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Sonntag, 29. Oktober 2023

Tag 22 - Der Eintrag zum letzten Tag kommt mit Grund so spät erst..

 Hallo Zusammen,

der Blogeintrag zum letzten Tag in Japan kommt spät, fast einen Monat später - ABER: Ich habe Gründe! SEHR GUTE GRÜNDE! Lest selbst:

Nun, aber erst einmal zum Tagesbericht:

Netterweise durfte ich meine Koffer in Toni's Zimmer zwischenparken, er hatte sich sein Zimmer eine Nacht länger gebucht um gemütlich chillen zu können vor der Rückreise. Unser Flug geht am heutigen Tag gegen 22h, ich bekloppte will aber noch den letzten Tag extrem ausnutzen und daher zieht es mich etwas vom Stadtzentrum weg:

Wie im letzten Eintrag angekündigt, musste ich ja noch ein "To Do" auf meiner Liste erledigen: Ein (neues) Riesenrad besuchen! Die Wahl fiel diesmal auf das Riesenrad am Kasai Rinkai Park, am Tokyo Bay. Die Fahrt dahin dauerte auch knappe 50 Minuten :D

da isset!

hallo!

Weit und breit ist auch kaum ein Mensch und ich bin fast die einzige auf dem Riesenrad. Das macht meiner Freude aber keinen Abbruch (GANZ IM GEGENTEIL, harharhar) und ich genieße die Aussicht.
Und mein Körper genießt, das er gewungen ist, fast 20 Minuten mal ruhig zu sitzen und nicht zu laufen. Mein Körper hasst meinen Geist - immer, nach jeder Japanreise.


Wetter sieht so mild aus aber war trotzdem recht schwül, haha



Nach der Rundfahrt und der Erkundung des Gartens (es ist wohl auch ein Aquarium hier, aber Aquarien hassen wir ja weil es Tierquälerei ist!) beschließe ich, ein noch unbekanntes (neues) Pokemon Center aufzusuchen. Mein Weg führt mich dabei vorbei an Disney Land. War im Zug auch unschwer zu erkennen an den vielen Kindern und Leuten mit Disney Klamotten/Taschen usw.

Hallo und Tschüss!

Nachdem ich dann ausversehen in Süd Funabashi ausgestiegen bin, anstatt in West-Funabashi (kommt davon wenn man einpennt während der Fahrt und dann nur hektisch Funabashi hört und rausspringt), komme ich mit ein wenig Verspätung langsam da an wo ich hin will. Das Pokemon Center befindet sich im "La La Port", dies ist ein riesiges Einkaufszentrum. Eines dieser Art gibt es auch in Fukuoka - dort gab es sogar einen riesigem Gundam davor ( Japan 2022 - Tag 25 - Fukuoka ).

als ich aussteige ist das "La La Port" noch mehr als 1 km entfernt. WHAT?! Japan?! Wie kann das sein? Die Shopping Mall ist nicht direkt am Bahnhof? Ich soll jetzt 1km laufen? Ich zweifelte schon kurz an Japan als ich dann aber merkte, dass der Weg zur Shopping Mall angenehmer und schneller geht als ich dachte:


Der ganze Weg war quasi mit Laufbändern gepflastert. OK Japan, nochmal Glück gehabt :D

In Windeseile erreicht man somit LaLaport. Es ist sogar ein Kino direkt daneben:


der neue Ghibli-Film!

Für Kino habe ich heute aber (wirklich) keine Zeit und ich schlendere durch die riesige Shopping Mall. Es gibt hier gefühlt alles: Etliche Cafes/Restaurants, Bekleiedungsläden, Möbelläden, Kinderspielzeugläden, Parfümerien und und und.


Nach einiger Zeit erreiche ich auch mein Hauptziel: Das Pokemon Center! 

juhuu~ schon wieder kann ich eines auf der Liste abhaken!



sogar ein Raum für das Trading Card Game!

Da ich unter der Woche unterwegs bin, ist es nicht voll hier und ich kann in Ruhe alles ansehen. Wie ich vermutet hatte, gab es auch hier noch "besonderen" Merch der in anderen (beliebteren/belebteren) Stores schon asuverkauft war. Wer also nach Sachen sucht, die sehr gefragt sind und oft ausverkauft, hat hier vielleicht Glück und findet sie noch. Ich empfehle!

