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Samstag, 27. Mai 2017

Tag 6: Das wünderschöne Kamakura

Hallo Zusammen,

und schon ist der sechste Tag hier in Japan vorbei. Die Zeit fliegt.
Wir hatten uns gestern Abend kurzfristig entschieden unsere Ursprungsplanung zu ändern und sind heute bereits nach Kamakura gefahren.

Bevor ich weiter schreibe:
ACHTUNG!! Viele Fotos!
VIDEOS folgen!

Kamakura ist eine alte Stadt mit vielen historischen Kulturgütern. Einmal die Stunde fährt von Akabane Station die Shonan-Shinjuku Line direkt nach Kamakura durch, was ziemlich komfortabel ist. :)
Letztlich mussten wir uns dann fast ein wenig beeilen um diesen Zug zu bekommen da mir auffiel das ich noch Frühstück kaufen musste. ^__^6
Nach ca. 70 Minuten Zugfahrt und gereizten Nerven, weil wir das lautstarke Geplärre und Geprahle von Amerikanern(?) mitanhören mussten (es handelte sich hier nicht um Teenies, nein, nein, hier versuchten sich Erwachsene gegenseitig mit gefährlichen Halbwissen über Japan - Land & Leute zu übertreffen), errreichten wir jedenfalls Kamakura.

Im Gegensatz zum vorigen Tag war heute einfach GENIALES Wetter. Sonnig, aber nicht zu warm, einfach super um den ganzen Tag draussen zu verbringen und Sightseeing zu machen.
Da wir noch leicht angenervt von den "anderen Ausländern" waren, beschlossen wir den Ausgang aus Kamakura Station zu nehmen den diese Gruppe nicht nimmt und fingen so mit der "Shopping Street" vor dem Tsurogaoka Hachiman-gu Schrein an.


Skullina mit Totoro vor einem Ghibli-Store (den wir aber nicht betraten)

Die Einkaufsstraße bietet viele schicke Cafés und Läden mit einer Vielzahl an aussergewöhnlichen / ortsüblichen Artikeln und Speisen. An diesem sonnigen Samstagmittag war die Straße sehr gut besucht.

Da Skullina und ich die letzten Tage genug "Shopping" hatten und wir sehr neugierig auf die Tempel und anderen Sehenswürdigkeiten waren, bahnten wir uns ohne goße Umschweife einen Weg durch die Straße und erreichten dann auch schon unser erstes Hauptziel, den Tsurgaoka Hachiman-gu Schrein und die Anlage:




Wir hatten sogar die Gelegenheit eine Hochzeitszeremonie mitzuverfolgen:




Als wir uns endlich hiervon wiederlosreissen konnten, erklommen wir die Stufen zum Schrein und entdeckten so manches:

Stolze Usai die Treppen gestiegen ist

uns wurde nett "Konnichi wa" gegrüßt
Wir standen ehrlich gesagt ein wenig dumm in der Gegend bzw. in diesem Treppen herum weil wir versucht hatten eine Motte/ einen Falter zu fotografieren als uns die Shinto-Leute entgegen kamen. Leider ist keines der Fotos etwas geworden, deswegen auch kein Foto vom Falter hier. X'D

DAFÜR haben wir aber Bekanntschaft mit anderen Tieren gemacht: Ameisen, Wespen und so die in Japan immer deutlich größer sind als ihre europäischen Verwandten. @__@
Auch hatten wir schon Koi und Schildkröten erspäht (siehe Fotos weiter unten), doch dieses putzige Tierchen hat sich erstmal für diesen Blogeintrag vorgedrängelt:


Dieses süße Eichhörnchen (?) lief (fast schon fordernd) auf dem Bambuszaun hin und her und lies sich fast schon füttern. So ein Verhalten wäre von Eichhörnchen bei uns undenkbar, so vorsichtig sind die.



Skullina hat es sogar gestreichelt und wir haben die Beobachtung gemacht das es auch gerne nach ihrem Finger geschnappt hätte.. :O


Ein Tier habe ich noch nicht erwähnt, vielleicht ist euch bereits aufgefallen das Skullina eine besondere Zuneigung für Tauben zeigt.
Die Taube Japan's ist weniger scheu/schreckhaft wie die Taube in Deutschland. Diese Beobachtung hatten wir die letzten Tage bereits gemacht. Nun haben wir gelernt das die Tauben in Kamakura sich auch auf einen setzen wenn man etwas Futter dabei hat:

Skullina im Paradies


Der Teich war einfach nur wunderschön:


