Samstag, 19. Oktober 2024

Tag 4 - Hallo Kyoto!

 Hallo Zusammen,

heute hieß es schon wieder Koffer packen und weiter: Wir fahren nach Kyoto!

Wir sind müde (so wie jeden Tag) und hungrig und bahnen uns unseren Weg bis zur Tokio Station. Das klappt auch alles sehr gut, der Nahverkehr in Tokio ist wirklich praktisch und gut.

beeindruckend, wie tatsächlich ganz ordentlich drei Menschenschlangenreihen für die drei Rolltreppen gebildet werden. In Deutschland wäre an jeder Rolltreppe vermutlich eine drängelnde Menschentraube.

Während wir gemütlich für Bento/Frühstück/Snacks für den Shinkansen schauen, sehen wir auch die langen, langen Menschenschlangen die an den Shinkansen-Ticket Verkaufs- und Reservierungsschalter stehen. Gut, das wir alles schon vor der Reise gemacht haben und am ersten Tag alles bei der netten Dame im Info-Center abholen konnten. Das spart unglaublich viel Zeit. Dieser Umstand führt auch dazu, das unser Shinkansen relativ leer bleibt (und das obwohl der erst für ab 12.03h ist). Man steht einfach sehr lange an diesen Schaltern und bis man dran ist, ist der Wunsch-Shinkansen weg oder es gibt den gewünschten Sitzplatz nicht mehr / keine mehr. Ich freue mich schon auf die nächsten Fahrten, die sind noch früher und ich hoffe, die sind auch so leer :D


auf die Minute pünktlich natürlich!

Die Fahrt von Tokio nach Kyoto führt am Berg Fuji vorbei den man bei guten Wetterverhältnissen auch gut sehen kann. Sitzplätze auf der richtigen Seite sind natürlich reserviert :)

FUJI! Leider im Wolkennebel versunken..

Pünktlich landen wir in Kyoto. Netterweise dürfen wir schon eine Stunde früher einchecken, was wir direkt ausnutzen und wir schlendern anschlißend durch den Kyotogyoen, ein großer Stadtgarten der quasi direkt vor unserer Unterkunft liegt:


Es sind diverse Cafes, Museen, Natur und Schreine auf dem Gründstück vorhanden und natürlich der Imperial Palast. Der ist aber zum Zeitpunkt zu dem wir hier rumlaufen schon geschlossen. Ist aber nicht schlimm, denn es ist auch so sehr hübsch:




Süss !!! Bringt sie uns Glück?



Langsam hat der Mann aber Hunger und uns verschlägt es wieder in Richtung Kyoto Station. Und auch weil ich noch Klamotten brauche. Es ist zu warm (27 Grad) und das was ich bisher eingekauft hatte ist für kühlere Temperaturen gedacht (die wir vermutlich hier leider nicht mehr erleben dürfen).

Kyoto Tower an der Kyoto Station/Bahnhof


Auf der Untergrund-Ebene werden wir essenstechnisch auch fündig. Heute gibt es Udon! 

yam

Nach etwas hin und her für mich auch mit ohne Zwiebeln. Es war lecker aber sehr heiß!
Gestärkt verlassen wir das Restaurant und suchen den Weg zum Avanti Kaufhaus das eigentlich einfach nur direkt hinter der Kyoto Station liegt. Tja, was so einfach klingt entwickelt sich zum Suchspiel, da durch die ganzen Etagen auch das GPS nicht exakt ist und Wege vorschlägt die gegen die Wand führen und/oder ins nichts. Ich denke, es kostet uns zwanzig Minuten bis wir endlich "on track" sind, es ist viel los und die ganzen Läden, Licher, Geräusche und Menschen lenken einen auch schnell ab.

Im Kaufhaus angekomen, zieht es uns direkt in den Klamottenladen "Avail". Ich lieb den einfach. Wir werden beide sogar fündig, doch die Shoppingtour hat Unterbrechungen: Erst zieht es mich und dann auch ihn immer wieder in eine gewisse Ecke: Zum Klo!

Ort des Attentats äh Geschehens..

Und wieder einmal möchte ich Japan für seine sauberen und quasi überall verfügbaren Toiletten preisen. Arigatou dafür!

Schnell beruhigt sich aber wieder alles und wir kommen endlich zur Kasse zum bezahlen und können sogar noch einen kleinen Don Quijote, zwei Etagen tiefer, einen Besuch abstatten. 


