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Freitag, 12. Dezember 2025

Tag 14 - Narita - Abschiedsdate

 Hallo Zusammen,

das ist der letzte Eintrag zur Reise. Eigentlich ist heute nicht viel passiert.

Morgen früh um 10:45h geht mein Flieger in Richtung Heimat. Da der Flug so früh geht und ich nicht total abgehetzt auf einen 14-Stunden-Flug gehen möchte, hatte ich beschlossen meine Unterkunft einen Tag vorher nochmal zu wechseln. Wie auch am ersten Tag meiner diesmaligen Reise, werde ich wieder bei einer Dame übernachten die auch einen Fahrservice vom Bahnhof Narita und Flughafen Narita anbietet. Das spart viel Schweiss, Stress und Zeit. Aber .. am besten fang ich mit morgens an:

Ich habe geschlafen wie ein Baby. Ich will gar nicht aufstehen. Ist zu gemütlich. Und ich merke schon die Kälte. Japanische Häuser sind nicht so gut isoliert. Aber die Heizung kann ich die ganze Nacht nicht laufen lassen, das ist zu laut und die Luft wird zu trocken. Es ist stürmisch draußen. Aber es bringt alles nichts. Ich muss raus. Netterweise kann ich mein Gepäck noch für ein paar Stunden nach Check-Out in der Unterkunft stehen lassen. Der alte Hausherr spricht zwar kaum englisch ist aber immer sehr bemüht mit allen. Er gibt mir sogar ein kleines Abschiedsgeschenk: Essstäbchen und eine kleine süße Figur. Wie lieb!!!

Ich fahre nach Shinjuku. Ein bisschen Geschenkeshopping. Tatsächlich werde ich fündig. Auch an Tokyo Station finde ich noch etwas wonach ich gesucht habe. Ich fahre gegen 14h zurück zur Unterkunft. Ich möchte um 16h schon in Narita sein. Wer schonmal in Tokio war, kann sich vorstellen wieso: RushHour. Ich möchte nicht mit zwei großen Koffern da reinkommen. Es ist so schon mühselig genug. Zwar habe ich diesmal (noch) nicht mehr Gepäck als Körpergewicht mit mir rumzuschleppen (was aber auch einfach daran liegt, das ich hier könglich gegessen habe und man sieht es mir an.. hat halt ziemlich geschmeckt!) - es ist aber schon schwierig genug.

Das ist es nun. Bye bye Tokio, bye bye Japan. Doch mein Plan geht auf: Die Züge sind gut besucht, aber ich finde in meinen beiden Zügen noch einen Sitzplatz und kann die Koffer wie eine Mauer um mich bauen. In der Zwischenzeit schreibe ich mit meiner heutigen Gastgeberin welche mich auf die Minute genau am Bahnhof einsammelt. Sie spricht auch kein englisch, irgendwie versteh ich sie aber trotzdem ganz gut. Manchmal überschätzen Japaner aber meine Kenntnisse und dann werden sie immer schneller beim reden und/oder leiser und dann.. ja bye bye.. hoffe ich einfach irgendwas zu erkennen XD  

Die Unterkunft hier hat alles, was man für eine ruhige Nacht braucht: Ein privates Zimmer mit eigener Toilette und Dusche, Mikrowelle etc. - es ist wirklich gemütlich. Die Lage ist natürlich eher suboptimal, es ist relativ am Stadtrand von Narita, ein Kombini-Store ist nur 2 Minuten entfernt, der Supermarkt 12 Minuten - und da zieht es mich hin. Ich kämpfe mich durch die Dunkelheit, durch den starken Wind und die Kälte - alles für ein letztes Date!

 







Ich bummele entspannt und werde fündig. Der Einkaufskorb ist voll und mein Koffer später auch.

 Meine Gastgeberin hier hat mir bei Ankunft auch noch eine Hello Kitty Shopping Bag geschenkt. Einfach so. Die wurde direkt für den Einkauf genutzt. Voll lieb! Warum treff ich immer so liebe Menschen?! Ich fühl mich unwürdig.