Danach zieht es mich noch in diverse andere Shops und ich kaufe noch Souvenire. Mein zweiter Koffer hat noch Platz (leider noch viel, daher werden die Shoppingbags immer schwerer).

Brautmodenladen

Irgendwann werden die Tüten zu schwer und ich beginne mich auf den Rückweg zu machen. Es ist auch mittlerweile 15h und irgendwann muss ich ja doch den Flug kriegen. Der Flughafen befindet sich auch noch einmal gut eine Stunde außerhalb von Tokio. Auf dem Weg nach draußen stoße ich noch auf dieses süße, riesige Pikachu:

Auf Wiedersehen T_T

Nach gut einer Stunde komme ich langsam wieder in die Nähe des Hotels, gönne mir nochmal Kombini Snacks und genieße noch einmal kurz die Ruhe:

Random zwischenweg zu verschiedenen Bürogebäuden, sehr hübsch, in Hanzomon.

Im Hotel angekommen, chillen Toni und ich nochmal bzw. packen die Koffer noch einmal final und machen uns auf den Weg in die Lobby. Wir spielen heute einmal "reich" und gönnen uns ein Taxi zum Flughafen. Zu zweit sind die Kosten echt ok und angesichts der Tatsache das wir noch mehr als 24 Stunden unterwegs sind, wollen wir unsere Kräfte schonen.

In der Hotellobby versteht man unseren Wunsch (und ich werde wieder für mein SUPERGUTES japanisch gelobt - vollkommen ungerechtfertigt aber ich fühl mich trotzdem geschmeichelt) und innerhalb von 10 Minuten ist das Taxi da.

Die Fahrt dauert etwas länger, wegen Feierabendverkehr. Aber wir haben genug Puffer eingeplant, haha.

Ich kann einfach nicht anders. Dank geht raus an Toni, der ein Foto machen musste während wir von unserem Gepäck eigentlich erschlagen werden



Während Toni smoken geht, eskalier ich noch einmal kurz an einem Flughafen-Donki und fülle mein Handgepäck und noch ein wenig meinen großen Koffer. Jeder Zentimeter muss ideal (aus)genutzt werden!!

Wir checken erfolgreich ein und kriegen noch Plätze zusammen. Das Koffer wiegen dauert irgendwie etwas länger bei Japanese Airlines, dabei liegen wir mit allen Koffern noch gut unter der Grenze. Es wird trotzdem dreimal geguckt wie schwer alles ist.. interessant..

Nach dem wir die großen Koffer los sind gammeln wir am Gate. Beim herumlaufen entdecke ich noch diesen Supersüßen Automaten.. ich hatte mein Portmonnaie schon gezückt.. aber.. habe dann doch nichts gekauft.. aber Pikachu hat mich fast überredet:





wir freuen uns so sehr auf die Rückreise ... nicht!

Jaa... dann ging es irgendwann los.. Wir hatten Glück und einen Platz neben uns frei weswegen wir tatsächlich auch beide mal etwas Schlaf tanken konnten. Der Flug nach Helsinki verlief relativ Ereignislos. Ich ernte nur neidische Blicke von Toni weil mein Special-Menü "Vegan" immer als erstes serviert wird und ich quasi mit Essen fertig bin bevor Toni seins hatte :D .

In Helsinki wurde es dann tatsächlich sehr aufregend und sehr eng. Bei der Sicherheitskontrolle wird quasi alles von mir als Gefahr eingestuft und muss nochmal gecheckt werden. Ich bin leider nicht die einzige der das passiert. Und so vergeht Zeit. Zu viel Zeit. Nur damit man mir am Ende sagt "It's OK" - " JA ICH WEISS?!! Was soll da auch neues oder "gefährliches" drin sein!?" 
 Ich habe nur noch 20 Minuten bis zum Boarding und bin laut Helsinki Flughafen Guide aber 30 Minuten entfernt. TOLL! Mit zwei verwirrten Japanern, die noch 3 Gates weiter als ich müssen,  renne ich, durch die Zollkontrolle durch alles. Ich hab Seitenstiche vom Laufen und komme dann rechtzeitig beim Boarding. Das wäre das schlimmste was mir nun hätte passieren können. Den Anschlussflieger zu verpassen. Toni kommt btw sogar erst ne Minute nach mir an, übelst gechillt ausm Raucherraum. Er hatte das ganze im Blick von da aus, hahahah.

