Dienstag, 10. Juli 2018

Tag 18 - Treffen mit Yui - Fushimi Inari

Hallo Zusammen,

Ich habe heute fast 8 Stunden geschlafen. Das war auch mal bitter nötig. Bevor ich das Haus verlasse, stosse ich auf Ryoji und befrage ihn wegen des Insektes. Es ist tatsächlich eine Baby Zikade gewesen. Er entschuldigt sich (natürlich) 1000mal und gibt mir ein Insektenspray an die Hand. Das tötet wohl quasi sofort so gut wie alles. Will gar nicht wissen was da alles an Chemikalien drin ist.

Heute treffe ich Yui wieder, ich hatte Yui vor gut 5 Jahren in Wien kennen gelernt während wir beide auf Reise waren, seitdem halten wir Kontakt.

Zuerst ging es mit Yui in ein schönes Restaurant das uns einen schönen Blick über Kyoto brachte (leider habe ich vergessen Fotos zu machen weil ich dumm bin). Vollgefressen und glücklich machten wir uns dann Richtung Fushimi Inari Schrein auf.

Viele Touristen am Eingangstor 

Kyoto ist bei Touristen zu jeder Jahreszeit beliebt. Laut Yui haben wir heute aber Glück uns es ist nicht ganz so viel los. Das könnte dem extremen Wetter geschuldet sein, heute ist es brutal heiss und schwül, ~34 Grad.






Nach dem wir die Basis erkundet haben, machen wir uns zu den berühmten Roten Toren (Torii) auf. Es ist anfangs schwierig ein gutes Foto zu machen bei all den Leuten.



An manchen Stellen betet Yui.  Hierfür gibt es viele Gelegenheiten. An welchen genau sie das tut, überlässt sie ihrer spontanen Intuition.


Wir beschliessen, aufgrund des wirklich sehr anstrengenden Wetters, nicht bis zur Spitze der Anlage zu laufen. Schon allein bis ca. Zur Mitte (es geht einem Berg rauf!) Macht ins schwer zu schaffen. Aber wenigstens sind auf den Weg dorthin viiiiiel weniger Touristen.




Jedes einzelne rote Tor (Torii) ist eine Spende. Meistens von Firmen, die Namen und das Datum stehen auf dem Beinen.wer in Kyoto oder Japan was von sich hält, schaut das er spart und sich auf eines der Torii verewigen darf. Es gibt eine Warteliste.



Auch wenn wir nun meistens im Schatten der Bäume laufen ist es extrem anstrengend. Auf den Weg halten wir einige Male. Kyoto ist aufrgund seiner Lage, umzingelt von Bergen extrem schwül. Auch das Wetter ändert sich gerne mal schnell. Derweil merkt Yui schon den ersten Muskelkater vom Laufen in den Beinen XDD den habe ich sicherlich auch, aber mein Körper hat aufgegeben sich zu beklagen. JAPAN MODUS: Eingeschaltet.
Dann haben wir es aber geschafft.
Gewitter?!

Ich beneide die Japaner um ihre Haare. Während meine schon frühmorgens explodieren weil es so feucht ist, liegen die der Japaner toll. Ich sehe echt beschissen aus heute XD und schaut euch Yui an: Als wäre nichts gewesen optisch XD

Nach ein paar Minuten fängt es tatsächlich an zu Donnern und wir beschliessen und zügig auf den Rückwegbzu machen.


Für den Rückweg wählen wir eine Route die Yui selbst noch nicht kannte. Dieser führt an den Friedhof vorbei.


Obwohl dies eine Anlage eines Shintoschrein ist, gibt es auch buddhistische Statuen und Gebetsplätze.  Japan zeigt eindrucksvoll, das ein Ort für mehrere Religionen und Götter stehen kann und das dies total normal ist.

Buddha Statue für Gesundheit und Fruchtbarkeit

Aus dem Magen konnte man sich eine Vorhersagung nehmen, es waren aber leider keine mehr da.

Nach dieser anstrengenden Tour beschliessen wir uns in Richtung Yui's Viertel aufzumachen und warten daher an der Station auf den Zug:

Mein Hamster ist berühmt
Ich erzähle Yui das mein Hamster Inari heisst. Japaner finden das urkomisch und süss. Der Familienhund von Yui heisst übrigens "Mr. Melon" XD
Bevor wir uns in Yuis Lieblingscafe setzen, gehen wir in den Daiso. Ein ziemlich großer Daiso. Bye bye Geld.
Im Cafe chillen wir für bestimmt 2 Stunden und fahren dann mit dem Auto (ich sass das erste Mal in so einem Mini-Japan-Auto XD) und Yui's Mutter zu Coco Curry. Yui's Mutter verabschiedet sich dann und wir beide essen lecker zu Abend. Einziger Nachteil: Alles an mir riecht nun nach Curry.

