Posts mit dem Label Natalie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Natalie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 23. September 2023

Tag 15 - Ich habe kein Gesicht

 Hallo Zusammen!

an Tag 15 stand schon der letzte Orts-Wechsel an: Zurück nach Tokio!

Der Shinkansen geht erst um ~12.45h daher können wir in Ruhe nach Shin-Osaka fahren. Nati begleitet mich netterweise noch. Wir gönnen uns Snacks und auf die Minute pünktlich kommt der Shinkansen.

Die Tage in Osaka mit Nati sind einfach viel zu schnell vergangen.. :( ..es wird wohl wieder einige Monate dauern bis man sich wiedersieht. Die Flüge sind einfach sehr teuer. In beide Richtungen.

In Shin-Osaka ist der Zustieg für Shinkansen wirklich detailliert ausgeschildert. Sogar wo  welcher Sitzplatz hält und wo man sich am besten anstellt dafür.

In der Schlange für den Shinkansen höre ich auf einmal deutsche. Die perfekten "Opfer" für meinen Koffer sind gefunden :D . Die drei jungen Männer sind alle hilfsbereit und überschlagen sich fast damit wer nun hilft.
Sicherlich, ist hier auch die gemeinsame Sprache ein Grund, aber eine Sache mit der ich auch über Nati gesprochen habe ist die "Hilfsbereitschaft" von Japanern. Spricht man Japaner direkt an, sind sie meistens super hilfsbereit z.B. wenn es darum geht einen Weg/Ort zu finden (wirklich, die führen einen oft dann auch bis zum Ende dort hin). Japaner kommen aber seltener auf einen selbst / von allein zu. Da sind Nicht-Japaner aufmerksamer. Es gibt auch einige Videos auf Youtube z. B. die Nati's Aussage und auch meinen Eindruck decken. Dort werden Japaner gefragt was sie an Ausländern gut finden und Japaner meinen das viele "Ausländer" aufmerksamer sind, die Türe auf halten, Hilfe anbieten, sie sind "more aware" für Dinge. Japaner haben dagegen eher einen "Tunnelblick". Ausländer sind da mehr "Gentle(wo)man" auch gegenüber älteren Leuten, es wird z. B. aufgestanden und der Sitzplatz an ältere Leute gegeben. Der typische japanische "Salary Man" mit seinem vemeintlich hohen Status tut das auffällig selten (es gibt natürlich Ausnahmen in alle Richtungen!).

Ab Kyoto sind eine typische Kyoto-Obaasan (Omi) neben mir, schick gekleidet und mit kerzengeraden Sitz. Je näher ich Tokio komme, desto regnerischer und dunkler wird es - DISLIKE.

Kur vor Shinagawa Station suche ich wieder die junge deutsche Gruppe auf und der angeblich "gar nicht so schwere" Koffer wird mir runtergehoben. Doch, der ist schon schwer. Finde ich. Als Dank kriegt der Jung noch ein Anko-Mochi in die Hand gedrückt das ich hinter dem Shinkansen-Gate gekauft hatte. Was mir heute wieder aufgefallen ist: Viele andere Reisende schauen mich an. Also die, die nicht alleine reisen. Ob sie sich fragen ob ich wirklich alleine bin? Mitleid haben? Ich weiß es nicht. Es fällt auf. Japaner gucken einen natürlich eher nicht an. Außer der Ojiisan kurz vor meinem Anschlusszug. In Shinagawa (kurz vor Tokio) steige ich aus den Shinkansen. Das ist schneller als bis Tokyo (Haupt-)bahnhof zu fahren da ich an die Westseite von Tokio muss. Hier wechsel ich in die lokale JR Yamanote Linie. Wahnsinn ist hier auch einfach, das 6 Minuten Umsteigezeit in Japan reichen um einmal quer durch den Bahnhof zu laufen und den lokalen Zug zu kriegen. Hier läuft alles einfach auf die Sekunde genau. Ist einfach der Hammer. Aber der Ojiisan (Opi): Der mustert mich, grinst mich an, macht Platz für mich und meinem Koffer in der Local-Line (die zum Glück noch nicht ganz überfüllt ist aber das wäre 15 Minuten später schon der fall). Er fragt woher ich komme, ob ich alleine Reise und feiert es anscheinend ab. Ich feier ihn auch irgendwie. Als ich aussteige nickt man sich bedächtig zu. Bye bye süßer Opi!