Ich bin hungrig. Ich habe wegen dem Umzug noch nicht in Ruhe essen können. Und ich gönne mir heute nochmal mein Lieblings Bier-Mix-Getränk:

 

Die Puppen haben in den Vitrinen ziemlich gewackelt und Krach verursacht

Während ich mich ziemlich cool fühle und gierig esse ruckelt es. Und immer weiter. Es hört nicht auf. Oh neee. Vor ein paar Tagen gab es weiter nördlich ein starkes Erdbeben. Vlt ein Nachbeben? Ich gehe in Deckung - ich hocke mich unter den Tisch. Es dauert gefühlt echt etwas bis die Erde wieder ruhig ist. Ich spreche mit meiner Gastgeberin. Sie checkt die Nachrichten. Keine weiteren Warnungen. Scheint also hoffentlich bei diesem Ruckler zu bleiben. Tatsächlich macht mir das stürmische Wetter eher "Sorgen" als ein Erdbeben.. wenn es so windig bleibt, wird der Start im Flieger ja morgen sicher nicht so angenehm :-| 


... das war es!

 

Vielen Dank!

Danke!

Wirklich!

Ich freu mich auf Zuhause! :-)

Frohe Weihnachten und so!
 

Freitag, 21. Oktober 2022

Tag 1 - Unverhofft kommt oft. TADA IMA JAPAN !

 Hallo Zusammen,

Eins direkt Vorweg: Tipp- und sonstige Fehler (Rechtschreibung, Logikfehler) dienen der allgemeinen Lesebelustigung . Nach meinem Urlaub werde ich die Texte mal Korrekturlesen. Vielleicht. Ich kann halt besser mit Zahlen. 

Zweitens halbdirekt Vorweg: Wird lang.

Es ist lange her! Zu lange! Nach 3 Jahren berühre ich endlich wieder japanischen Boden und meine jahrelang(!) geplante, gut 7-wöchige Reise, findet statt. Ich habe hier vor 4-5 Jahren mit meiner Chefin gesprochen um mir einen kleinen Wunsch zu erfüllen, nämlich längere Zeit in Japan zu sein. Ich bin dankbar das ich die Möglichkeit habe, in Vollzeitanstellung, so einer langen Reise nachzugehen. 

Eigentlich sollte diese Reise im Frühjahr 2020 stattfinden, Ende April bis Mitte Juni, es war so gut wie alles geplant, tja, und dann der Spielverderber -COVID. Seit dem schiebe ich jedes halbe Jahr meine Flüge und vor gut einem Monat dann die plötzliche Nachricht: Japan könnte öffnen. Vor gut 2 1/2 Wochen dann: Ja, Japan öffnet. Ab dem 11.10. - Ups! Meine Flüge gehen am 19.10!! Ich muss nun 7 Wochen planen! Ich glaube, niemand hat mehr dran geglaubt das es passiert, aber es ist passiert xD. Dementsprechend leicht überfordert war/bin ich. Eigentlich bin ich jemand der sehr strukturiert plant aber diesmal war alles etwas durcheinander, so viele Möglichkeiten, so plötzlich!! Und dann auch sonst noch alles regeln: Arbeit, Vertretungen, Versicherungen, Papiere etc.

Also ab dafür und auf nach Düsseldorf. Bereits am Vorabend. Auf die deutsche Bahn ist ja kein Verlass. Der Abschied war hart. Dieser geschah mit mehr Tränen als ich erwartet hatte. Was ist denn nur los mit mir?

Blick vom Balkon aus auf dem Flughafen ganz in der Nähe


Die Nacht war so lala. Ich war doch sehr aufgeregt und aufgewühlt. 7 Wochen.. das ist so lange.. ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es ist so lange nicht Zuhause zu sein, nicht zur Arbeit zu gehen etc. Außerdem habe ich Schmerzen im Unterleib /unterer Rücken/Gesäß.. und nicht zu knapp. Mit etwa 4 Stunden schlaf geht es dann zum Flughafen. Alles dauert gefühlt ewig. 