Yui fährt mich anschliessend zum Gasthaus (so praktisch). Es ist mittlerweile nach 21h. Im Wohnbereich treffe ich Rjoji und lasse mir, vorsichtshalber, die Waschmaschine kurz erklären. Leider hat diese keine Trocknerfunktion. Rjoji bietet mir aber an mit mir flott zur Coin Laundry zu fahren. Da er sich auch nicht mehr davon abbringen lässt das zu tun, nehme ich dankend an. Rjoji ist wirklich ein guter Gastgeber, wer macht das schon, dich um 22.20h noch zu ner Wäscherei zu fahren. Ich bin mittlerweile geduscht und ungeschminkt unterwegs XD  wir unterhalten uns gut. Dragonball ist unser Thema XD Gegen kurz vor 23h sind wir auch wieder im Gasthaus. In weiser Voraussicht packe ich meinen Koffer schon soweit zusammen. Morgen folgt die Überfährt nach Tokyo.

Heute war ein schöner und ereignisreicher Tag. Ich habe viele Dinge gesehen, die ich ohne Yui mir mitbekommn hätte. Vielen Dank dafür.

Viele Grüsse und bis Morgen!

Schlüsselsatz:
すみません、 (わたしの) へやはむしがいます。
Tschuldigung, in meinem Zimmer ist ein Insekt.

Sonntag, 8. Juli 2018

Tag 17 - Bye bye Fukuoka (diesmal stimmt es)


Hallo Zusammen,

heute geht es hoffentlich los aus Fukuoka. Sachi und ich checken morgens noch einmal das Wetter. Alles gut. Da gestern viel still stand, befürchten wir einen ziemlichen Andrang auf die jetzt wieder fahrende Bahn, daher beschliessen wir uns relativ früh aufzumachen und sind um 8.30h an Hakata Station. Hier tausche ich dann meinen JR Pass ein. Der JR Pass ist ein Ticket das einem erlaubt alle JR Linien und die meisten Shinkansen inkl. Sitzplatzreservierung zu nutzen. Ganz günstig ist der Pass nicht, aber Shinkansen sind teuer und es lohnt sich wenn man in der Regel zweimal die Stadt wechseln muss (zB Tokio->Kyoto->Tokio).

Der nächste Zug um 9.47h ist schon komplett reserviert. Es gibt im Shinkansen auch Wagons ohne Reservierung, aber Sitzplatz ist da glückssache. Meine Fahrt dauert heute länger (bis Shin osaka) und ich habe viel Gepäck, daher beschliesse ich einen Zug später zu nehmen, was leider auch erst 10.47h bedeutet. Der Abschied von Sachi ist schwierig. Damit es nicht total mit dem heulen ausartet halten wir es „relativ“ kurz (10minuten XD). Sachi will das Ich mit meiner Familie und meinem Freund wiederkomme, jetzt wisst ihr Bescheid .. XD

 Dann gehe ich auch schon durchs Shinkansen Gate und will endlich einen Blick auf das Hello Kitty Cafe werfen. Zu diesem wollte ich seit Tag 1 hin, ABER dieses Cafe liegt hinter dem Gate, man braucht also ein Ticket. Ins Cafe rein gehe ich nicht, Sachi hat mich heute morgen gemästet XD





Die Zeit im Shinkansen Terminal nutze ich für Fotos und um den Blogeintrag von gestern zu schreiben. Auf die Minute pünktlich kommt Shinkansen „Sakura“ dann an. Die Fahrt verläuft ruhig, ich tausche mich mit meiner Sitznachbarin anfangs kurz aus und schlafe zwischendurch auch ein. In Shin-Osaka heisst es dann aussteigen. Und genau hier passiert das unverschämteste überhaupt: Mein neuer Shinkansen, Hikari, der mich nach Kyoto bringen soll, hat 5 Minuten Verspätung. 5 Minuten, einfach so, für immer verschenkt. Natürlich wurde sich dafür 100000x entschuldigt XD Ich wünschte, die Deutsche Bahn hätte immer nur 5 Minuten Verspätung XD
In Kyoto werde ich richtig nass. Das liegt aber nicht am Regen, nein, viel ekliger, an mir. Ich schwitze. Es ist so heiss hier. Ich merke das Ich gerade wieder über Details schreiben will (sorry, ich bin da einfach etwas gnadenlos  (=niveaulos oder „offener“)), aber ich spare es mir diesmal.