Hier finden wir einen superschönen Regenschirm mit Sonnenschutz. Den werden wir für die nächsten Tagen unbedingt brauchen!

Müde aber happy schleppen wir uns wieder zur Unterkunft.

Die Unterkunft ist wirklich sehr schön. Das Badezimmer ist riesig und wir gönnen uns ein schönes Bad und lassen den Abend in Ruhe ausklingen. Generell werden die Nächte hier so ruhig.. wir sind quasi mitten in Kyoto und schlafen mit offenen Fenster und es ist einfach so still.. ich liebe es!!


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Donnerstag, 17. Oktober 2024

Tag 3 - Jetzt aber mal eine andere Seite von Tokio sehen

 Guten Abend Zusammen,

auch heute melde ich mich wieder.

Nach zwei ziemlich hektischen Tagen mit vielen Menschen und allerlei Geräuschen von überall dachten wir, wir gönnen uns etwas mehr Ruhe, Tempel, Schreine, Natur und einen Ort für den man nicht erst 45 Minuten durch die Gegend fahren muss: Ueno.


Zur Verteidigung der Japaner sei gesagt, das Bahnfahren & Co. sehr praktisch und einfach in Japan ist. Innerhalb weniger Minuten werden etliche Kilometer zurückgelegt. Und alles pünktlich. Man erlebt als in Deutschland wohnender Mensch hier womöglich  also das erste Mal, wie schön es sein könnte wenn Nahverkehr vernünftig aufgebaut wäre..

Unser Weg führte uns also durch den Ueno Park und auch hier begleitete uns eine, wenn diesmal auch andere Geräuschkulisse: Vogelgeschreie äh Gezwitscher. Ein Blick auf eine meiner Lieblingsapps (Danke geht an eine gewisse Bürokollegin raus) verrät uns, das es sich hier um Vögel mit dem klangvollen Namen "Orpheusbülbül" handelt. Nun ja, zwischen den Geschreie dieser eben erkunden wir den Ueno Park und sehen uns den "Toshogu Shrine" näher an:




super alter Baum

ein kleiner Schrein für Prüfungs-/Testerfolge

Das Innere des Schrein ist leider für die Öffentlichkeit nicht geöffnet. Das Äußere ist aber schon beeindruckend:



es gab einen extra "Foto-Kamera-Ständer/Photospot" für das Handy.. da haben wir die Gelegenheit mal genutzt XD

ist übrigens echtes Gold :o

Nach so viel schönen Dingen ist uns aber ganz schön hungrig oder durstig oder beides und wir gönnen uns ein Kakigoori. Kakigoori ist im Grunde den Wassereis-Stäbchen die man in Deutschland kennt, ähnlich. Es ist geschabtes Eis was dann mit einer Vielzahl an Syrups getränkt werden kann.

hier ist jemand noch skeptisch..

Wir dachten erst "Hmm, ist ja nur Wassereis".. aber die Portionen wirkten groß und letztlich waren wir froh das wir uns eines geteilt haben. Es war die perfekte Abkühlung für den Mittag, die Sonne strahlt ohne Erbarmen bei 26 Grad und fast wolkenlosen Himmel.

Während wir vor uns hinschmatzen, stellen wir mal wieder fest wie sauber es hier einfach ist im Vergleich zu Deutschland. Hier fliegt kein Müll herum, obwohl es an manchen Orten wirklich kaum Mülleimer gibt und man gezwungen ist den wirklich lang mit sich rumzutragen XD

Nach der Stärkung drehen wir noch eine Runde um den Shinobazu Pond:


Man könnte hier auch Tretbötchen fahren, aber wir sind zu müde und die Sonne ist einfach heftig. Wir beobachten lieber die anderen während wir den Rest unseres heutigen "7 Eleven"-Einkaufs wegsnacken (aka Onigiri.. ich werde es so hart vermissen wenn wir wieder in Deutschland sind).

