens ich be***derte Chinesen auf dem Gang habe die einfach mega laut sind wenn sie nachts in hr Zimmer gehen. Generell ist zum Hotel folgendes zu sagen: Es ist gut. Die Angestellten sind hilfsbereit. Sie nehmen Pakete an. Aber: Es ist dezentraler als gedacht (mein fehler) und es wird nicht täglich sauber gemacht. das stand so nicht in der Beschreibung. Ich mein, mir ist das fast recht, ich mag nicht gern Leute im Zimmer haben und ich halte eh immer Ordnung aber ich glaube für den ein oder anderen Shopping-Touristen ist das ne mittlere Katastrophe. Müll muss man selber rausbringen. Aber die Küche ist halt sehr praktisch.

Naja, morgen geht es nach Narita. Ich werde aber die volle Zeit bis zum Check-Out ausnutzen (11h) da ich auch erst um 14h in Narita ins Hotel kann. Ich werde es vermutlich langsam angehen lassen. Ich bin ziemlich KO und die Beine machen halt ärger.

Viele Grüße in die Heimat!


Schlüsselsatz:
すみません、 パッケージがありますか?
Entschuldigung,  ist ein Paket (für mich) angekommen?

Donnerstag, 12. Juli 2018

Tag 20 - Treffen mit Mikako

Hallo Zusammen,

heute steht das lang geplante Treffen mit Mikako und ihrer Mutter an. Bevor es los geht, muss ich aber noch eine Kleinigkeit klären. Ich Trottel hab meinen Sommerhut bei Sachi vergessen. Es wäre für mich wäre jetzt okay gewesen, aber Sachi (ganz die Japanerin), bestand natürlich darauf mit den zuzusenden. Ich klärte also nochmal kurz ab ob das okay ist und los ging es dann. Treffpunkt mit Mikako war Shinjuku Station.
Irgendwie war ich aber sehr früh dran, deswegen machte ich noch flott eine Runde durch Shinjuku.



Dann ging es aber los. Diesmal sollte es nach Chuofu gehen. Erste Station war der Jindai Botanical Garden, hier war Mikako selbst auch noch nie. Es ist wirklich hübsch hier, doch die heutige Hitze erschlägt einen. So hüpfen wir von Schatten zu Schatten.






Nach einer kurzen Pause gehen in Richtung Tempelanlage. Choufu liegt ein wenig weiter weg vom Zentrum, daher ist er hier auch relativ ruhig. Wie schön. Reden tun wir übrigens heute überwiegend auf Japanisch. Aufgrund meines mangelnden Vokabulars ist es schon mal etwas schwierig, aber irgendwie schaffen wir es oder Reden notdürftig Englisch.


Reinigung bevor es zu den Tempeln geht

Perfekte Blütezeit,  so hübsch


In der Tempelanlage fast ein wenig versteckt, gibt es ein kleines "GeGeGe no Kitaru"-Cafe und Haus. In Deutschland nicht so bekannt, in Japan aber seit Jahrzehnten sehr beliebt. Der Anime handelt (ganz grob) von einem Jungen der für den Frieden zwischen Menschen und Geistern kämpft.

Mittlerweile ist es Mittag und wir kriegen Hunger. Also geht es in ein Soba Restaurant. Ich liebe Soba. Bevor wir in das Onsen gehen, checkt Mikako noch ob ich mein Tattoo abgedeckt habe. In Fukuoka im Onsen waren Tattoos ok hier in Choufu ist es etwas strikter. In Kyoto hatte ich mir, mithilfe von Yuis Beratung, wasserfeste Pflaster geholt. Wie Sachi, musste auch sie über mein Tattoo entzückt kichern und meinte das es kein Problem sein dürfte weil mein Tattoo zu niedlich aussieht.




Da Mikako und ihre Mutter ebenfalls ortfremd sind, müssen wir uns zum Onsen ein wenig durchfragen, erreichen es aber schliesslich.
Dieses Onsen ist grösser als das in Fukuoka und sehr traditionell. Es gibt neben einer heissen Quelle, auch ein eiskaltes Becken, einige Becken mit braunem(?) Wasser und sogar eine Sauna. Das braune Wasser ist sehr "Genki" also gesund, sagt mir Mikakos Mutter. Um ehrlich zu sein habe ich keine Ahnung in was ich da gesessen habe, abgefärbt hat es jedenfalls nicht. Ich habe auf dieser Reise einige Dinge getan, die Ich erst nicht verstanden habe oder die ich eigentlich nicht so gern tun wollte,  aber das war Sinn der Sache: Raus aus der Konfortzone!!


Vom Onsen aus gibt es einen Bus Service bis zum Bahnhof. Sehr praktisch. So verschlägt es uns noch eine Weile nach Shinjuku bis wir "Bye bye" sagen. Der Tag mit Mikako und ihrer Ma war sehr schön, ich schäme mich ein wenig für meine Japanischkenntnisse und verspreche bis nächstes Jahr mehr zu lernen!

Mich zieht es jetzt aber noch nicht ins Hotel, NEIN, ich muss einer Sucht nachgeben: Harajuku. Von Shinjuku aus auch nur wenige Minuten. Erster Halt ist im ClosetChild und ich werde hier sogar doppelt fündig: Ich habe mir ein Lolita JSK gegönnt und weiteres (sehr günstig weil SummerSale) und lerne zwei süsse niederländische Lolitas kennen: Lotte und Mairin. Lotte ist gerade länger in Japan und war sogar in der Kera Zeitschrift (mehrmals) und Mairin macht Urlaub. Die haben sind so süss und ich hoffe ich treffe die beiden bei einem grösseren Lolita Event wieder. Mit den beiden shoppe ich dann noch etwas bevor ich dann wirklich ins Hotel gehe, meine Füsse sterben XD


Es war ein ereignisreicher Tag. Morgen ist schon der letzte "komplette" Tag in Tokio. Dann heisst es schon Umzug in Richtung Narita da mein Flieger sehr früh zurück nach Deutschland geht.

Viele Grüsse in die Heimat!!


Schlüsselsatz:
また来年
 Bis nächstes Jahr