So, ich bin nun in Takadanobaba. Die Station kenne ich. Aber eher vom vorbeifahren. Sie liegt zwischen Shinjuku und Ikebukuro. Sehr gute Lage also für J-Fashion-Kawaii-Character-Lover aber günstiger und ruhiger. Hier an der Station gibt es auch etwas das ich euch noch zeigen möchte:

Stempel-Rallye!

Wenn ich es richtig im Kopf habe, gibt es (fast) überall Stempel für die Stationen in Japan. Es gibt viele die diese sammeln, es ist eine süße Erinnerung die zeigt wo man überall war. Ich habe das leider nicht von Anfang an gemacht und bin oft blind an sowas vorbeigelaufen. Aber heute musste ich den einfach mal mitnehmen. Es ist kostenlos!

Nun geht es aber in die Unterkunft. Diese befindet sich 10 Minuten (ohne Gepäck im Schlepptau) vom Bahnhof, 1-2 Blocks weg von der Hauptstraße. Die Wegbeschreibung ist sehr genau und ich komme gut an. Gerade regnet es auch nicht, das wäre echt lästig gewesen (s. Tokio, 2023 - 1. Tag Tokio ).

An der Unterkunft angekommen, sind auch andere Leute in der Lobby und checken ein. Es ist kein Hotel sondern ich denke, eher ein umgebautes Studentenwohnheim. Es gibt einen Self-Check-In mithilfe von Tablets. Ich habe mich vorher schon registriert und eigentlich muss nur ein Foto gemacht werden zum Abgleich.. ja
... ein Foto.. wie schwer kann es sein.. aber..
..das Tablet sagt ich habe keine Gesicht..
..nun, das Mädel vor mir hat auch Probleme.. wir beleuchten uns gegenseitig aber ohne Erfolg. Irgendwann wird das andere Tablet frei. Hier klappt es! Aber nicht bei mir.
Mittlerweile schare ich 3-4 Leute um mich herum und wir versuchen alle mein Gesicht zu einem Gesicht zu machen. Ohne Erfolg. Ich glaube, das ging 15-20 Minuten so. Der Check-In ist eigentlich, wenn alles klappt innerhalb von einer Minuten fertig. Man kriegt eine PIN gibt die an der Schlüsselmaschine daneben ein und kriegt seine Zimmerkarte.
Tja, ich muss den Vermieter anschreiben. Der Service antwortet auch innerhalb von 5 Minuten und kann per Fernsteuerung die Maschine lösen. Das Foto wird nun evtl. nicht gebraucht. Ich bin einfach froh in mein Zimmer zu kommen.


Das Zimmer ist größer als erwartet (In Tokio habe ich immer sehr niedrige Erwartungen, Fotos können trügen) und ist ganz in Ordnung. Der Teppich vor dem Bett finde ich nicht ganz so geil, das ist so einer von der Sorte der alles an Staub fängt. :-/ Naja, für eine Woche ists hier ganz gut, denke ich!

Kurz frisch gemacht und ab geht es die Gegend erkunden und zum Supermarkt. Es gibt gleich zwei (!!!!) in meiner Nähe. Jackpot! Konbini gibt es auch und überall aber die SUPERMÄRKTE, die sind toll! Weil... mehr Auswahl und günstiger! Das einfach mal als kleine Erläuterung.

Inzwischen regnet es auch (wieder):

Irgendwie ein bisschen romantisch auch?

