Posts mit dem Label Tokio Haneda werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tokio Haneda werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 9. Dezember 2025

Tag 10 - Abschiedsrunde in Hakata und ab nach Tokio

 Nochmal hallo,

 der letzte Tage war in Fukuoka angebrochen. Warum vergeht Zeit immer so schnell, wenn man Spaß hat?

Mit etwas Mühe *hust* packe ich meinen Koffer. Ich habe zur Zeit nur einen großen Koffer. Einen zweiten konnte ich noch nicht finden. Das wird mein erstes Ziel in Tokio werden. Sachi hat heute noch frei und fährt mich netterweise bis zum Bahnhof. Hier treffe ich gleich Yuko und Tetsuya. Die beiden wohnen eigentlich in Fukuma, kommen heute aber nach Hakata damit wir uns zumindest ein paar Stunden sehen. Yuko war die Tage vorher in der Nähe von Tokio bei ihrer Schwiegertochter, deswegen ging es nur heute (ich hab auch echt einiges an Geschenken bei - das muss weg XD). 

Sachi hält, unkonventionell wie immer, einfach irgendwo am Bahnhof (es gibt auch spezielle Drop off Plätze, aber das wäre ja viel zu gewöhnlich und unpraktisch). Beim Abschied bin ich doch etwas traurig und verdrücke zwei Tränchen. Sachi sagt aber, wir brauchen nicht traurig sein - wir sehen uns ja wieder! Sie möchte eigentlich auch nach Deutschland kommen, und neben mich auch Sarah besuchen (ebenfalls eine ehemalige Sprachschülerin). Es ist aber etwas schwierig, Sachi möchte ihre Mama nicht alleine lassen und es steht ab Februar auch erst einmal eine größere Renovierung ihrer Wohnung an, Sachis Mama soll bald bei ihr einziehen und es wird einiges modernisiert. Das kostet natürlich auch einiges. Ich bin gespannt, wie es aussehen wird. Vermutlich werde ich aber erst in zwei Jahren wieder nach Japan kommen können (dann mit meiner besseren Hälfte und/oder einer Freundin).

 Ich schlendere durch den Bahnhof, gebe mein Gepäck temporär in einem Shop in der Nähe ab, und erwarte Yuko und Tetsuya. Pünktlich begrüßen mich die beiden. Die beiden sind immer voller Energie, beosnders Yuko! :D

Wir entscheiden uns für einen Spaziergang und gehen zum Rakusuien Garten und zum Sumiyoshi Schrein mit einem angrenzenden kleinen Teehäuschen:








DANKE!

hier versteckte sich ein kleiner Spiegel im Mini-Schrein





Im kleinem Garten mit Teehäuschen können wir auch aus der Ferne eine kleine Teezeremonie beobachten. Ich erzähle den beiden das Sachi gerade die kunst der Teezeremonie lernt und die beiden sind sehr beeindruckt und fragen mich wie der Ablauf ist - für Japaner ist das Halten von Teezeremonien auch schwierig. Früher gehörte das zum guten Ton und es wurden wichtige Gespräche geführt. Heute hat es eher einen traditionellen oder auch kultivierenden Hintergrund, für Achtsamkeit und ide Wertschätzung des Augenblicks. 

Leider ist heute nicht so viel Zeit und Tetsuya muss tatsächlich auch noch arbeiten nachmittags. Wir bringen Tetsuya also zurück zum Bahnhof und Yuko und ich genießen noch eine süße Kleinigkeit in einem Cafe an der Hakata Station:

 


 

Wie bereits erwähnt, Bahnhöfe in Japan sind nicht einfach Bahnhöfe. Das klingt vermutlich befremdlich wenn ich sage "ich habe den ganzen Tag eigentlich am Bahnhof/an der Station verbracht" aber in Japan sind es "Vergnügungsparks", oft mit mehreren Shopping Malls die unzählige Restaurants, Cafes und Co. beihalten. Bei schlechten Wetter gibt es hier immer genug zu tun. Das würde ich mir in Deutschland auch echt wünschen. 

 

Yuko und ich reden viel und langsam wird es Zeit aufzubrechen. Yuko ist so lieb und begleitet mich zum Flughafen. Der Flughafen in Fukuoka liegt UNVERSCHÄMT günstig. Einfach nur 10 Minuten vom (Haupt-)bahnhof in Fukuoka.  Es ist so bequem und stressfrei. Wir geben mein Gepäck auf und vor der Sicherheitskontrolle verabschieden wir uns. Die Zeit war viel zu kurz. Bitte kommt nochmal nach Deutschland!! Danke für alles!