Im Flieger von Helsinki nach Düsseldorf merken Toni und ich, das wir doch nicht zusammensitzen sondern jeweils eine Zweierreihe für uns haben. Ich nutze das aber und verschlafe tatsächlich fast mehr als die Hälfte des Fluges erfolgreich. Es ist übrigens SO kalt im Flieger hier. Ich habe nur einen langen Rock und noch einen Cardigan.. ich fühle schon wie ich mich erkälte (SPOILER: Hab mich nicht erkältet - ein Hoch auf mein Immunsystem!).

Dann landen wir schon. Wir sind müde, aber happy. Japan ist immer toll, aber nach Hause kommen ist auch geil. Toni schwärmt schon von Döner und ich will eine Pizza.
Unsere Koffer kommen flott und wir verabschieden uns.

Am Flughafen begrüßen mich auch schon mein Freund und sein Vater. Nach Hause kommen ist doch einfach das Beste <3

Es gibt Blumen, eine warme Decke und ein Schokostreuselbrötchen (Original Aachen, einfach!).


Es war eine supertolle, wenn auch eine viel anstrengendere Reise als erwartet. Ich bin so dankbar für die ganzen Erlebnisse, Eindrücke und die Zeit. Und vor allem bin ich dankbar für die Menschen dort: Nati, Sachi, Hiroko, Misako...!

Ich habe viel gesehen und gelernt.


Ähm...

Und warum kam der Eintrag jetzt so spät?!??!

Ich habe einen finalen Entschluss gefasst:

Ich habe eigentlich schon während der letzten Reise ( Japan 2022 - fast 2 Monate ) für mich gemerkt, dass ich es machen will und habe versucht, Vorkehrungen zu treffen. Im Januar 2023 hatte ich das Ganze auch schon im engsten Freundeskreis angekündigt. Jetzt, während dieser Reise, habe ich gemerkt, dass ich es wirklich jetzt machen muss. Eigentlich war der Ursprungsplan mit meinem Freund gemeinsam im Oktober 2023 nach Japan zu fliegen, das hat aber leider aus arbeitstechnischen Gründen bei ihm nicht geklappt (und so kam es, das ich im September "alleine" geflogen bin).

Ich habe das große Glück, einen wundertollen Menschen getroffen zu haben. Ich hätte nie gedacht, so zufrieden und glücklich sein zu können. Wenn man so einen raren Schatz findet, dann möchte man diesen behalten, oder? In Japan habe ich beschlossen, meinem Freund einen Antrag zu machen. Zeitnah!

Ich habe also angefangen, in allen Pokestores weiterhin, das Hochzeitsmerch zu sammeln, denn wir sind beide große Pokemon Fans :D :


Die Plüschies habe ich seit Kanazawa mit mir rumgeschleppt, das war das erste Mal das ich die überhaupt mal in einem Store gesehen habe.. leider war die Hälfte des Koffers dann schon belegt. Aber das war es allemal wert! 


Ich habe alles irgendwie dann noch knapp zwei Wochen zu Hause versteckt bekommen. 

Ich habe auch dann erst die Verlobungsringe ausgesucht und seine Eltern eingeweiht. Generell waren nur wenige Leute (inkl. Japaner) in das Vorhaben eingeweiht (ich danke jeden einzelnen für eure gute Zusprache, wirklich!!!).

Der Juwelier meinte eigentlich, die Ringe kommen nicht rechtzeitig an, daher hatte ich vorübergehend andere Modelle mitbekommen. Doch ich hatte irgendwie mal wieder Glück, und einen Tag vor dem geplanten Kurzurlaub, Mitte Oktober, kam der Anruf. Unter einem Vorwand vertuschte ich den Anruf des Juweliers ("war der Zahnarzt, muss den Termin verschieben") und begebe mich zum Juwelier ("ich muss noch in den dm!" <-- wer soll da schon stutzig werden, Frauen müssen/können immer zum dm/Drogeriemarkt :D ).

 In einem Pokeball Case (mit Ringschlitz innendrin) kamen die Ringe also die nächsten zwei Tage überall hin mit ..und während einer Wanderung, bei fast Kilometer 10, habe ich mich endlich getraut und er hat tatsächlich "ja" gesagt !!



Ich bin so glücklich!

Und er hat echt nichts geahnt gehabt :)



DOKI DOKI!


Lieben Dank für das Lesen des Blogs & bis zur nächsten Japanreise !!!