Ich entdecke einen auf europäisch/französisch machenende Bäckerei und Spolier: Die ausgewählte Waare war sehr lecker. Sogar echt fast authentisch. Japanische Backware ist oft seeehr soft und fluffig, diese beiden hatten etwas mehr Biss. Es ist einmal eine Art "Schoko-Wuppi" und Süßbröchten mit etwas Sahne und Anko innendrin. Das ist wohl das Spezial "Takadanobaba"-Gebäck. So haben sie es jedenfalls benannt.




Nach getätigt Einkäufen geht es um kurz nach 19h zurück zur Unterkunft, ich habe Hunger und der Regen wird stärker.

Blick aus der Seitenstraße auf die Hauptstraße in Takadanobaba

Ich genieße mein Abendessen (Reis, eingelegter Kürbis (und Matcha als Nachtisch (das erste Mal übrigens diese Reise, ok? Dont judge me!)) und stolpere über die neuen Pokemon Folgen. Ich versteh kaum was, sieht aber süss aus:

Die Packung verrät mich :(

Ich telefoniere in die Heimat und lasse den Abend ausklingen. Leider habe ich zwei neue Mückenstiche: An der Wade und am Ellbogen. Der über dem Po (oder die zwei) sind gut verheilt , der an der Wade ist knallrot und am Ellbogen nässt und ist geschwollen. Also muss ich an Tag 16 mal in eine Drogerie/Apotheke und was holen. Ich war echt nicht an den Stichen dran, aber ja, ich bin leicht allergisch auf die Viecher hier.


Viele Grüße in die Heimat!


Schlüsselwort

どこで新幹線をおりますか

doko de shinkansen wo orimasu ka

Wo steigen Sie aus den Shinkansen aus?

(Habe ich die Kyoto-Dame gefragt, dann konnte sie sich darauf einstellen das ich schon in Shinagawa raus muss, ich hatte nämlich den Fesnterplatz, hahahah)

Freitag, 22. September 2023

Tag 14 - Hey Nati, can we go thrift shopping?

 Dö-dö-dö-dö-dö dö-dö-dö

es war so weit!

Heute war ein wenig Schnäppchen/Second Hand Shopping angesagt.  In Japan sind Second Hand Shops mega beliebt, in Deutschland boomt das ja auch. Die Shops in den Hot Spots hier kennt jeder, Nati hat mich heute deshalb nach Higashi-Osaka geführt.

Higashi-Osaka heißt zwar "Ost Osaka" ist aber ein eigenständiger Ort/Bezirk. Es ist hier direkt viel ruhiger, es ist eine große Wohngegend. Wir fallen hier als Ausländer sehr auf, eine kleine Omi schaut uns überrascht und glücklich an und fragt auch was wir hier machen. Es ist immer wieder bemerkenswert, wie schnell es man "etwas außerhalb" als Ausländer raussticht. Higashi-Osaka ist jetzt nicht weit weggewesen, 4-5 Stationen vielleicht?

die Straße zum Second Hand Shop (hinten das blau-weiße Gebäude)

Da wir Mittwochmittag haben und außerhalb sind, ist hier kaum was los und man kann sich in Ruhe umsehen. Dieser erste Laden hier ist Natis Favourit. Neben Klamotten gibt es auch Möbel, Waschmaschinen, Deko und Spielzeug, Chracter Goods - und das alles zu äußerst guten Preisen!


ich liebs ja


Wir werden beide fündig (Nati findet ein großes Cinnamoroll Plüschtier für 780 Yen oder so, es ist wirklich groß) und ich finde u. a. einen Ank Rouge Rock mit "Hosenträgern" für 500 Yen. Wie in Japan üblich, sucht man verzweifelt nach Flecken, Fehlern, Löchern, Gebrauchsspuren bei Second Hand Ware. Selbst Dinge die mit "C" gelabelt sind, was meistens den schlechtesten Zustand entspricht sind wirklich noch sehr gut. Das sind ganz andere Standards hier, was man manchmal in Deutschland unter "Gut erhalten" vorfindet ist dagegen eine echt Frechheit!