  

Der Flug verläuft relativ ereignislos, wir haben etwas verspätung. Auch mein Gepäck kommt NATÜRLICH als eines der letzten. So verpasse ich einen Direktbus, der mich fast direkt bis zur Untekrunft gebracht hätte. Leider fährt dieser nur alle 50 Minuten. Da es schon spät ist, ich müde bin und meine Unterkunft auch eine Sperrstunde hat (bzw. ich den älteren Herrn nicht unnötig wach halten möchte) beschließe ich die Straßenbahnen/U-Bahnen zu nehmen. Ich muss zweimal umsteigen. Besonders die letzte FAhrt ab Akihabara ist etwas ätzend, es ist sehr voll, warm und mit Gepäck (22kg wiegt der große Koffer, mein Handgepäck vermutlich um die 5kg) nicht so praktisch. Ich bin echt froh, als ich nach 20 Minuten endlich aussteigen kann. 

Ich habe unzählige Bahnhöfe mittlerweile in Japan gesehen, aber das menschliche Gedächtnis ist echt toll. Ich weiß tatsächlich den Weg noch. Die Unterkunft heute hatten wir letztes Jahr auch schon gewählt. Es war sehr ruhig/sicher (und günstig) und daher hatte ich diese nochmal gewählt. Es ist ein altes Ryokan. Nach ca. 10 Minuten Fußweg bin ich da. Kurz vorher noch in den Seven Eleven rein, dieser ist wirklich fast gegenüber von der Unterkunft - Super praktisch.

Der ältere Herr erwartet mich auch schon, zeigt mir kurz alles im Zimmer und dann ist auch endlich Zeit für eine Dusche und für das Bettchen. Es ist mittlerweile fast 22h.


 

Viele Grüße!

Ab morgen ist Weihnachtsshopping angesagt :) 

Samstag, 29. November 2025

Tag 1 - Nach der Dienstreise kommt der Urlaub!

 Hallo Zusammen,

jaaaaa~ ich weiß, der letzte Reiseblog wurde abgebrochen. Ist doof. Wir waren einfach zu platt. Wir sind erkältet in den Urlaub damals gesetartet und das hat ziemlich an den Kräften gezehrt. Eigentlich wollte ich die Berichte immer nachholen, aber .. dann kam der Alltag und Tage, Wochen und Monnate vergingen.. und nun bin ich schon wieder hier - in JAPAN!  

Ich bin eigentlich schon 2 Wochen in Japan. Diesmal aber nicht nur privat, sondern die ersten zwei Wochen war ich dienstlich unterwegs. Ich hatte die Möglichkeit an einer Universtität/Institut zu hospitieren. Seit kurzen ist diese ein strategischer Partner meines Arbeitgebers in Aachen. Es war eine extrem tolle Erfahrung von der ich hoffe das beide Seiten langfristig von profitieren können. Ich bin dankbar für die Möglichkeit und die außerordentliche Gastfreundschaft der Kollegen dort. Da es eine Dienstreise war und es auch um vertrauliche Dinge ging, kann ich nicht weiter auf Details eingehen, daher starte ich den kleinen Reiseblog auch erst jetzt offiziell. 

Bevor es aber losgeht, ein paar Eindrücke der ersten zwei Wochen in Tokio:


Täglicher Blick nach Feierabend. Wenn wir an unserer Heimat-Metro-Station angekommen sind wurden wir mit diesem Anblick belohnt.

Kunst im Foyer der Universität

Am Sonntag (und knapp 2 Tage ohne Schlaf) MUSSTE jemand trotzdem nach Shibuya

süsses Event mit My Melody & Kuromi

auch nach Ikebukuro ging es noch am selben Tag - Hier gab es ein Fashion Event von Axes Femme im Sunshine Plaza


Am Wochenende zwischen den beiden Arbeitswochen haben wir uns für eine geführte Tagestour um den Mount Fuji entschieden. Hier stehe ich vor den Quellen von Owakudani.

wenn man nicht viel Zeit hat, ist so ne Tagestour ganz gut, aber man hat an den Orten echt nicht viel Zeit (haben 5-6 Orte besucht für je 30-40 Minuten nur)

FUJIIII!! Wir hatten extrem VIEL Glück mit dem Wetter und konnten ihn klar sehen!