Sonntag, 11. Dezember 2022

Tag 46 - Das ist nun wirklich der letzte Tag ?!

 Guten Abend Zusammen,

ein wenig verspätet (fast eine Woche!) und aus Deutschland kommt nun der Bericht zum letzten Tag meiner Japanreise, let's go:

Gut vorbereitet startete ich in den letzten Morgen. Gepackt hatte ich größtenteils schon am Vorabend. Die letzte Portion Reis wird mit Sesamöl genüßlich verzehrt. Hach, ich vermisse das japanische Essen jetzt schon..

Um 10.30h mache ich mich auf in Richtung erste Station: Yoyogi Station bzw. eine nahegelegende Karaoke Bar, hier kann ich mein Gepäck bis abends lagern. In meiner AirBnB-Unterkunft geht es leider nicht :-/ . Also ab nach Yoyogi! Von Koenji gibt es eine Bahn die direkt bis dahin durch fährt und da ich vor Shinjuku Station einsteige, kann ich auch einen guten Platz ergattern. Reisen mit zwei großen Koffern mit je um die 20kg PLUS Handgepäck (Reisetasche & Rucksack) um die 8kg ist leicht mühselig. Ich merke schon am Morgen, das mein rechts Handgelenk wieder leicht zu schmerzen beginnt, tja, da muss es nun durch.

In Yoyogi Station angekommen ist die Karaoke Bar noch näher an der Station als erwartet. Perfekt! Also rein da. Aber WO ist der Eingang? Da unten? Kein Aufzug? Die Tür ist auch zu! Och nö! Ich suche also "drumherum". Eingänge zu japanischen Läden / Wohnung sind schon mal ein wenig "versteckt" zumindest für das europäische Auge. Ich entdecke einen Seiteneingang. Hier sitzt auch eine Art Hausmeister. Mit meinem ausgezeichneten gebrochenen Japanisch versuche ich zu fragen und zu erklären das ich einen Aufzug zur Karaoke Bar suche. Der liebe Ojisan (Opi) springt aber auf und macht mir einen Aufzug klar. Ich bin mir nicht sicher ob es wirklich zur Karaokebar führt und während wir im Aufzug sind erzählt er mir das man "bei denen schon mal lauter klopfen muss am morgen" .. naja es ist 11.30h XD Wir landen also im Untergeschoss und Herr Ojisan hämmert gegen die Tür. Mehrmals. Keine Reaktion. Er murmelt irgendwas und versichert mir ich solle nur "ganz kurz warten". Nach ca. 2 Minuten geht die Tür dann auf und eine leicht hektische Angestellte der Karaoke-Bar nimmt mein Gepäck an. Cool. Ich fahre den Aufzug wieder hoch, Herr Ojjisan sitzt wieder gemütlich an seinem kleinen Büroschalter und ich gebe ihm noch etwas Meiji-Schokolädchen die ich dabei hatte. Er freut sich sehr. Hach, ich liebe doch diese Hilfsbereitschaft dieser Japaner!

Nun geht es aber weiter nach Asakusa. Ich bin heute mit Sarah verabredet. Sarah habe ich bisher noch nie getroffen, ich kenne sie nur aus Erzählungen von Sachi. Sarah hat wohl in 2016 einen Sprachaufenthalt gehabt und in dieser Zeit bei Sachi gewohnt. Wie der Zufall es will, war sie die letzten zwei Wochen auch in Japan unterwegs und unsere Flüge gehen heute Abend fast zeitgleich (mein Flug aber von Haneda, ihrer von Narita). Wir werden uns daher in Helsinki nochmal treffen können :D

Der Weg nach Asakusa zieht sich von Yoyogi doch etwas. Es braucht dann doch gut 40 Minuten mit der Bahn auch wenn diese Fahrten immer gut vergehen, da es sehr angenehm ist Bahn zu fahren in Tokio. Asakusa ist wirklich schön. Warum auch immer, hatte ich es diesmal noch nicht hierhin geschafft. 



Ich bin froh, das ich nun am letzten Tag es doch nochmal besuchen konnte, der letzte Besuch war in 2015 ( 2015 - Asakusa ). Sarah verspätet sich etwas, das kommt mir Gelegen, so kann ich ein letztes Mal meiner kranken Obsession für DonKi nachgehen ohne jemanden zu belästigen:

ob wir in Deutschland auch viele Taschen mit unsinnigen Sprüchen auf Chinesisch oder Japanisch verkaufen? Ich befürchte schon.