Aber wenigstens Blaubeersaft

Legendär

Aufgrund der aktuellen Situation dauerte der Flug ab Helsinki (übrigens einer der besten Flughäfen die ich kenne, überall Steckdosen, USB-Ladestationen, bequeme Sitze, Liegen etc.) gut 3 1/2 Stunden länger. Danke für nichts. Genau wie der Flug ab Düsseldorf, wo ich einen Platz neben mir frei hatte, war auch der Flieger ab Helsinki nach Tokio nicht voll. Aber natürlich habe ich eine volle Dreierreihe erwischt. Da sich mein Zustand während des Flugs verschlechtert (mir wird übel, kriege nichts runter, schwindelig), muss ich mich an die Stewardessen wenden und fragte ob ich mich umsetzen darf. An vielen Stellen saß nämlich nur eine Person pro Reihe. Es kam aber noch besser, und weiter vorne waren wohl 2-3 Reihen komplett leer geblieben und ich kriege so eine. LUXUS! ich kann mich hinlegen und nach einiger Zeit geht es mir besser. Ich schlafe sogar zwischendurch und so kommt es, das ich keinen der vier Filme die ich geschaut habe, komplett gesehen habe. Einen habe ich sogar komplett vergessen.. Matrix, Mamma Mia, ... und zuletzt Zurück in die Zukunft.. aber keine Ahnung was der dritte Film war.

In Japan gelandet steigt die Anspannung. Hoffentlich komme ich durch. Bei anderen Flügen nach Japan wurden die Grenzkontrollen schon in Helsinki gemacht. Was wenn alles umsonst ist?! All der Stress, Schweiß? Als erstes wird der Status der App überprüft. Blau ist hier die Zauberfarbe und wenn das Handy das WLAN des Airports mag, kommt man auch weiter ODER man steht erstmal zwei Minuten da weil es das Netzwerk kurz leicht überfordert ist. Danach dann weiter zum Screening. Temperatur war okay, dann Fingerabdrücke dalassen und Foto. Ohne Maske, ohne Brille, ohne Haarreif (!!!11eins!!11).
Der Japaner am Schalter hat ungelogen 10x mal geguckt ob ich die Person auf meinem Reisepassfoto bin. Richtig übertrieben irgendwie. Muss am fehlenden Haarreif gelegen haben, im Pass ist er mit drin.
UND DAAAAAAAANNN, NACH ALL DIESEN JAHREN, bin ich doch tatsächlich drin:


Vorbereitet wie ich bin, habe ich keinen JR Pass. Den kaufe ich dann für teurer am Service Office. Cool. Hasse mich dafür ein bisschen. Haha. Die Dame ist so nett und macht mir direkt eine Reservierung für den nächsten Narita Express. Im Zug treffe ich direkt einen deutschen! Man sieht generell sehr wenig Ausländer, aber ich höre aussergewöhnlich oft dafür deutsch. Der Herr ist dienstlich unterwegs und fliegt auch noch nach Taipeh (NEID!). Mit ihm verging die Zeit im Nu. Sorte Papabär, lustiger Typ.
In Shibuya angekommen, geht es zum Hotel. Das ist zumindest das, was ich schreiben sollte. In Wahrheit war ich wieder schlecht vorbereitet und habe mich auf freien WLAN verlassen das mich bitter, wirklich BITTER, enttäuscht hat. Ohne aktuelles Tracking hab ich mich verlaufen bzw. bin im Kreis gelaufen. Nach gefühlt hundert Jahren ohne Schlaf suche ich mir also nun ein armes japanisches Opfer das ich frage ob sie mir die RICHTUNG zeigen können. Es trifft eine junge Dame (22) und ihre Mutter (ursprünglich aus Sendai) die gerade einen Tempel besucht hatten. Große Preisfrage: Was machen die beiden? ..Ja, sie bestehen darauf mich bis zur Unterkunft zu bringen. Es sind zum Glück nur 10 Minuten aber unangenehm ist es mir doch sehr. Zu allem Überdruss reichen sie mir auch noch einen kleinen Talismann den sie aus dem Tempel mitgebracht hatten. Ich kann Ihnen zum Glück auch deutsche Süßigkeiten in die Hand drücken. Warum sind Japaner so lieb?! Ahja, ich wurde auch noch fotografiert.. ich hätte fragen sollen das ich das Foto auch kriege.. mist!