5 Minuten später ging es schon schnell zurück zum Tourbus und ab zur nächsten Station XD

Am letzten Mittwoch war das Wetter so schön, da konnten wir die Pause etwas verlängern und waren am Zojoji-Tempel unterwegs




anderer Ort in Tokyo. Herbst in Japan ist eine wunderbare Zeit!!



Gestern Nachmittag war dann das Arbeitsprogramm durch und heute Morgen hieß es dann: Sachen packen und ab in den Urlaub!

Ich habe mich von meiner Kollegin verabschiedet (sie wartet auf ihren Mann und bleibt noch in Tokio) und machte mich dann auf in Richtung Flughafen: Kagoshima, ich komme!

 

Am Flughafen erwartet mich auch schon die erste größere Herausforderung: Ich habe Übergepäck. 2,8kg müssen vom großen Koffer irgendwie ins Handgepäck. Praktisch wie Japan ist, gibt es hier spezielle Tische an denen man sein Gepäck nochmal in Ruhe und sauber öffnen kann um nochmal umzupacken. Nach zwei Versuchen schaffe ich es dann auf 19,5kg runter. 


YES!


Also Gepäck abgegeben (an der automatischen Gepäckaufgabe), durch die Sicherheitskontrolle (anders als in Deutschland muss man hier nicht jedes elektronische Gerät einzeln auspacken, auch die Flüssigkeitsmenge ist hier lockerer gehandhabt) und am Gate dann auf den Flieger warten. Wenn man nach der Sicherhitskontrolle auch noch etwas kaufen will, wird man hier auch nicht bettelarm. Getränke aus dem Getränkeautomat kosten hier ca. 190 Yen (regulär 130 Yen) was in etwa 1,05€ entspricht. Jeder, der schonmal von Deutschland geflogen ist, weiß wie bitterböse die Preise sind (4,00€ für eine 0,5L Flasche oder so??!).

 Der Flug verläuft ereignislos - glaube ich zumindest - ich hab fast den gesamten Flug über geschlafen und meinen Fensterplatz suboptimal genutzt.


tolles Wetter!

Ab in den Bus nach Kagoshima - einzige Ausländerin of course!


 

Am Flughafen in Kagoshima angekommen, heißt es nun auch irgendwie nach Kagoshima zu kommen. Tatsächlich liegt der gleichnamige Flughafen nicht in Kagoshima (Stadt) selbst, sondern nur in der Präfektur und ist eine gute Stunde mit dem Bus vom Stadtkern entfernt. Der Flughafen ist überraschenderweise NICHT mit dem Zug erreichbar. So gar nicht. Es gibt keinen Bahnhof oder ähnliches! Das ist schon ungewöhnlich. Ich nehme also einen der (Reise)busse und fahre gemütlich nach Kagoshima. 

 Warum Kagoshima eigentlich?

Gute Frage, gute Frage. Obwohl die Dienstreise länger geplant war (die ersten Gespräche/Anfrage gab es im Oktober 2024) kam der endgültige Termin und zuletzt dann auch die Zusage zur Finanzierung recht spontan, nämlich erst im September 2025 bzw. Oktober 2025 zustande. Das lag u. a. an der rechtlichen Umformierungen / Fusionierung zweier Unis in Tokio als auch einfach in Aachen intern (im öffentlichen Sektor braucht es ein paar Genehmigungsschleifen mehr). Die Dienstreise war vom 18.11.-28.11.25 angesetzt, also im späteren Herbst. 

Daher dachte ich mir, das ich möglichst südlich fliegen möchte für gutes Wetter. Kagoshima ist die südlichste größere Stadt Japans, auf der südlichsten der vier Hauptinseln, Kyushu. 

Und hier war ich noch nicht. 

Und eventuell, ein wenig mentaler Grund, möglichst weit weg von Tokio um Abstand von der Arbeit zu kriegen erstmal (quasi einen "Cut" machen um abschalten zu können). 

Das waren meine Bedingungen XD

Bzgl. Wetter werde ich wohl extremst belohnt, es ist an allesn Tagen 20 Grad vorhergesagt (IST DAS NICHT FANTASTISCH!!??!??! Und in Deutschland bibbert man bei 3 Grad oder so gerade?!??) 