Kurze Zeit später treffen wir uns dann am Suzukien Asakusa Honten Cafe. Ich hatte die Lolita-Mädels beim Treffen einen Tag zuvor nach Empfehlungen gefragt und dieses Cafe wurde mir genannt. Wir wurden nicht enttäuscht.





Die Chemie zwischen Sarah und mir passt einfach. Wir quatschen und lachen viel. Ich habe ehrlich gesagt aber auch nichts anderes erwartet. Sachi hat ein Händchen dafür, tolle Menschen um sich zu sammeln.


Nach dem leckeren Snack schlendern wir noch einmal kurz am Tempel vorbei und dann zieht es uns beide noch in ein paar Shops. 







Wir haben beide die PANIK zu wenig Omiyage (Souvenire) und Co. gekauft zu haben und treiben uns damit fast in den Wahnsinn. "Soll ich das kaufen? Nee, das habe ich schon. Oder doch nicht?" "Doch! Kauf das!" "Der Yen steht so günstig!" "Kann ich das unter meinem Pulli verstecken und in den Flieger nehmen?!" Es war so lustig. Wir ticken einfach gleich :D 



Irgendwann, irgendwann, merken wir, es ist vielleicht nun genug. Und merken noch eine Gemeinsamkeit: Wir sind kleine Schisser. Das hört sich für den ein oder anderen an dieser Stelle etwas merkwürdig an, auch Sarah ist schon einige Male alleine gereist (u. a. 3 Monate Korea oder auch 5 Wochen Japan) aber wir haben beide irgendwie Angst unseren Rückflug zu verpassen und machen uns daher recht zeitig, gegen kurz vor 17.30h auf, unser Gepäck zu holen und unsere Reisen zu den Flughäfen anzutreten. So sehr wir beide Japan lieben, der letzte Tag ist auch immer gefüllt voller Vorfreude auf Zuhause. Und die Anreise zu den Flughäfen dauert auch mehr als eine Stunde. Wir verabschieden uns also vorerst mal und nun steht der zweite Teil der stressigen Reise mit zu viel Gepäck für mich an.

Die Rückfahrt und die Abholung des Gepäcks in Yoyogi vergeht ohne große Probleme, es dauert halt alles seine Zeit. Vor allen zu Fuß mit zwei großen Koffern. Und es ist Sonntag. In Shinagawa muss ich einmal umsteigen. Aber das ist hier wirklich für Trottel ausgeschildert/beschriftet:


Traurigerweise ordnen sich mehr Menschen als man denkt immer falsch ein..

In Tokio Haneda angekommen bin ich total überrascht. Es ist so leer. Nun gut, mein FLug geht abend um 22h.. aber ich hab trotzdem viel mehr Menschen erwartet. Bevor ich mein Gepäck aufgebe, bin ich schlau und suche eine Waage. Die großen Gepäckstücke dürfen 23 kg, das Handgepäck 8kg insgesamt:

22,2kg

21,5kg

8,9kg

Verdammt!

Ich muss doch einen der großen Koffer auf machen und mein Handgepäck verringern. Da aber wirklich wenig los ist und ich sowieso total schmerzbefreit bin, öffne ich mein Gepäck ohne irgendwo groß einen Rückzugsort zu suchen .

Dann zum Schalter. Ich muss kaum warten. Meine Hoffnungen auf einen "leeren" Flieger werden stärker. Bevor ich zum Security Check-In gehe, telefoniere ich noch ein letztes Mal in die Heimat, werfe anschließend meinen WiFi-Router noch in den Briefkasten und gehe noch zum 7-eleven. Gott sei dank, nach dem Security Check-In kam tatsächlich keiner, ich wäre also fast verhungert sonst.



Generell sind an den Gates kaum noch Läden auf. Ich erwische noch einen Shop um kurz vor 20.30h bevor dieser schließt um noch etwas Omiyage zu kaufen. Mit ein paar Minuten verzögerungen geht dann aber mein Flug um 22h los. Der Flieger ist echt leer. Vielleicht zu 35% belegt.. ich suche mir eine freie Dreierreihe und schlafe unglaubliche 5 Stunden insgesamt.. ich bin begeistert!