Der Teich ist vor allem für seine riesigen Lotospflanzen bekannt. Leider ist die Blütezeit schon vorbei (Sommer!) aber ich war überrascht wie "grün" sie diesmal noch sind:



Es gibt ja Menschen, die der Überzeugung sind, das sich das Klima nicht ändert. Doch, es ändert sich.
Je näher man am Äquator ist, desto gravierender sind die Auswirkungen zu spüren.  Ich war ja jetzt schon ein paar Mal in Japan *hust* und es ist schon bemerkenswert, welche Veränderungen es nun in 11 Jahren gibt: Vor 5 Jahren z. B., waren die Lotospflanzen um die Zeit schon verblüht, weil zu kalt. Ich werde diese Feststellungen wohl noch öfter auf der Reise machen, zuletzt heute (aktuell Tag 5). Irgendwie war ich auch auffällig oft im Oktober in Japan (WORAN KANN ES NUR LIEGEN?!?!?)

Ich werde den Besuch des Teichs später auch noch bitter bereuen. Dazu unten mehr. Erst einmal ereignet sich ein kleiner Notfall: Der Mann aka mein Freund aka mein Verlobter aka Travel Prince HAT Hunger. Alarm!

Zufällig ist ein Lokal seiner im Voraus schon bestimmten Lieblingsrestaurantkette in der Nähe: Ichiran. Er hatte sich Foodvideos vor der Reise angesehen.

Ich verstehe zuerst nicht recht, was so besonders an dem Lokal sein soll. Tatsächlich stehen wir sogar ca. 15 Minuten an, um einen Sitzplatz zu kriegen (wir haben Glück, wir sind nach der Mittagszeit und vor dem Feierabendlunch da). Als wir reingehen beginne ich zu verstehen, was er daran so toll fand:

Man kommt ins Lokal, bestellt seine Sachen an einem Terminal/Automaten (das kennen wir Europäer ja mittlerweile langsam auch). Dann wird einem ein Platz zugewiesen.


Jeder Platz kann mit zwei Klappholzwänden komplett isoliert werden, so dass man mit seinem eventuell unbekannten Sitznachbar gefühlt nichts zu tun hat. Niemand sieht was man wie isst oder wer da genau neben einen sitzt. Vor einem sind noch die Rollläden zur Küche hochgeklappt und man muss seine Bestellung via Ticket noch einmal durchgeben bzw hinlegen. So weit so gut.



Es ist in diesem Lokal nicht notwendig ein EINZIGES Wort mit irgendjemanden zu sprechen. INTROVERTS PARADISE also.  
Innerhalb kurzer Zeit wird einem das bestellte Essen serviert. Ichimen Ramen hat sich auf Tonkatsu Ramen spezialisiert. Das tolle hier: Man kann sich Würze etc. selbst zusammenstellen. Alles über einen kleinen Zettel auf welchen man die Optionen einfach nur ankreuzen muss. Kein Wort muss gewechselt werden XD Sobald das gewünschte Essen serviert wurde, werden die Rollläden vom Kochpersonal runtergelassen.

klassiches Tonkatsu Ramen für den Herrn

Das Restaurant hat zum Glück an verfressene Leute gedacht und es gibt einen "Call"-Button. Hier kann nachbestellt werden oder man äußert einen weiteren Wunsch:


Dieses Konzept einfach XD

Man hat sich noch ein "Boiled Egg" nachbestellt. Dieses wurde in Windeseile geliefert. Der leere Blick als dieses Ei in der kleinen Schüssel lag und darüber nachgedacht worden ist wie man es nun am leisesten zerbricht.. WIR HABEN SEHR GELACHT XD

Für mich gab es u. a. etwas süßes:

Matcha Wackelwabbel Pudding mit Soooooooss! War lecker!

Wir hatten generell eine sehr gute Zeit im Restaurant: das Konzept ist gut durchdacht, das Essen kam fix und schmeckte sehr gut, es ist fast alles selbst erklärend und man hat wirklich seine Ruhe. Wir kommen wieder :D

Gut gestärkt zog es uns nach dem "ruhigen" Tag dann doch noch in eine hektischere Ecke: Akihabara!
Zu unserer Verteidigung: Es lag auf dem Rückweg, wir müssten hier sowieso umsteigen.

Ich weise daher den Weg in Spielhallen, eine wilder als die andere und wir verlieren doch etwas Geld an Rhythmus spielen:


"Do your best" - "Dont give up" - Jetzt tut doch gar nicht so als ob ihr euch um unsere Gefühle kümmert, ihr wollt von uns Losern nur mehr Geld !!!!!!!!111!!!


hier war man etwas erfolgreicher

Nach dieser aktiven Geldverbrennung (Light Version weil unter 1000 Yen) schlendern wir noch etwas durch die Straßen bevor wir uns zufrieden aber übermüdet auf den Weg nach Hause machen:

bis bald vielleicht?