 

Nun, nach ca. 55 Minuten steige ich an der zweiten Haltestelle aus. Tenmonkan. Downtown Kagoshima quasi. Von der Bushaltestelle runter sind es dann, mit Gepäck, dann doch 15 Minuten geradeaus eine Straße herunter bis ich meine Unterkunft für die nächsten Tage erreiche.

Es ist eine neulich eröffnete Unterkunft mit nur ein paar Zimmern die von einer sehr lustigen und gesprächigen Japanerin geführt wird. Die Unterkunft ist hübsch und sauber und meine Gastgeberin zeigt und erklärt mit alles genau, bringt mir einen Tee und ein kleines Geschenk zur Begrüßung. Ich packe aus, bin etwas müde aber muss nochmal raus. Ich brauche etwas zu essen und muss auch noch meinen Rail Pass einlösen. Also geht es nochmal in Richtung Station und ich merke, dass ich sehr verwöhnt von Tokio bin: Hier kommt nicht alle 4 Minuten ein Zug/Bus oder sonst irgendwas. Ich verpasse (?) meinen Bus in Richtung Bahnhof und habe die Wahl ca. 20 Minuten zu warten oder in der Zeit selbst dort hinzulaufen. Also wählich ich letzteres.

 

 

Am Bahnhof schließlich angekommen, werde ich erst einmal abgelenkt: 

 

 

WIESO!??!??

Kagoshima Chuo Station - das Riesenrad muss noch erklommen werden. Das riesige Pikachu Plakat ist mir schon im Flughafen Bus beim vorbeifahren aufgefallen XD

 

Da fahre ich "extra" in eine kleinere Stadt um Geld zu sparen und dann gibt es ausgerechnet JETZT ein temporäres Pokemon Center ?!?!? Da ich nun keine 100m davon entfernt bin, muss ich natürlich da rein. 

 

Ich wurde (natürlich) auch fündig, aber richtig toll, hier gab es noch etwas aus der "Wedding Edition", Artikel hierzu sind in den anderen Pokemon Centern einfach oft ausverkauft - also freue ich mich, mit Mirko am Handy, doppelt :)

 

Danach hab ich dann auch wirklich das gemacht, um das ich mich kümmern wollte: Rail Pass einlösen.

Der "große" / "allgemeine" JR Rail Pass lohnt sich m. M. nach (fast) gar nicht mehr, der ist einfach zu teuer geworden. Ein regionaler, wie dieser hier in Kyushu, rechnet sich jedenfalls schnell, ich habe ja u. a. eine Fahrt nach Fukuoka (Norden von Kyushu). Leider muss man für den Rail Pass für Kyushu aber leider noch persönlich in ein Ticketbüro am Bahnhof um diesen einzulösen/zu erhalten. Das war in Tokio immer etwas ätzend, weil einfach immer relativ viel los war. Hier in Kagoshima... NIEMAND XD . Ich komme direkt dran und kann auch schon direkt einen Sitzplatz (mit extra großen Gepäck, das ich ja leider habe XD) für den Shinkansen am Mittwoch reservieren. Bei großen Gepäck ist das nur zu empfehlen, da der Platz dafür im Shinkansen begrenzt ist - Japaner reisen für gewöhnlich nur für (sehr) kurze Zeit und haben daher SELTEN großes Gepäck. Reserviert man nicht, muss man eine zusätzliche Gebühr zahlen oder wird im blödsten Fall gebeten, den Zug zu verlassen aus Platzmangel.


winter illumination am Bahnhof <3

Auf dem Rückweg entdeckt: Food Trucks. Aber alle übervoll - roch so lecker

 

Was in Kagoshima auffällt: Die Leute sind entspannter, interessierter, sprechen mit und fragen einem Pro-aktiv. In Tokio sind die Leute einfach zu beschäftigt dafür. Es ist eine andere Mentalität. Egal wo ich heute bin, es gibt immer etwas Smalltalk. Vermutlich auch, weil es hier zwar auch Touristen/Ausländer gibt, aber ganz klar nicht so sehr wie in Städten wie Tokio oder Osaka.

 

LIEBE! - Ein japanischer Supermarkt, ca. 10 MInuten von meiner Unterkunft entfernt. Auch hier gab es Smalltalk an der Kasse XD

 

 

 

Müde kehre ich gegen 20.30h zurück, genieße eine lange Dusche, esse und gehe ins Bett. Mal sehen was ich am nächsten Tag mache, ich habe Ideen, bin aber noch unentschlossen.  