Nati führt mich noch in einen weiteren Second Hand Store, das Wetter ist heute übrigens wieder erbarmungslos. Der Asphalt glüht und es ist wirklich schwül. Ich will duschen. Und es ist kurz nach 12h erst.
Auch um zweiten Laden werden wir fündig und weil das Wetter so anstrengend ist, fahren wir zurück und legen eine Pause ein. Nati muss schließlich auch noch arbeiten und muss dafür um 14h wieder los. Ich nutze die Pause zuhause, dusche und schmeiße noch eine weitere Waschmaschine an mit unseren neu erworbenen Schätzchen - einziger Vorteil bei dem Wetter: Alles ist in einer Stunde gefühlt trocken :D

Um kurz vor 15h zieht es mich dann endlich weiter: Thrift Shopping Teil 2, leider ohne Nati. Es geht nach America Mura. Das "amerikanische" Viertel in Osaka ist gepflastert mit hippen (Mode-)shops  und CAfes für (junge) Leute. 





ab September läuft der Countdown für Halloween in Japan - und das nicht zu knapp :D

auch der schön anzusehende Angelic Pretty - Shop hat hier sein Zuhause. Gekauft habe ich aber nichts dort, die aktuelle Kollektion ist nicht so ganz meins (und ist mir auch zu teuer, die Qualität hat bei Angelic Pretty über die Jahre doch ehrlich gesagt nachgelassen!)


Warum auch zum Originalpreis kaufen wenn sich hier in der Gegend auch auch zwei Lolita-Mode-Second Hand Stores befinden:

"Near" - klein und etwas versteckt, hatte aber so GAR NICHTS diesmal da.


ClosetChild. Der wohl bekannteste Second Hand Shop für Lolita/Otome-Fashion. Seit ca. 1 Jahr direkt am Triangle!


Im ClosetChild werde ich auch fündig. Zwei echt schöne Kleider! Da ich es geschafft habe, innerhalb eines Jahres zweimal nach Japan zu reisen, habe ich auch meine Punktekarte vollbekommen und später nochmal 2,500 Yen. Ich habe das zweite Kleid aus dem Laden quasi umsonst bekommen. Herrlich! Ihr werdet ja demnächst sehen was ich so alles gefunden habe :D - bisher halt ich mich echt zurück. Ich möchte bitte auf die Schulter geklopft werden dafür.
Als ich ein Bento esse, versuchen junge Japaner mit mir ins Gespräch zu kommen, das englisch ist etwas gebrochen aber es ist lustig. Noch lustiger war zu beobachten wie sie gefühlt 5 Minuten überlegt/diskutiert haben bis ich angesprochen worden bin. Wie eine Mutprobe. Hach ja, die Jugend..


Das war der spaßige Part. Jetzt möchte ich Zukunfts-Ich einen gefallen tun und schon einmal einen Sitzplatz für morgen reservieren. Dann geht es nämlich schon weiter, nach Tokio zurück. Seit Corona gibt es an den großen Bahnhöfen auch diese tollen Automaten:


Ich hatte ja schon geschrieben, früher gab es nur diese Offices mit ewig langen Schlangen. Jetzt ist eine Reservierung an den Automaten möglich. Für Inhaber des JR Pass (wie eine Art Deutschlandticket für Touristen für 7, 14 oder 21 Tage) ist eine Sitzreservierung ja auch kostenlos drin. Viele Touristen wissen das irgendwie noch nicht und stehen oft an den Offices an (hab schon mind. zwei Gespräch mit Touris hier darüber gehabt) - also haltet die Augen offen nach den "grünen" Automaten.

Reservierung also erledigt! Ich bummel noch ein wenig an der Station, finde u. a. einen tollen Bio-Markt und fahre dann langsam zurück Richtung Natis Zuhause, kaufe noch im Supermarkt ein und lasse den Tag ausklingen. Zweite Dusche inklusive. Eigentlich wollte ich ein bisschen packen und dann nochmal zum Donki (Donki ist einfach entertainment) aber es zieht ein heftiges Unwetter auf. Es blitzt ohne Ende über Osaka und von Natis Wohnung aus sieht man unglaublich viel. Es stürmt und regnet. Naaa, dann lieber nicht. Ich verstecke mich unter der Decke. Wir wissen ja alle, das dass im Ernstfall hilft (nicht).