Ich bin eine Stunde zu früh für Check-In aber die Damen lassen mich trotzdem einchecken. Ich übernachte zum ersten Mal in einer Art Capsule Hotel:




Das Capsule Hotel ist nur für Damen und bietet ein Onsen. Es war klein aber super super schön. Es ist so schön, sich eine kleine Holzwanne mit heißen Wasser vorher über den Kopf und Körper zu kippen und dann im Onsen zu genießen. Ich war tatsächlich die ganze Zeit dort komplett alleine. Aber mittlerweile bin ich da auch lockerer geworden. Wir sind ja alle nackt dort. Der "Dressing Room" war auch mega schön. Es gab hier sogar Lockenstäbe zur freien Verfügung. Außerdem wurde mir eine Yukata für den Aufenhalt gereicht und ich habe als Geschenk ein kleines Beutelchen, passend für Kimono / Yukata, mitbekommen. 
Vorher war ich aber noch kurz in Shibuya, shoppen und Sightseeing, das shopping war aber nicht sooo erfolgreich um ehrlich zu sein



Das Shibuya 109 war mein auserwählter Ort, und ich finde ihn verhältnismäßig einfach zu teuer, also die Shops darin. Vieles wiederholt sich auch und es standen noch mehr Ladenräume leer als 2019 schon. Ich hoffe, ich habe dann in Harajuku morgen mehr Glück.

Hachiko Bus 

Audrey, sie ist so anmutig


Irgendwie in ich aber ziemlich geschlaucht und begebe mich zurück in die Unterkunft. HIer vergesse ich direkt mal die Nummer für meinen Locker bzw. knall ich die Tür zu bevor ich meine Numemr eingebe. Also wieder am Frontdesk anrufen (das erste Mal weil mein großer Koffer nicht reinpasste). Die nette Dame kommt hoch und schließt auf. Die Mitarbeiter sind wirklich lieb und das ganze Konzept des Hotels ist toll. Wirklich. Es läuft im Hintergrund süße Musik, so beruhigend. Hier hat man sich wirklich was bei gedacht. Ich bin die zweite die sich in den Raum für 10 hinlegt. Die Nacht war leider mies. Die anderen Damen waren recht laut mitunter beim rein- und rausgehen, der Lüfter war auch nicht wirklich leise aber OK aber am schlimmsten war das mal lauter und mal etwas weniger laut brummen und vibrieren.. von keine Ahnung was. Eine Waschmaschine? Pumpe? Aus dem Nebenhaus? Ich werde es nie erfahren.
Die nächste Nacht kann nur besser werden, ich ziehe innerhalb von Tokio um (vollkommener Blödsinn wie ich nun merke, warum tu ich mir den Stress an und nehme nicht direkt eine Unterkunft die groß genug zum bleiben für mehrere Tage ist, aber neiiiin, ich wollte ja in einem Capsule Hotel übernachten).



Zitat / Fazit des Tages: Das Nadeshiko Hotel war super schön, aber die Nacht war halt riiiiiichtig nicht gut. Kein Capsule Hotel mehr am ersten Tag der Reise nehmen. Ganz dumme Idee.

Schlüsselsatz: もしもし、ロッカーのコードがわすれました。
(Hallo (am Telefon), ich habe die Nummer des Schließfachs vergessen.)



Freitag, 13. Juli 2018

Tag 22 - Letzter Tag, auf nach Narita

Hallo Zusammen,

für mich ist der letzte Tag meiner Japanreise angebrochen. Die paar Stunden morgen bis mein Flieger geht kann man ja nicht wirklich mitzählen.

Ich nutze erst einmal meine Check Out -Zeit im Hotel in Tokio komplett aus und verlasse in aller Ruhe mein Hotel um kurz vor 11h. Ich war sehr früh wach (vielen Dank, liebe Mückenstiche), habe gefrühstückt, den Blog geschrieben und danach etwas getan was ich einfach LIEBE: Noch einmal ein kurzes Nickerchen gemacht.