 

Liebe Grüße in die Heimat!

 

Sonntag, 29. Oktober 2023

Tag 22 - Der Eintrag zum letzten Tag kommt mit Grund so spät erst..

 Hallo Zusammen,

der Blogeintrag zum letzten Tag in Japan kommt spät, fast einen Monat später - ABER: Ich habe Gründe! SEHR GUTE GRÜNDE! Lest selbst:

Nun, aber erst einmal zum Tagesbericht:

Netterweise durfte ich meine Koffer in Toni's Zimmer zwischenparken, er hatte sich sein Zimmer eine Nacht länger gebucht um gemütlich chillen zu können vor der Rückreise. Unser Flug geht am heutigen Tag gegen 22h, ich bekloppte will aber noch den letzten Tag extrem ausnutzen und daher zieht es mich etwas vom Stadtzentrum weg:

Wie im letzten Eintrag angekündigt, musste ich ja noch ein "To Do" auf meiner Liste erledigen: Ein (neues) Riesenrad besuchen! Die Wahl fiel diesmal auf das Riesenrad am Kasai Rinkai Park, am Tokyo Bay. Die Fahrt dahin dauerte auch knappe 50 Minuten :D

da isset!

hallo!

Weit und breit ist auch kaum ein Mensch und ich bin fast die einzige auf dem Riesenrad. Das macht meiner Freude aber keinen Abbruch (GANZ IM GEGENTEIL, harharhar) und ich genieße die Aussicht.
Und mein Körper genießt, das er gewungen ist, fast 20 Minuten mal ruhig zu sitzen und nicht zu laufen. Mein Körper hasst meinen Geist - immer, nach jeder Japanreise.


Wetter sieht so mild aus aber war trotzdem recht schwül, haha



Nach der Rundfahrt und der Erkundung des Gartens (es ist wohl auch ein Aquarium hier, aber Aquarien hassen wir ja weil es Tierquälerei ist!) beschließe ich, ein noch unbekanntes (neues) Pokemon Center aufzusuchen. Mein Weg führt mich dabei vorbei an Disney Land. War im Zug auch unschwer zu erkennen an den vielen Kindern und Leuten mit Disney Klamotten/Taschen usw.

Hallo und Tschüss!

Nachdem ich dann ausversehen in Süd Funabashi ausgestiegen bin, anstatt in West-Funabashi (kommt davon wenn man einpennt während der Fahrt und dann nur hektisch Funabashi hört und rausspringt), komme ich mit ein wenig Verspätung langsam da an wo ich hin will. Das Pokemon Center befindet sich im "La La Port", dies ist ein riesiges Einkaufszentrum. Eines dieser Art gibt es auch in Fukuoka - dort gab es sogar einen riesigem Gundam davor ( Japan 2022 - Tag 25 - Fukuoka ).

als ich aussteige ist das "La La Port" noch mehr als 1 km entfernt. WHAT?! Japan?! Wie kann das sein? Die Shopping Mall ist nicht direkt am Bahnhof? Ich soll jetzt 1km laufen? Ich zweifelte schon kurz an Japan als ich dann aber merkte, dass der Weg zur Shopping Mall angenehmer und schneller geht als ich dachte:


Der ganze Weg war quasi mit Laufbändern gepflastert. OK Japan, nochmal Glück gehabt :D

In Windeseile erreicht man somit LaLaport. Es ist sogar ein Kino direkt daneben:


der neue Ghibli-Film!

Für Kino habe ich heute aber (wirklich) keine Zeit und ich schlendere durch die riesige Shopping Mall. Es gibt hier gefühlt alles: Etliche Cafes/Restaurants, Bekleiedungsläden, Möbelläden, Kinderspielzeugläden, Parfümerien und und und.


Nach einiger Zeit erreiche ich auch mein Hauptziel: Das Pokemon Center! 

juhuu~ schon wieder kann ich eines auf der Liste abhaken!



sogar ein Raum für das Trading Card Game!

Da ich unter der Woche unterwegs bin, ist es nicht voll hier und ich kann in Ruhe alles ansehen. Wie ich vermutet hatte, gab es auch hier noch "besonderen" Merch der in anderen (beliebteren/belebteren) Stores schon asuverkauft war. Wer also nach Sachen sucht, die sehr gefragt sind und oft ausverkauft, hat hier vielleicht Glück und findet sie noch. Ich empfehle!