Und er beherberget auch hier wieder viele Koi die ganz gierig nach Essen schnappten und sich auch streicheln liessen *Usai approved* :




Wir genossen den Anblick, spazierten durch den Rest der Tempelanlage. Das Ganze hatte auf uns auch einfach eine beruhigende Wirung. Am Ein- bzw. Ausgang sahen wir das Hochzeitspaar wieder:


Unser nächstes Ziel war nun der Hokokuji Temple bzw. der Bambusgarten. Dieser befand sich ca. 3km entfernt. Wir bahnten uns daher unseren Weg durch (Seiten)straßen die aber teilweise sehr schön anzusehen waren:


Generell sind wir sehr viel gelaufen an diesem Tag, u. a. durch typische Wohngebiete..


..und erreichten nach einer kurzen Mittagspause dann auch endlich Hokokuji Temple. YAY!


Der eigentliche Tempel, ist hier fast schon Nebensache, der Bambusgarten ist das was beeindruckt und wohl auch die meisten Leute hierhin verschlägt:


kleine Goldfischchen am Eingang
Anzumerken ist, dass diese Sehenswürdigkeit weit weniger "Ausländer" anzieht bzw. wesentlich unbekannter zu sein scheint (jetzt im direkten Vergleich mit dem Tsurugaoka Hachiman-gu Schrein). Am Eintritt von 200 Yen (+ 500 Yen wenn man frischen Matcha Tee dazu haben möchte) wird es hoffentlich nicht liegen. ^__^6
Dabei ist der Garten echt schön aber seht selbst:









(Ein Video folgt auch hier.. GOMENASAI X'D )

noch ein schönes Erinnerungsfoto und weiter geht es :-3) 
Unser drittes und letzte Ziel war nun an der Reihe: Daibatsu Buddha (Temple).
Hierfür mussten wir nun erst den Weg zur Kamakura Station zurück (ca. 3,6km) und dann noch einmal 2,5 km zum Daibatsu. Wir haben am Abend zusammengerechnet, und mit ein paar Umwegen die wir so gemacht haben (X'D natürlich), haben wir heute 10km zurückgelegt. Das nächste Mal leihen wir uns wirklich Fahrräder XD

Ein kleiner Tempel den wir auf den Weg vom Bambusgarten zur Station entdeckt haben


Auch eine Fahrt hiermit wäre möglich gewesen. Sieht auch richtig nett aus :-)
 Unser Weg führe uns über viele Straßen und Brücken und überall entdecken wir viele schöne Kleinigkeiten: Koi, Scholdkroten, exotische Blüten oder einfach auch nette Menschen die und einen schönen Tag wünschten und uns süss/hübsch fanden und dies uns ganz stolz in englisch(!!) mitteilten. Irgendwie sehr süss.


SCHLIESSLICH erreichten wir den Daibatsu und Tempel. Und wir waren sofort überzeugt: Der Weg hat sich mehr als gelohnt (und die 2oo Yen Eintritt sowieso)



Der riesige Buddha wirkt fast surreal, er ist faszinierend und macht einen Sprachlos:




Skullina ist fast nicht auf dem Foto zu sehen, so riesig ist dieser Budda



Der Daibatsu ist ein beliebtes Touristenziel, es waren viele Leute hier. Zum Glück waren wir zügig unterwegs an dem Tag und erreichten die Anlage sogar eine ganze Stunde bevor sie wieder schließt (Closing time: 17.30h).


 Die Anlage um den Buddha ist schön stimmig gehalten, die Wege sind dort wo eben noch Platz war, d. h. es wurden keine Bäume oder ähnliches abgesägt um Platz zu schaffen.

Wir genossen den Anblick des Buddha noch einige Zeit bevor wir beschlossen unseren (längeren) Rückweg anzutreten. Ich, Usai, habe wirklich schon einige Sehenswürdigkeiten gesehen, doch der Daibatsu ist eines der schönsten/besten die ich bisher gesehen habe und er wird mir besonders in Erinnerung bleiben.

Um ca. 19.30h in Tokyo wieder angekommen brachten uns unsere müden Beine nur noch schnell in den Seiyu für Abendessen. Es war ein wirklich schöner und ereignisreicher Tag, wir haben +300 Fotos gemacht und viel gesehen und erlebt aber das sprengt den Rahmen.

Wir empfehlen jedenfalls JEDEM der einen Tag "frei" in oder um Tokio hat, einen Abstecher nach Kamakura zu machen und das alte Japan auf sich wirken zu lassen.