Ich bin erleichtert, dass Nati heil nach Hause kommt und wir quatschen viel. So wie immer. Es ist schön hier, ich geieße die Zeit.

Nun sitze ich an Tag 15 im Shinkansen nach Tokio. Letzter Umzug. Zeit vergeht so schnell.


Viele Grüße in die Heimat, danke fürs lesen, heute ist vlt nicht so viel passiert, sorry. Ich versuche, mich manchmal wirklich auszuruhen.


Schlüsselwort

雷雨

raiu

Gewitterregen

Donnerstag, 21. September 2023

Tag 13 - Wenn man der Hitze ausweichen will..

 Guten Morgen Zusammen,

hier ist es immer noch sehr, sehr warm. :-( Und weil das anstrengend ist, wurden Indoor Aktivitäten angepeilt! Als erstes ging es ins Cup Noodle Museum:

Hiyoko-Chan, das Maskottchen von Cup Noodle

Ando-San und seine Erfindung

Ein wenig außerhalb von Osaka (City) liegt das Cup Noodle Museum (Ikeda). Es ist nur ca. 5 Minuten zu Fuß von der Bahnstation Ikeda entfernt, also sehr praktisch gelegen.

Der Einlass zum Museum an sich ist kostenlos, für 500 Yen kann man seine eigenen Cup Noodles deisgnen und zusammenstellen und es gibt auch eine "Chicken Ramen Factory". An letzterer kann man nur teilnehmen, wenn man vorher reserviert hat, das war uns nicht bewusst, daher konnten wir dies nicht machen. Aber wir können unseren eigenen Cup herstellen - also ab dafür!

Cup Noodle im Laufe der Zeit. Erfunden wurden Sie 1958, das typische Cup Noodle Design folgte erst aber Anfang der 70er Jahre!

Für 500 Yen zieht man eine leere Cup Noodle Dose aus einer Vending Machine und wird dann von den Mitarbeitern des Museums an Tische zugewiesen. Nun ist der Kreativität kein Ende gesetzt:

Nati beginnt ein Kunstwerk

Es ist so simpel und doch so gut. Das "designen" hat viel Spaß gemacht und man kann sich am Tisch auch überlegen aus welchen Lebensmitteln das Cup Noodle bestehen soll. Ich hoffe, meine "Mische" ist essbar, ich habe eine für Mirko zusammengestellt - ich entschuldige mich an dieser Stelle schonmal im voraus.


Sobald fertig "gemalt" ist, geht es zur Factory und der Cup wird mit Inhalt gefüllt!


Man darf sogar selber die Nudeln in das Cup drehen - WOW!
Bei den weiteren Zutaten angekommen verwirre ich eine Japanerin weil ich anstatt "Umami" doch "Unagi" sage. Das gibt es nicht. Nati ist auch erst verwirrt, kann mich dummen Gaijin aber aus der Sitation retten. Keine Ahnung, irgendwie Hirnpups in dem Moment gehabt. Die Gerüche machen mich hungrig :D (wie ich grad versuche meine Doofheit mit Hunger zu rechtfertigen, hahaha)


süße kleine Ausstellung über die Geschichte der Cup Noodles.

stolze Erschafferin einer vermutlich nicht grad leckeren Sorte Cup Noodles

Ich fand das "Museum" klasse, es ist nicht tagesfüllend aber für 1-2 Stunden super und ich finde die Erfahrung für 500Yen (auch wenn das doppelt so teuer wie eine übliche Cup Noodle ist) mega cool! Das würde ich wieder machen! Den PR-Leuten von Cup Noodles sollte man eine Gehaltserhöhung dafür geben , hahaha!