Danach zieht es mich noch in diverse andere Shops und ich kaufe noch Souvenire. Mein zweiter Koffer hat noch Platz (leider noch viel, daher werden die Shoppingbags immer schwerer).

Brautmodenladen

Irgendwann werden die Tüten zu schwer und ich beginne mich auf den Rückweg zu machen. Es ist auch mittlerweile 15h und irgendwann muss ich ja doch den Flug kriegen. Der Flughafen befindet sich auch noch einmal gut eine Stunde außerhalb von Tokio. Auf dem Weg nach draußen stoße ich noch auf dieses süße, riesige Pikachu:

Auf Wiedersehen T_T

Nach gut einer Stunde komme ich langsam wieder in die Nähe des Hotels, gönne mir nochmal Kombini Snacks und genieße noch einmal kurz die Ruhe:

Random zwischenweg zu verschiedenen Bürogebäuden, sehr hübsch, in Hanzomon.

Im Hotel angekommen, chillen Toni und ich nochmal bzw. packen die Koffer noch einmal final und machen uns auf den Weg in die Lobby. Wir spielen heute einmal "reich" und gönnen uns ein Taxi zum Flughafen. Zu zweit sind die Kosten echt ok und angesichts der Tatsache das wir noch mehr als 24 Stunden unterwegs sind, wollen wir unsere Kräfte schonen.

In der Hotellobby versteht man unseren Wunsch (und ich werde wieder für mein SUPERGUTES japanisch gelobt - vollkommen ungerechtfertigt aber ich fühl mich trotzdem geschmeichelt) und innerhalb von 10 Minuten ist das Taxi da.

Die Fahrt dauert etwas länger, wegen Feierabendverkehr. Aber wir haben genug Puffer eingeplant, haha.

Ich kann einfach nicht anders. Dank geht raus an Toni, der ein Foto machen musste während wir von unserem Gepäck eigentlich erschlagen werden



Während Toni smoken geht, eskalier ich noch einmal kurz an einem Flughafen-Donki und fülle mein Handgepäck und noch ein wenig meinen großen Koffer. Jeder Zentimeter muss ideal (aus)genutzt werden!!

Wir checken erfolgreich ein und kriegen noch Plätze zusammen. Das Koffer wiegen dauert irgendwie etwas länger bei Japanese Airlines, dabei liegen wir mit allen Koffern noch gut unter der Grenze. Es wird trotzdem dreimal geguckt wie schwer alles ist.. interessant..

Nach dem wir die großen Koffer los sind gammeln wir am Gate. Beim herumlaufen entdecke ich noch diesen Supersüßen Automaten.. ich hatte mein Portmonnaie schon gezückt.. aber.. habe dann doch nichts gekauft.. aber Pikachu hat mich fast überredet:





wir freuen uns so sehr auf die Rückreise ... nicht!

Jaa... dann ging es irgendwann los.. Wir hatten Glück und einen Platz neben uns frei weswegen wir tatsächlich auch beide mal etwas Schlaf tanken konnten. Der Flug nach Helsinki verlief relativ Ereignislos. Ich ernte nur neidische Blicke von Toni weil mein Special-Menü "Vegan" immer als erstes serviert wird und ich quasi mit Essen fertig bin bevor Toni seins hatte :D .

In Helsinki wurde es dann tatsächlich sehr aufregend und sehr eng. Bei der Sicherheitskontrolle wird quasi alles von mir als Gefahr eingestuft und muss nochmal gecheckt werden. Ich bin leider nicht die einzige der das passiert. Und so vergeht Zeit. Zu viel Zeit. Nur damit man mir am Ende sagt "It's OK" - " JA ICH WEISS?!! Was soll da auch neues oder "gefährliches" drin sein!?" 
 Ich habe nur noch 20 Minuten bis zum Boarding und bin laut Helsinki Flughafen Guide aber 30 Minuten entfernt. TOLL! Mit zwei verwirrten Japanern, die noch 3 Gates weiter als ich müssen,  renne ich, durch die Zollkontrolle durch alles. Ich hab Seitenstiche vom Laufen und komme dann rechtzeitig beim Boarding. Das wäre das schlimmste was mir nun hätte passieren können. Den Anschlussflieger zu verpassen. Toni kommt btw sogar erst ne Minute nach mir an, übelst gechillt ausm Raucherraum. Er hatte das ganze im Blick von da aus, hahahah.