Dann geht es gemütlich zum Bahnhof Otsuka. Gemütlich ist das richtige Wort. Die Hitze erschlägt einen und wirklich schnell machen geht nicht. Zumal ich auch sehr beladen bin: Ich habe zwei Reisetrolleys, eine Tasche die die Maße des Handgepäcks voll ausnutzt UND einen Rucksack. Aber: Es ist noch Platz! Ich kann also noch Souvenire kaufen! *__*

In Nippori heißt es Zugwechsel. Der Zug den ich nach Narita brauche kommt aber nur einmal in der Stunde. Ich frage aber nochmal bei einer Japanerin nach. Das muss man den Japanern ja lassen: Egal, wen ich anspreche, jung, alt, mit Kopfhörern in den Ohren, Mann, Frau - alle sind sehr bemüht mir zu helfen. Aber gut, ich habe die Tafel und die unbekannten Kanji richtig kombiniert, der Zug den ich brauche kommt nur stündlich. Ich kann auch umsteigen zwischendurch, aber mit dem ganzen Gepäck und der Hitze ist mir das zu umständlich.

Im Zug setze ich mich neben eine Frau und während sie schon wie wild versucht mir Platz zu machen beruhige ich sie mit "Daijoubu". Beeindruckt davon (Japaner sind wirklich so schnell mit nicht-wirklich-japanisch zu beeindrucken) kommen wir ins Gespräch. Es ist wirklich faszinierend, wie sehr einem sich hier die Tore öffnen, wenn man ein wenig die Sprache spricht. Die Japaner sind nicht unfreundlich gegenüber Fremden, keineswegs, aber die allermeisten sind so unsicher mit ihren Englischkenntnissen das sie es möglichst vermeiden Englisch zu sprechen, dabei ist das Englisch der meisten Japaner dann gar nicht soooo schlecht. Im selben Zug helfe ich dann noch Thailändern weiter, die den falschen Zug genommen haben. Sie fragten erst einen Japaner, der aber verzweifelt abwinkte. Es ist ein wenig Tricky mit den Zügen nach Narita. Man muss gut darauf achten wo man wirklich hin möchte: Nach Narita City ODER Narita Airport. Es gibt Bahnlinien die nur eine der beiden Stationen anfahren.

Nach etwas mehr als einer Stunde komme ich dann in Narita an. Ich bin etwas früh dran aber ein frührer Check-In ist zum Glück möglich. Nach einer kurzen Pause zieht es mich dann, wie fast immer, zum Narita-San:

Schildkrööööten !!!


Für mich eine der schönsten Anlagen in Japan!






Meinen Ausflug halte ich aber relativ kurz, die Sonne knallt ohne erbarmen, im Fernsehen weist man darauf hin nur das nötigste heute zu erledigen wegen der Hitze. Ich mache noch ein paar Besorgungen (aka Abendessen und Souvenir) und gehe dann zurück zum Hotel.

Wahnsinn, es sind nun 3 Wochen vergangen. Es kommt mir auf der einen Seite so vor als wäre ich schon viel länger in Japan, auf der anderen Seite habe ich das Gefühl gerade erst bei Sachi eingezogen zu sein. Ich habe viel erlebt. Ich habe viel gelernt. Über mich selbst. Über die japanische Kultur. Über Menschen. Ein bisschen Japanisch habe ich auch gelernt. Aber auch Englisch. Ich bin wirklich aus meiner Komfortzone rausgekommen. Habe Sachen gemacht, die ich Zuhause vermutlich nicht getan hätte. Ich bin glücklich, das ich den Schritt gegangen bin. Ich, die schüchterne. Leicht ängstliche, aber vor allem UNSICHERE Person. Vergangenheits-Saskia von vor 10 Jahren (oder auch 5 Jahren) hätte nie geglaubt das sie so eine Reise, allein, bei fremden Leuten mit vorgeschriebenen Abläufen, viele unbekannte Faktoren (Stadt, Sprache, Menschen) mal antreten würde.
Worauf ich mich aber nun am meisten freue: Zuhause.

Danke das ihr mich auf der Reise begleitet habt.