Da steht mein Name an der Tür.... *sing*

So fancy

Jetzt also die Unterkunft finden. Ich bleibe zwei Nächte in Kyoto in einem Gasthaus. Betrieben wird dies von Rjoji, einem jungen Japaner. Die Wegbeschreibung funktioniert schonmal gut, ich finde das Gasthaus auf Anhieb. Ich bin leider auch etwas früher als angekündigt doch kann ohne Probleme schon einchecken und krieg den Koffer hochgetragen. Im Moment wohnen neben mir und Rjoji noch zwei Chinesen hier. Ich bin wohl die erste Deutsche und generell sind wenig Europäer bei ihm. Nach kurzem Smalltalk mache ich mich komplett frisch und beschliesse nach Osaka zu fahren. Wieso?
1. Es ist nun schon nach 16h, Tempel, Zoo und Museen schliessen bald
2. Shopping ist besser in Osaka
3. Es kostet mich nichts weil JR Pass
Also ab dafür. Kyoto ist sehr busy. Aber Osaka an einem Sonntag. Yaaay. Japanische Rush Hour – ich hab dich vermisst. Aber egal. Ich bin müde und habe spontan keine so guten Ideen, also schlendere ich zum HEP FIVE. Eine Shoppingmall (jaja, ich bin langweilig) aber eine mit Riesenrad! Immer wenn ich in Japan bin, besuche ich auch ein Riesenrad irgendwie... Suzuka,  Kobe, Yokohama und heute Osaka!








Gekauft habe ich lediglich eine Sache für jemand anderen (ich sag nur uz rüt) und dann wollte ich auch schon wieder Richtung Kyoto. Das Rumgekreische der Verkäuferinnen ist hier noch krasser wie in Tenjin Core (I miss you!!) Es ist anstrengend heute. Im Gasthaus angekommen esse ich zu Abend und quatsche mit Rjoji bevor dieser zu Freunden loszieht. Ich werde versuchen heute vor 0.00h ins Bett zu gehen, morgen wird bestimmt aufregend mit Yui.

Just als ich diesem Eintrag schreibe, ist es wieder passiert: Es war schon zu lange her, es musste wieder passieren. Ein Insekt. Unbekannter Art. Aber bereits Tod. Glaube ich. In meinem Zimmer. Dabei ist es hier wirklich, wirklich sauber und ordentlich. Ich habe jetzt einen grossen Deckel drüber gestülpt. Ich weiss nicht was ich machen soll XD

Nun ja, dann ist das halt so.

Viele Grüsse in die Heimat!


Schlüsselsatz:
きをつけてね。
Pass auf dich auf, ja?

Tag 16 - Kein Takamatsu

Hallo Zusammen,
Es geht nichts aus Fukuoka raus. Da sitz ich nun, am vermeintlich letzten morgen bei Sachi und komme nicht weg. Im Fernsehen sieht man Hiroshima unter Wasser, Okayama ebenfalls. Seit heute Nacht neu  ist, das auch keine Marine Liner nach Shikoku (Takamatsu) fahren.
Sachi bietet mir sofort an noch einen Tag hier in Fukuoka zu bleiben und ich nehme das Angebot an. Ich könnte es irgendwie mit dreimal den Buswechseln, 20 Minuten laufen zwischendurch via alternativweg eventuell nach Takamatsu schaffen, das würde aber knapp 10 Stunden dauern und wer weiss ob die Busse dann auch fahren.  Ich bin erleichtert, einfach in Fukuoka bleiben zu können. Sachi hat heute Behördengänge vor sich wegen dem anstehenden Umzug, mich verschlägt es nach Nakasu-Kanabata. Hier besuche ich erstmal Hiromi auf der Arbeit. Hiromi arbeitet im Kayanoya. Das Kayanoya verkauft exklusivere Zutaten für Gericht, es gibt auch Kochkurse hier und superschönes,  handgemachter Porzellan. Hiromi freut sich mich zu sehen. Sie ist so süss. Ich hinterlasse noch einen wunsch am Tanabata Baum und kurz darauf verschlägt es mich in die alte überdachte einkaufsstrasse. Das Flair hier ist ganz anders und ich bestaune die Geschmückten Wagen für das bald kommende Yamakasa Festival.