Nun, der "kleine Hunger" ruft und Nati bringt uns in ein Cafe/Restaurant mit vielen veganen Optionen:

da sag ich nur "VEGAAAAN, o-o-ohne Tiiiiiere"

Es war echt lecker dort. Eigentlich haben wir aber auch noch mit einem Dessert geliebäugelt. Nati hat auch darum gebeten das wir die Karte behalten können, nun die Bedienung sagt "ja" und nimmt die Karte weg. Dann eben nicht XD . Nati spricht sehr gut japanisch, keine Ahnung woran es lag (Dienstprogramm "Karte auf dem Tisch liegen lassen" nicht installiert beim Bedienungs-NPC oder so XD).

Wir sind inzwischen in Umeda und gehen nun "Sightseeing" in Shops machen :D :
wir kommen ~ <3

Wir nutzen den Aufzug, da die Stores in der 13. Etage liegen. Natürlich hält der Aufzug diesmal gefühlt an jeder einzelnen Etage vorher auch bevor wir die gewünschte Ebene erreichen XD
Als erstes ruft der Nintendo Store:

so ne gelbe Aufbewahrungskiste hab ich letztes Mal geholt. Ich bereue nichts!


Im Gegensatz zum letzten Mal, kann man nun direkt in den Store, ohne einen TimeSlot zu reservieren. Als ich im letzten November da war, hatte der Store gerade erst eröffnet und entsprechend war der Andrang riesig. Die Nintendo-Stores sind, wie auch die Pokemon Center, einfach irgendwie magisch: In den Stores laufen bekannte Melodien aus den Spielen und man ist instant voller Nostalgie und Freude - wenn man halt ein kleiner Otaku/Nerd ist :D

Dann schauen wir kurz ins Pokemon Center gegenüber rein, hier ist unglaublich viel los, ich konnte nur von der Rückseite des Shops ein vernünftiges Foto machen:


Hallo Mario!

Als nächstes zog es uns daher in Richtung Namba, zum anderen Pokemon Center (natürlich in einer großen Shopping Mall gelegen):



Hier gibt es am Pokemon Center dran auch das Pokemon Cafe für Osaka. Man braucht aber ebenfalls eine Reservierung. Die ist selbst Online schwer zu kriegen, ich hab es genau 31 Tage vorher ein paar Tage immer wieder versucht.. aber.. die Seite ist dann teilweise auch überlastet. Ja, das Cafe ist beliebt!

Nati kann aber wenigstens ihren Spiegel kaufen, in Umeda war zu viel los im Poke Center, da hätten wir für einen 500 Yen Spiegel sicher 30 Minuten an der Kasse angestanden. Hier in Namba waren es zwei Minuten vielleicht.

Wir haben uns heute fast nur in Shopping Malls, unterirdischen Zubringern, Malls und Zügen bewegt. Es ist sonst nur schwer auszuhalten. Und trotzdem sind wir gegen frühen Abend müde und beschließen noch einen Supermarkt bei Nati in der Nähe aufzusuchen (ich liebe diese Supermärkte doch so sehr! <3) und Nati kocht wieder grandioses Essen für uns (ich genieß es, ab Tokio wird die Qualität meines Essens leider wieder extrem sinken weil ich kein guter Koch bin :D )
ein kleiner Pop-Up Store zur Netflix One Piece Serie. Die muss ich mir im Oktober auch ansehen, alle sagen die wäre gut (?)

Wir quatschen viel, ich telefoniere in die Heimat und um kurz nach Mitternacht legen wir uns erst hin. Ich freue mich schon auf morgen.


Viele Grüße in die Heimat, danke fürs lesen.


Schlüsselwort:

うまみ

Umami

(Geschmacksrichtung, "vollmundig")


Mittwoch, 20. September 2023

Tag 12 - Nächster Halt: Osaka

 Hallihallo Zusammen,

Tag 12 ist angebrochen. Halbzeit ist rum. So schnell kann es gehen. Nun gut, keine Zeit für Nebensächlichkeiten, heut gehts nach Osaka!!! Yeah yeah yeah! Nati nerven!