Im Flieger von Helsinki nach Düsseldorf merken Toni und ich, das wir doch nicht zusammensitzen sondern jeweils eine Zweierreihe für uns haben. Ich nutze das aber und verschlafe tatsächlich fast mehr als die Hälfte des Fluges erfolgreich. Es ist übrigens SO kalt im Flieger hier. Ich habe nur einen langen Rock und noch einen Cardigan.. ich fühle schon wie ich mich erkälte (SPOILER: Hab mich nicht erkältet - ein Hoch auf mein Immunsystem!).

Dann landen wir schon. Wir sind müde, aber happy. Japan ist immer toll, aber nach Hause kommen ist auch geil. Toni schwärmt schon von Döner und ich will eine Pizza.
Unsere Koffer kommen flott und wir verabschieden uns.

Am Flughafen begrüßen mich auch schon mein Freund und sein Vater. Nach Hause kommen ist doch einfach das Beste <3

Es gibt Blumen, eine warme Decke und ein Schokostreuselbrötchen (Original Aachen, einfach!).


Es war eine supertolle, wenn auch eine viel anstrengendere Reise als erwartet. Ich bin so dankbar für die ganzen Erlebnisse, Eindrücke und die Zeit. Und vor allem bin ich dankbar für die Menschen dort: Nati, Sachi, Hiroko, Misako...!

Ich habe viel gesehen und gelernt.


Ähm...

Und warum kam der Eintrag jetzt so spät?!??!

Ich habe einen finalen Entschluss gefasst:

Ich habe eigentlich schon während der letzten Reise ( Japan 2022 - fast 2 Monate ) für mich gemerkt, dass ich es machen will und habe versucht, Vorkehrungen zu treffen. Im Januar 2023 hatte ich das Ganze auch schon im engsten Freundeskreis angekündigt. Jetzt, während dieser Reise, habe ich gemerkt, dass ich es wirklich jetzt machen muss. Eigentlich war der Ursprungsplan mit meinem Freund gemeinsam im Oktober 2023 nach Japan zu fliegen, das hat aber leider aus arbeitstechnischen Gründen bei ihm nicht geklappt (und so kam es, das ich im September "alleine" geflogen bin).

Ich habe das große Glück, einen wundertollen Menschen getroffen zu haben. Ich hätte nie gedacht, so zufrieden und glücklich sein zu können. Wenn man so einen raren Schatz findet, dann möchte man diesen behalten, oder? In Japan habe ich beschlossen, meinem Freund einen Antrag zu machen. Zeitnah!

Ich habe also angefangen, in allen Pokestores weiterhin, das Hochzeitsmerch zu sammeln, denn wir sind beide große Pokemon Fans :D :


Die Plüschies habe ich seit Kanazawa mit mir rumgeschleppt, das war das erste Mal das ich die überhaupt mal in einem Store gesehen habe.. leider war die Hälfte des Koffers dann schon belegt. Aber das war es allemal wert! 


Ich habe alles irgendwie dann noch knapp zwei Wochen zu Hause versteckt bekommen. 

Ich habe auch dann erst die Verlobungsringe ausgesucht und seine Eltern eingeweiht. Generell waren nur wenige Leute (inkl. Japaner) in das Vorhaben eingeweiht (ich danke jeden einzelnen für eure gute Zusprache, wirklich!!!).

Der Juwelier meinte eigentlich, die Ringe kommen nicht rechtzeitig an, daher hatte ich vorübergehend andere Modelle mitbekommen. Doch ich hatte irgendwie mal wieder Glück, und einen Tag vor dem geplanten Kurzurlaub, Mitte Oktober, kam der Anruf. Unter einem Vorwand vertuschte ich den Anruf des Juweliers ("war der Zahnarzt, muss den Termin verschieben") und begebe mich zum Juwelier ("ich muss noch in den dm!" <-- wer soll da schon stutzig werden, Frauen müssen/können immer zum dm/Drogeriemarkt :D ).

 In einem Pokeball Case (mit Ringschlitz innendrin) kamen die Ringe also die nächsten zwei Tage überall hin mit ..und während einer Wanderung, bei fast Kilometer 10, habe ich mich endlich getraut und er hat tatsächlich "ja" gesagt !!



Ich bin so glücklich!

Und er hat echt nichts geahnt gehabt :)



DOKI DOKI!


Lieben Dank für das Lesen des Blogs & bis zur nächsten Japanreise !!!