Auf dem Weg nach Hause holen mich meine Fehlentscheidungen ein: Mückenstiche!

In weiser Voraussicht halten wir an einem DrugStore und bewaffnet mit der berühmten "Mushi" Creme und einem Insektenschutz geht es in die Unterkunft. Dadurch das wir vor Abreise erkältet waren, war alles etwas durcheinander und ich habe den Insektenschutz Stift/ bite away vergessen. Welch fataler Fehler. Das werde ich noch in den nächsten Nächten spüren. Ich bin ein lebendes Insektenschutzschild in Japan.. zumindest für meine Mitreisenden.. :-| 

Viele Grüße ins kühlere Deutschland. 

Wir beneiden euch gerade :D

Am nächsten Tag werden wir schon nach Kyoto weiterfahren !


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Mittwoch, 16. Oktober 2024

Tag 2 - Warum ist es so voll und noch so warm?

 Guten Abend Zusammen,

mit nicht ganz so großer Verzögerung kommt nun der Recap zu Tag 2. Das war der Montag (14.10). Hier ist es nun grad Mittwochabend, wir ja also! :D

Die Nacht war nicht der Rede wert. Ich habe ziemliche Ohrenprobleme gehabt und eine Position zu finden um zu schlafen PLUS die ganzen Eindrücke des langen Tages.. also wenn wir zwei Stunden zusammen gekratzt bekommen haben, dann ist das viel. Letztlich hatte ich in dem Durcheinander dann auch keinen Wecker gestellt und wir sind erst um kurz vor 10h aufgewacht.

Jetzt aber los, los! Heute geht es nach Shibuya und Harajuku?

Was haben wir vor!?

Wir wollen den Pop-Up Shop von "MochiShiba" besuchen. Bei Mochishiba handelt es sich um eine süße Serie (für Kinder?) mit Shiba Inu. Die sind so süß. Leider kriegt man nicht so unglaublich viel an Sachen und umso glücklicher waren wir, als wir herausfanden das es noch bis zum 15.10. einen temporären Shop gibt!

Wie der Zufall es will, im selben Gebäude, gar auf der gleichen Ebene mit dem Pokemon Center und dem Nintendo Store.

Auf dem Weg dahin verlaufen wir uns versehentlich in das Shibuya 109. Oh, DIE Shopping Mall für Fashion? Verrückt!

Hier gab es zur Zeit auch ne Pokemon Collaboration für Make-Up/Pflegeprodukte. Und Fotowände!!

ich bin so groß wie von Felori bis zur Nasenspitze

der da ist so groß wie Felori das innere Ohr

Ich schleife meinen VERLOBTEN durch zwei-drei Etagen und breche dann selbst ab da ich weiß das die guten Preise / Klamotten doch eher in Harajuku liegen und wir schlendern zum Shibuya Crossing.


Es ist sehr warm in Tokio. 27 Grad, das hatte ich nicht erwartet. Nicht für mitte Oktober.




Solange die Menschen an den Ampeln zur Shibuya Crossing stehen, schaut alles noch gar nicht mal so beeindruckend aus. Aber wenn dann alles in Bewegung kommt, ist es schon krass!



Wir verlieren uns auf dem Weg zu unseren eigentlichen Ziel noch im Don Quijote. Es ist wie ein Vergnügungspark für Erwachsene. Aber da erst Anfang der Reise ist, wird mit Shopping gegeizt und wir schaffen es endlich ins PARCO (Shopping Mall) und zum MochiShiba Pop-Up Shop.



Leider waren schon einige Sachen ausverkauft, weil es der vorletzte offene Tag war. Eigentlich wollten wir einen weiteren größeren Plüsch kaufen, einen von denen haben wir schon Zuhause. Meine Schwester hatte diesen damals aus dem Ufo Catcher gezogen ( Japan 2017 - Tag 2 ). 

Habe daher nur ein Mini-Plüsch ergattern können:

"wan wan" - japanisches Hundegebell, in Lautschrift (kein Witz!).


bitte mehr von MochiShiba!