 Kurz nach dem ich wach werde, werden Zettel verteilt. Zoll? Corona? NEIN! Viel schöner:



Und ich hab es halb verschlafen :-(


90 Minuten zu früh lande ich in Helsinki. Wir hatten ordentlich Rückenwind. Und hier liegt Schnee und es ist so kalt und noch viel leerer als in Tokio Haneda. Naja, es ist auch 4h morgens Ortszeit.


Wenig später landet Sarah und wir kriegen die Transferzeit gut herum. Ihr Flieger geht weiter nach Berlin und geht unverschämterweise sogar eine halbe Stunde früher als meiner nach Düsseldorf. Wir quatschen so sehr, das schon fast das Borading bei ihr los ging. Wenn ich nochmal in Berlin sein sollte, freue ich mich schon Sarah nochmal zu treffen :D

Mein Flieger nach Düsseldorf ist winzig. Nur 4 Sitze pro Reihe und bei weitem wieder nicht ausgelastet obwohl Montagmorgen. Es sind hauptsächlich Geschäftsleute mit mir im Flieger. Und die Zweierreihe gehört mir allein wieder. Ich hatte auch mit Sarah überlegt, woran es liegt das die Flieger nicht ausgelastet sind. Vielleicht die hohen Preise? Die Jahreszeit? Die Öffnung der Grenze zu Japan war vielleicht zu spontan (war es ja auch wirklich, danke für nichts, innerhalb von gefühlt 10 Tagen musste ich fast zwei Monate vorbereiten!). Man weiß es nicht. Ich weiß nur, so eine Zeit wird vermutlich nicht wiederkommen. Es waren auch so wenig Touristen. Und der Yen stand sehr günstig - sogar für Europäer. 

Der Abflug verzögert sich. Es gibt organisatorsiche Probleme am Flughafen Düsseldorf und die Flügel des Fliegers müssen zweimal angewärmt werden:




Die Verspätung wird dank des Rückenwinds aber ausgeglichen. Wir landen fast pünktlich in Düsseldorf und mein Gepäck kommt sogar als eins der ersten. Ich hab da ja immer Panik. Jetzt nur noch Papa finden. Als ich gerade anrufen will und sagen, das es doch schneller ging, kommen er und ein Kollege mir schon entgegen. 

Wie ist das Wetter in Deutschland? Regnerisch, Neblig. Außer in Aachen, hierbleibt für alle überraschend Schnee:


Wir kommen sicher in Aachen an. Es ist geschafft. Ich bin geschafft. .


Danke fürs lesen und das ihr Teil der Reise wart. Ich bin voller Dankbarkeit. Diese Reise war auf so vielen Ebenen eine Bereicherung, ich habe viel gelernt.

 

„Erwachsen“ geworden bin ich trotzdem nicht, bitte gebt die Hoffnung auf , hahaha (Neues Lieblingshomeoffice Outfit :D )

Sonntag, 27. Oktober 2019

Tag 1 - Der längste Tag

Hallo und Herzlich Willkommen,

hie ist Usai! Für mich geht es in die fünfte Runde. Japan. Again. Diesmal aber mit Debi-Chan. Premiere! Aber fangen wir ganz von vorne an:

Mein (mittlerweile nicht mehr) heimlicher Plan ist es, in allen Monaten des Jahres in Japan gewesen sein. Bisher habe ich Mai bis Oktober vorzuweisen, fehlen also November - April. Bedingt dadurch das wir beruflich etwas eingespannt sind, war es erst nicht so einfach einen Zeitraum zu finden, doch letztlich konnten wir den 26.10.-15.11. für uns fix machen. Und hier sind wir nun.

Im Gegensatz zu den anderen Reisen, haben wir uns entschlossen bereits am Vortag zum Flughafen anzureisen. Letztes Jahr hatte mein 4 Stunden Puffer am Ende fast nicht ausgereicht und ich hätte meinen Flug in Frankfurt fast verpasst. Das wollten wir nicht riskieren. Also ging es Freitagnachmittag schon in das Maritim Hotel am Düsseldorfer Flughafen. Das war sehr gemütlich.
So gingen wir dann am morgen des Abfluges relativ entspannt zum Flughafen. Der Check-In am Finnair-Schalter (ich sammel Flugmeilen dort XD) hat sich irgendwie ziemlich hingezogen und somit rückte auch unser Frühstück nicht wirklich näher. Jedoch durften wir während unserer Wartezeit Zeuge davon werden, das Darwin versagt. Eine ältere Dame, die nicht nur ihr Musikinstrument auf die erstaunlich dümmste Art auf einen Gepäckwagen legte, sondern auch Absperrbänder bzw. dessen Halter rammte (mehrmals), dabei (mehrmals) fasst über ihre eigenen Füße fiel und beim Boarding zum Flugzeug sich dann fast mit ihrer Tasche erdrosselt hätte. Hach jaaaa~