Schlüsselsatz:
しあわせ
Glücklich sein, Glücklichkeit

Sonntag, 4. Juni 2017

Tag 14: Runterkommen in Narita

Hallo Zusammen,

es ist soweit: Der letzte "richtige" Tag ist für uns in Japan angebrochen.
Dies bedeutete für uns auch: Umzug!
So ging es mit Sack und Pack (aka vier große Koffer, 2x Handgepäck und zwei Rücksacke - natürlich sind alle "Behälter" bis zum Erbrechen gefüllt X'D ) auf nach Narita.

Wir checkten gegen 10.15h in unserem bisherigen "Zuhause"/Hotel in Akabane aus und machten uns dann auf den Weg. Zuerst gingen bzw. schlichen wir zur Akabane Station, steuerten aus Gewohnheit den "falschen" Eingang an der über keinen Aufzug verfügte, wanderten dann zum "South Gate" um dort eine JR-Line bis Ueno zu nehmen. Erfreulicherweise waren weniger Leute unterwegs als wir zuerst befürchteten was die Reise einfacher machte. An Ueno Station mussten wir dann etwas laufen und zur "Ueno Keisei Station" laufen. Gut, das wir nur gefühlte 10 Minuten gewartet haben um einen aufzug zu nutzen. Warum gibt es an der JR Ueno Station nur einen Aufzug pro Plattform?! D: Aber naja, wir hatten ja Zeit. Check-In im Hotel in Narita ist sowieso erst gegen 14h möglich. Nach einigen ächzen und stöhnen und gefühlten Pre-Muskelkater im Arm vom Koffer ziehen erreichten wir dann die KeiSei Station und konnten nun erst einmal gut 70 Minuten sitzen und nach Narita (City) fahren.

ganz schön viel Krempel schleppen wir da mit uns rum
Auf die Minute pünktlich erreichten wir dann Narita und wagten uns bereits eine Stunde früher einchecken zu wollen. Das klappte auch. Ohne Aufpreis. Ohne Kommentar. So wie beim letzten Mal (2015 mit Mochi). Sehr geil!
Also gingen wir kurz auf unser Zimmer, verstauten unsere Koffer, gönnten uns noch einen schnellen Mittagssnack im Family Mart und schon ging es auf Richtung "Narita-san".
Der Weg dahin ist schon eine Augenweide UND ES IST SO RUHIG! Ganz anders als im hektischen Tokio. Keine laute Musik, keine schreienden Leute. Das kam uns heute besonders recht!



auf der Straße zum Narita-san konnte man alle 12 Chin. Zeichen bestaunen. Sehr hübsch!



 Nach ca. 10-15 Minuten erreichten wir dann die Tempelanlage. Es erwarteten uns u. a. steile Treppenaufstiege:



Diese lohnten sich aber definitiv:





Oh! Das linke Gebäude stand bei meinen letzten Besuch noch nicht hier Ö_Ö
 Der Ausblick ist einfach nur wunderschön und beruhigend:


Erinnerungsfoto am Narita-San


einfach toll!
 Nachdem wir uns vom Narita-San loslösen konnten, wollten wir noch den "Wasserfall" finden. Bei meinen letzten Besuch hatte ich den nicht mehr erreicht, da die Anlage bereits schloss. Aber diesmal...


Skullina kletterte sogar ganz nach vorne

..ich hab das mal lieber gelassen... XD
 Den Wasserfall erblickt und die Atmosphäre genoßen, beschlossen wir den Rückweg anzutreten und noch etwas Abendessen einzukaufen. Morgen geht es sehr früh raus für uns (gegen 6h), da wir um 7h den Bus-Shuttle-Service des Hotels in Anspruch nehmen zum Flughafen Narita.  Irgendwie waren wir beide heute aber auch etwas angeschlagen, mal war mir übel, dann Skullina und später hatte Skullina sogar noch Nasenbluten! Ö__Ö Also blieben wir beim Plan und versuchen nun noch unsere "Batterien" für die Rückreise morgen aufzuladen.

Ausblick aus dem Hotel. Das Fenster hier lässt sich sogar fast ganz öffnen. Wow.