Wir waren, ganz nebenbei, auch im Pokemon Center dort. Es war ja nur 10m weiter. Meine Güte.. diese Menschenmassen. Wir haben nur eine kleine Runde gedreht und sind dann wieder rausgegangen. Man hätte fast bis zum Ende des Ladens anstehen müssen nur um zu bezahlen - Wahnsinn!
 Wir haben später über den Tag dann festgestellt, das heute "Sports Day" ist und viele frei hatten. Das erklärte auch die Menschenmassen überall.

Nun zog es uns aber nach Harajuku, denn ich habe ein dringendes Problem: Ich brauche Klamotten!
Ich kann es nicht lassen. Ich brauche wohl diesen Nervenkitzel, diese Gefahr out of Klamotten zu laufen. Nein, wenn ich ehrlich bin, bin ich einfach ein Geier und will so hielnpltz wie möglich im Koffer haben, hahaha


Es sieht hier, im Gegensatz zu Shibuya, voller aus als es ist. Die Menschen verteilen sich gut.

FAST AM ZIEL meiner TRÄUME angekommen, wird dem Mann so hungrig und wir müssen halten. Er schnappt sich irgendwas mit Chicken und Spicy, koreanisch, korean style chicken oder so.

2 Sekunden nach dem Foto wurde festgestellt das es sehr scharf ist :3
 
War aber trotzdem lecker, meinte er.

So, endlich weiter im Programm. 
ClosetChild, 2nd Hand Paradies - du hast meine Erwartungen übertroffen:

Fotos im Laden sind verboten und damit ich das Gefühl habe, euch beweisen zu können das ich da war, fotografiere ich jedes Mal diese blöde Schildertafel :D

Ich bin ehrlich gesagt überrascht gewesen wie viele tolle Klamotten da waren. Das was ich an spärlicher Ausbeute mitgenommen habe (3x Kleider, 1x Oberteil) ist jetzt schon gefühlt besser als aus den letzten zwei Urlauben zusammen (vor allem wenn man bedenkt wie viele ClosetChild Shops ich dafür aufgesucht habe). Einziges Problem gerade nur: Es ist zu warm um die Sachen zu tragen. Noch. Ab Sonntag soll es deutlich kühler werden (20 Grad). Wir hoffen darauf!  & NATÜRLICH war ich auch im Unterwäscheladen meines Vertrauens. Der hat sich leider verkleinert und auch die Auswahl war diesmal nicht ganz so toll, daher gab es hier nur ein neues Teil :( 


Was generell diesmal in Japan noch stärker auffällt: Unglaublich viele Touristen. Der schwache Yen lockt die Leute ins Land. Leider macht dass das Erlebnis Japan irgendwie etwas kaputt, da sich einige echt ziemlich daneben benehmen. Nicht ohne Grund wurden in den letzten Monaten ganze Distrikte/Orte für Touristen gesperrt... hach.. Menschen..


Wir laufen hin und her und sind einfach sehr, sehr müde. In der Bahn zurück, natürlich gefühl 30 Sekunden bis wir an der Zielhaltestelle aussteigen können, wird mir schwummrig und ich muss mich tatsächlich hinhocken bis der Zug hält.Ich bin übermüdet, gestresst, erkältet. Ich brauche etwas Erholung wohl. Legenden besagen übrigens  das ich in diesen Minuten noch blasser/weißer war als sonst. :D

Nach einer kurzen Verschnaufpause auf Wartegleisen schleppen wir uns gegen 19h nach Hause und schaffen es nur noch schnell was zu essen im "7 Eleven" zu holen. Der ist praktischerweise wirklich nur 10 m von unserem Ryokan entfernt. Es gibt heute also Instant Ramen/Udon-Suppen. Sind okay. 


Später am Abend gibt es einen heftigen Rück.. nein, gleich mehrere. Ist da grad ein Auto in das Haus gefahren? Wir sind kurz verwirrt. Nein, es war tatsächlich ein Erdbeben. Es hat echt ein paar Sekunden richtig gut gewackelt und gepoltert. Das erste Mal aktiv ein Erdbeben mitbekommen in Japan! Wow! Man hört danach nichts. Die Menschen in der Region Tokio kennen das, da ist dieses kleine Erdbeben (Stärke knapp 4,0) ein Witz und nicht mal einen erschrecken Ruf wert.