Der Flug nach Helsinki verlief relativ ereignislos, in Helsinki begeisterte ich mich an Moomin und so wurde auch die Wartezeit dort schnell überbrückt:




Oh, aber eines ist noch passiert: Debi-Chan und ich sind Fans von Blueberry Saft! Zum Flughafen Helsinki sei zu dem gesagt, das es neben Rentier oder Elchpelzen in jedem zweiten Shop auch Bärenfleisch(!!) zu kaufen gab.

Dann ging es los in den großen Flieger in Richtung Nagoya. Beim Boarding wird Debi-Chan von den Stewarddessen wieder auf Finnisch angesprochen. Ich wurde dagegen auch englisch begrüßt.
Woran das wohl nur liegt? :o
 Ich muss sagen, ich hatte noch nie so gutes Essen auf einem Langstreckenflug wie heute. Die restlichen Passagiere waren auch relativ leise aber an Schlaf war trotzdem nicht zu denken. Irgendwie bekommen wir das nicht hin. Nach langen 9 1/2 Stunden waren wir nun endlich da... und es regnet hier.. na toll.. nur 15 Grad wärmer als in Helsinki. Wir passieren die Einwanderungsbehörde, hinterlassen Foto und Fingerabdruck, und dann passiert das worüber wir gewitzelt haben. Nachdem wir unsere Koffer eingesammelt haben, muss man noch einmal durch den Zoll. Und weil Debi-Chan einfach wie Debi-Chan aussieht, muss er den Koffer öffnen und ich auch weil daneben stehe. Hach ja... Japaner XD

Wir sind beide sehr müde, müssen aber am Flughafen Nagoya noch den JR Pass eintauschen und eine SIM-Karte holen (ich hatte eine bestellt, diese wurde aber nicht zugestellt, sondern lag zur Abholung in Mönchengladbach bereit... ACH SO! XD). Mit dem Nishitestu-Train ging es dann endlich Richtung Nagoya. Da es früh am morgen ist (leider SONNTAGmorgen), und wir noch nicht einchecken können, wollen wir unsere Koffer in Schließfächer packen. Leider sind alle besetzt und es ist die Hölle los. Sonntag haben alle, mit Ausnahme der Leute im Einzelhandel/Gastronomie, frei und dementsprechend voll ist die Stadt. Also machen wir uns doch auf dem Weg zu unserem Hotel und können zumindest unsere Koffer schon einmal aufbewahren und gehen mit weniger Balast Richtung Innenstadt.

Mittlerweile sind wir fast 24 Stunden wach und wir sind etwas platt aber glücklich. Unser erster Gang führte ins Pokèmon Center. Auch dieses, sehr überfüllt, aber das hält uns nicht auf. Natürlich wurden wir fündig, obgleich Debi-Chan sehr traurig ist, dass es nichts von seinem absoluten Lieblingspokémon gab. Leute, wenn ihr Kamalm Merch seht, meldet euch XD

trauriger schmolliger Debi-Chan


Pokemon Center Nagoya mit überhaupt nicht vielen Kindern (viel zu viele Kinder und viel zu wenig Kamalms)




 In Nagoya fand heute zudem ein großes Halloween Fest statt und wir konnten diversen Tänzen und Paraden verfolgen:


Halloween ist wirklich eher mit Karneval zu vergleichen. Aber ich mag es.

Nachdem unsere Füße und auch unsere Gehirne immer träger wurden, beschlossen wir gegen 16.30h ins Hotel zurückzugehen. Hier haben wir uns nun Abendessen aus dem FamilyMart gegönnt und versuchen noch ein wenig wach zu bleiben (so bis 19h Ortszeit mindestens!) damit wir nicht um 2h nachts aufwachen und aus dem Rhythmus sind.

Nun ja.. wir sind ziemlich müde, daher ist der heutige Eintrag auch etwas kürzer.. aber die nächsten Tage werden sicher ereignisreicher, hahahah XD