Vielen Dank das ihr unsere Reise hier mitverfolgt habt. Wir haben die Zeit hier wirklich sehr genoßen, freuen uns aber nun auch sehr auf Zuhause! :-)
Bis dann! ^__^




Donnerstag, 15. Oktober 2015

Tag 19: Narita

Hallo Zusammen,

hier ist Usai mit dem letzten Bloeintrag aus Japan. Fast drei Wochen waren wir nun in Japan und nun ist schon der letzte Abend in "Nippon" angebrochen.
Da unser Flieger morgen um 12h mittags bereits geht sind wir heute schon nach Narita "umgezogen". Im Gegensatz zum letzten Mal haben wir ein sehr zentrales Hotel gewählt, das Mercure Narita Airport:

da ist es - unser Hotel für die letzte Nacht in Japan !


Es ist nur 1 Minute zu Fuß von der Keisei-Narita Station entfernt und liegt in der "Innenstadt" von Narita, wenn man diese so nennen kann. Narita ist ein relativ kleiner Ort und dementsprechend entspannter ist es hier.

Der Transfer hat übrigens gut geklappt, abgesehen davon das unser Gepäck einfach schwer ist ^__^6. Der Hotelangestellte an der Rezeption hat auch irgendwie einen Narren an uns gefressen - ich vermute er ist in seiner Freizeit auch ein kleiner Nerd wie wir und findet uns deshalb symphatisch. Vielleicht konnten wir auch deshalb bereits fast 2 Stunden vor offiziellen Check-In das Zimmer beziehen..!?

Das Gepäck im Zimmer abgeladen haben wir dann erst einmal die direkte Umgebung erkundet und uns (wie immer) mit Lebensmitteln eingedeckt. Während Mochi nach dem Mittagessen im Hotelzimmer ausspannen wollte, zog es mich zu einem nahe liegenden Tempelareal - dem Narita-san.

Eigentlich benötigt man vom Hotel aus nur 15 Minuten bis dort, da ich aber erstmal mit fester Überzeugung ganze 10 Minuten in genau die falsche Richtung gelaufen bin, wurde daraus fast ein Kraftakt XD - aber der (Um)weg hat sich gelohnt:







Viele steile Treppen erwarteten mich zum Vorplatz des Narita-san. Es handelt sich beim Narita-san Shinshou-ji Tempel  übrigens um einen buddhistischen Tempel. Wenn man sich aufgrund der Machart/Optik nicht sicher ist ob man es mit einem buddhistischen Tempel oder einen Shinto-Schrein zu tun hat, hier ein Tipp: Immer auf den Namen achten, "Ji" steht immer für buddhistische Tempel.


Während ich mich auf den erstaunlich "leeren" Vorplatz befand, konnte man eine Zeremonie belauschen:


Es war wirklich schön das nur relativ wenig Menschen auf dem Areal unterwegs waren - ganz anders als beim Asakusa-Schrein und dem Sensou-Ji in Tokyo. So konnte ich auch wirklich einige schöne Fotos machen:


 

Hello Kitty muss sich von Japan verabschieden - sie zieht nach Deutschland um ;-)

lt. Karte gab es auch diverse Teiche und einen kleinen Wasserfall - aber die Zeit drängte..





das Herzstück der Anlage!

mit fantastischen Blick nach unten

und nach oben
Wer einen Tag in Narita halt macht sollte sich unbedingt die Tempelanlage ansehen. Sehr schön, kostenfrei und bei weiten nicht so überlaufen wie diverse Tempel in Tokyo oder Kyoto (obwohl Kyoto natürlich nochmal etwas SEHR besonderes ist (I LOVE KYOTO)). Auf jeden Fall war dies eine sehr schöne und auch unerwartete Überraschung für mich und ein schönes "Abschiedsgeschenk"...

bye bye
 

Das war es dann aus Japan. Unsere zweite Reise nach Japan war wunderschön und eines ist sicher: Wir werden wiederkommen. 

Vielen Dank für's lesen, kommentieren und all die anderen lieben Worte & Gesten! ^__^