Und genau! Wir übernachten die ersten drei Nächte in einem Ryokan! Leider haben wir kaum Fotos gemacht weil wir einfach extrem geschlaucht waren von allem. WIll mich nicht wiederholen, aber ich bin echt schockiert wie einem im Nachhinein ein grippaler Infekt so schlauchen kann bzw. an die nicht richtig los wird.. das Timing ist mehr als beschi*sen... aber nun hier, Fotos vom Zimmer:


leider in Aufbruchstimmung fotografiert


Solche Bäder hätte ich wirklich super gern auch in Deutschland! Wie Premium ist das bitte so einen Platz für die Vordusche zu haben mit Spiegel und Hocker z. B. ?!


der süße Vorgarten zum Ryokan

Sorry, dass war es nun von Tag 2.

Tag 3 kommt vermutlich auch zeitnaher! Vielleicht schreibt dann auch der andere mal.

Liebe Grüße in die Heimat!



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Dienstag, 15. Oktober 2024

Tag 1 - Start mit Schwierigkeiten

 Hallo Zusammen,

es tut mir leid, das erst jetzt ein Eintrag kommt. Einige hatten sogar schon gefragt (wie süß seid ihr bitte?!). Und hier kommt nun hoffentlich das was ihr erwartet inkl. allerlei Logik- & Grammatikfehler - LETS GO ! Schön das ihr dabei seid!

Die Tage vor Abreise standen unter keinem günstigem Stern: Eine Woche vor Abreise wurden wir krank. Und auch bis jetzt ist noch nicht alles wirklich gut.. mal sehen wohin das führt.

Erst mein Freund, dann ich. Dicke Erkältung, man ist einfach platt. Etwas surreal war dann der Tag der Abreise, besonders für mich, ich habe auf dem Weg dorthin irgendwie nur vor mich hingelebt. 

Mein Schwiegerpapa in Spe war so lieb und hat uns am Abend vor Abflug zu unserer Unterkunft nahe dem Flughafen Brüssel gefahren. Leider ist gerade auch Ferienbeginn und wir brauchen eine gute halbe Stunde länger. Darauf werden sich erst einmal fette Fritten in Brüssel gegönnt.


Die Nacht in Brüssel war durchwachsen, genauso wie die letzten gefühlten 5 Nächte auch schon. Ich bin richtig dick erkältet nun. Aber bringt alles nichts, der Flieger wartet nicht auf einen. Wir packen also todmüde und leicht aufgeregt / nervös alles zusammen, bestellen uns ein lokales Uber und lassen uns zum Flughafen transportieren.

Am Flughafen angekommen, ist viel los aber weniger als ich befürchtet habe. Pünktlich geht der Check-In Schalter auf und wir stehen fast nur mit Japanern für unseren Flieger an.

Der erste Flug geht relativ flott um, im Landeanflug denke ich, mir platzt der Kopf aber nun, er ist noch dran. Vorfreude auf Flug 2 ist kaum zu halten. In Helsinki vergeht die Zeit auch flott und es geht ab in den zweiten Flieger. Was soll ich sagen? Es wird nicht besser. Egal wie oft oder nicht oft man Langstrecke fliegt.. es ist immer gleich ätzend. Leider ist der Flieger auch voll, es bleibt also kein Platz oder so leer und wir ringen um jede Minute schlaf die man kriegen kann. Und meine Nase läuft auf einmal ohne Ende.. kurz und knapp: Es ist einfach ekelhaft!


aber schöne Aussicht.. zumindest für die ersten 90 Minuten dann musste alles zugemacht werden.

Irgendwann sind auch diese ekelhaften Stunden um und wir schleppen uns durch den Zoll, Einwanderungsbehörde. Obwohl man das seit neuestem auch vorab Online vorausfüllen kann (Wow, Japan, ich bin echt stolz auf euch!), dauert alles seine Zeit. Als wir am Kofferband ankommen, fahren unsere auch schon Kreise und ich kann endlich auf die Toilette hüpfen und versuche zu retten, was zu retten ist, Ergebnis so lala.

Da der Tag eh schön ätzend und lang und verschwendet ist, haben wir ausgemacht das wir uns direkt um alle anderen Angelegenheiten kümmern: Also den JR Pass holen, die Sitzplatzreservierungen und mein Freund benötigt auch eine IC Card für die Bahn (weil einfach praktischer!).