Nach einem grandiosen Frühstück aka Resteverwertung von gestern und noch erhaltenen Geschenken von Sachi ( T—-T) fährt Sachi mit mir noch zum Bahnhof (Hakata Station). Im Bus erzähle ich ihr noch eine Geschichte und sie fällt fast vom Stuhl. Ich bin verrückt. Sie ist verrückt. Ich kann das an dieser Stelle nicht weiter ausführen. Später mal. Hahaha.



Am Bahnhof ist nicht sooo viel los, ich komme relativ schnell an die tollen Ticketautonaten um eine Sitzeeservierung zu machen. Plötzlich redet man neben mir deutsch. Ich grüße mit Guten Morgen und man plappert kurz. Die beiden Herren hatten anscheinend etwas Schwierigkeiten mit dem Automaten, mir ist’s gar nicht so aufgefallen, Sachi meinte sie wollte schon fast einschreiten weil die so auf meinen Ticket-Bildschirm geglotzt haben aber vermutlich waren die nur hilflos und wollten sehen wie man es macht (hätten ja auch fragen können).

Es steht nun der Abschied von Sachi an :-( . Aber wir werden uns wieder sehen. Sie möchte unbedingt nach Deutschland kommen. Und vielleicht schaffe ich es nächstes Jahr oder so auch nochmal nach Japan :-)

Der Shinkansen ist voll. Mutig spreche ich einen Japaner ob er mit wieder hilft den Koffer nach oben zu stemmen. Es klappt, hahaha. Die Fahrt verläuft ereignislos, ich genieße mein 2. Frühstück und lande auf die Minute genau in Osaka.

Hier muss ich zweimal umsteigen, bis ich bei Nati bin. Ich werde sie von der Arbeit abholen. Für einen Zugwechsel (JR Local Linie -> Metro) muss ich gut 9 Minuten laufen. Das tolle in Japan ist, das ich dies nicht über Bürgersteige, Straßen und Ampeln machen muss, sondern es unterirdisch verläuft und diese mit Geschäften und mit Zugängen zu Shopping Malls, Hotels etc gepflastert sind. Und: natürlich gut temperiert! Es ist sehr heiss in Osaka!


Auf dem kurzen Weg von der finalen Metro-Station bis zu Natis Arbeit werdenden von zwei Japanern angesprochen. Osaka-Leute sind kommunikativ und neugierig (Tokio wird wieder anders sein, hahaha). Pünktlich zum Feierabend komme ich bei Nati an:

Ich verschrecke beim eintreten der Sprachvorschule ein Kind (sorry) und wenig später geht es dann los zu Nati nach Hause! Nati sieht so gut aus!!  Ich freue mich!

Wir erholen uns von der Hitze ein wenig zuhause (und von Koffer hochschnellen, 4. Etagen, ich verfluche mein Gepäck in diesen Minuten ungemein xD ) bevor es zum DonKi geht. Es müssen Lebensmittel gekauft werden, ich liebe Supermärkte. Dieser Donki ist nicht nur ein Schnäppchenmarkt sondern hat auch einen vollständigen Lebensmittelabschnitt im unteren Teil, aufdringliche Musik/Geräusche natürlich inklusive, wie es sich im Donki gehört:

Urvertrauen der Japaner: man kann hier sein Namensschild selbst gestalten. Nichts ist irgendwie besonders vor Diebstahl geschützt.



Sogar der Boden ist süss!!

Liebende soll man nicht trennen





Nach einiger Bummelei geht es dann zurück nach Hause. Nati kocht (wie immer) vegan und es ist sehr lecker! Hab mich schon auf ihr Essen wieder gefreut!


Der Abend verläuft ruhig. Man redet viiiiiel. 

Sorry heute ist nicht allzu viel passiert. Morgen wird es aufregender haha

danke fürs lesen und liebe grüße in die Heimat!

Schlüsselsatz:

手伝っていただけますか。

Tetsudatte itadakemasu ka

Könnten Sie mir bei etwas helfen? (Die goldene Frage für meinen Koffer im Zug xD)


Sorry, letzten Tage no fails da ich ja immer Locals um mich herum habe die Peinlichkeitenf verhindern xD