Am JR Büro am Flughafen Narita werden wir von einer sehr freundlichen Dame bedient die uns den JR Pass in windeseile ausstellt und sogar unsere Online-Reservierungen schon sieht und einfach direkt alles ausdruckt. Ich könnte hüpfen vor Freude. Das spart so viel Zeit. Auch generell, das der JR Pass nun ebenfalls ONLINE reserviert werden kann. Japan ist wirklich in der Moderne angekommen!

Leider gibt es die IC Card für Touristen nur als einmalige 28-Tage-Option. Mein Freund kann seine nun erhaltene Karte also nur für diese Reise nutzen. Schade.

Nun geht es samt Gepäck, Jetlag, Krankheit, Schlafmangel und so in den Zug bis zur Unterkunft. Der Flughafenname "Tokio Narita" suggeriert irgendwie das man ja in Tokio landet, tatsächlich ist man aber eine Stunde entfernt (mindestens). Mit einem Express fahren wir Richtung Tokio und landen nach etwas hin und her in der Unterkunft.




Unsere erste Unterkunft ist ein Ryokan und wird von einem alten Herrn geführt. Englisch ist nicht wirklich drin, aber Engagement! Es ist sehr gepflegt hier und riecht so schön typisch nach Holz.

Erste Amtshandlung: DUSCHEN! Übrigens ein eher traditionell gehaltenes Badezimmer mit Platz zum abduschen/säubern und dann kann man in die Wanne steigen. Ich lieb es doch!

Todmüde und platt beschließen wir aber noch ein geplantes Ziel zu besuchen: Den Tokyo Sky Tree.

Umstiegsplatz in Richtung Sky Tree

Am Sky Tree angekommen zieht es uns sp*ckos erst einmal in das Pokemon Center:






Für meinen Freund ist es das erste Mal in Japan, dementsprechend erschlagen und begeistert und verwirrt und happy und 10000 andere Gedanken befinden sich in seinem Kopf.


Übrigens habe ich heute auch Geburtstag (ganz nebenbei) und lasse das dem Pokemon Center -Mitarbeiter natürlich wissen. Dieser übertrieben engagierte Mensch fängt fast an zu singen und erzählt mir etwas davon wie sich alle im Team und besonders das Pokemon "Solgaleo" freuen (es ist wohl das Pokemon des Monats dort.. aber dont judge me, mein japanisch ist schlechter denn je und ich bin einfach übermüdet). Auf jeden Fall klatsche ich mit dem Plüsch Solgaleo ab und erhalte meine GEschenke!


Nun geht es aber auf zum Sky Tree! Wir wollen Tokio von oben sehen! Wir stolpern dabei über etwas zu deutsches...




Oktoberfest! .. Im Oktober.. nun, wer kann es Ihnen verübeln? Es läuft leider ganz schreckliche Ballermann(?) Musik dabei LMAO 

Auf in den Sky Tree!

Auf!
IN!
DEN
SKY TREE !!!!!!






...


es geht nicht


"all tickets are sold out for today"


WTF? Man hätte reservieren müssen?! 
Wir sind zu müde um uns zu lange darüber zu stören. Aber es wäre so schön gewesen


Daher gibt es nur billige Fotos vom Boden etwa 10m höhe oder so und nicht ein paar 100

dokidoki




<3 <3 <3

Wir sind am ende.

Wir schaffen es irgendwie nach Hause.

Die Nächte waren schwierig. Die nächste wird es auch werden. Meine Ohren knistern und knacken. Ich will Japan einmal einfach gesund erreichen.

Ich bin aber beeindruckt wie gut sich mein Freund schlägt, das erste Mal Japan ist echt erschlagend aber er nimmt es gut auf :D

Ahja, und Mückenstich hab ich auch schon abbekommen. Happy Birthday X'D

Ich glaube, wir haben aber auch einfach dieses.. wie nennt sich das.. dieses Jetlag heftigst abbekommen.. und wir sind einfach nicht fit vor Abreise gewesen.


Mückenstich Counter: 1

Nächte mit mehr als 5 Stunden schlaf: 0


Danke fürs lesen. Wir hängen hinterher mit den Einträgen. Es war ein sehr schwieriger Start mit wirklich (ich mein es leider ernst) kaum schlaf.