Am Ende der Strasse laufe ich direkt auf den Kushida Shrine zu. So hübsch. Da heute Samstag ist, ist auch ein wenig Betrieb. Wie in Fukutsu,  bekomme ich auch hier mit wie ein Auto gesegnet wird. Scheint eine übliche Praxis zu sein. Viele Männer laufen hier im traditionellen Gewand für das anstehende Sommerfestival herum, an manchen Dashi/Festwagen wird auch probeweise geübt. Es ist schwierig zu aber beschreiben, was beim Fest passiert, Am besten schaut ihr euch das mal bei YouTube an, einfach Yamakasa Festival Fukuoka eingeben, da dürfte einiges kommen.











Direkt am Shrine liegt einer der Eingänge zu Canal City. Da ich gerade sehr müde, und irgendwie schon wieder hungrig bin, schaue ich auch auch hier noch einmal vorbei. Und, oh mein Gott, es interessiert vermutlich NIEMANDEN, aber ich war so glücklich weil hier meine unverschämt günstige Shoppingtour begann. Da kam mir direkt der nervige Song aus Tenjin Core in den Kopf (der auch nur ein bisschen penetrant ist) und in etwa so geht : „Bar-Bar-Bargain! Bar-Bar-Bargain! Bargain. Bargain!“ Ich habe wirklich unglaublich wenig Geld ausgegeben. Nach Canal City verschlug es mich  nämlich noch nach Tenjin Core / Vivre (Bestes Shoppinghaus) und hier ging es weiter. Am Ende habe ich für 2x Röcke, 1xStrumpfhose, 1xOhrringe, 1x Shirt/Bluse und einen 1xPullover (Sailor Moon angebaut hieß Design, zwar Grösse L aber zu günstig ums hängen zu lassen) keine 15euro ausgegeben. OK, ich war ja na h dem ersten Glücksgriff auf extremer schnäppchenjagd aber des sind wirklich gut Kleider und ich glaube selber nicht das sie quasi nichts gekostet haben. OK, sorry, Off Topic.






Auf dem Rückweg halte ich noch im Donki und hole Abschiedsbier für Sachi. Heute kocht sie auch Abends für mich und Izumi (die Köchin die ich bei NHK besucht habe). So lecker. Wir haben eine guten Abend der ausnahmsweise nicht zu Spät endet. Geplant ist das Ich den Shinkanseen morgen gegen 11/12h nehme. Drückt die Daumen das es nicht zu voll wird und ich eventuell noch eine sitzplatzreservierung kriege.

Viele Grüsse in die Heimat!
Schlüsselsatz:
きってを10まいをください。ドイツまでおねがいします。
Ich möchte 10 Briefmarken für Postkarten nach Deutschland kaufen.

Samstag, 7. Juli 2018

Tag 15 - Unwetter

Hallo Zusammen,

Warum habe ich das getan?!

Nach nur 5 Stunden Schlaf wache ich auf. Bin ich gerädert. Ich glaube ich hab immer noch Alkohol im Blut. Sachi begrüsst mich freudig und ein bisschen Schadenfroh. Als ich vor dem Spiegel im Badezimmer stehe, sehe ich, das ich nur eines meiner Augen abgeschminkt habe. WTF?!? XD
Mühselig esse ich Frühstück, ich habe total Hunger aber mir ist auch schlecht. Zum Glück ist heute erst um 11.25h Schule. So lege ich mich nochmal kurz hin und fahre dann gegen 9.30h zur Schule, Hausaufgaben habe ich natürlich auch noch nicht gemacht.
Dort angekommen, wundere ich mich das sooo wenig los ist. Während ich mein 2 . Frühstück verdrücke fällt mir nach etwa 10 Minuten eine riesige Notiz die am Whiteboard geschrieben ist auf: „wegen starkem Regen ist heute nur in der Zeit von 10.25-13.10h Unterricht“ – juhu! Ich bin glücklich. Ich bin doch noch ziemlich KO. Etwas ärgerlich ist das ich nicht nochmal Facebook checken könnte (weil kein Internet ) weil dort gegen 9h gepostet wurde das man am besten Zuhause bleibt wenn man nicht schon unterwegs ist.





Nun, ab 11.25h habe ich dann Unterricht und bin heute alleine. Cool, Einzelunterricht für Umsonst. Heute ist auch mein letzter Schultag und es gibt eine kleine Zeremonie. Die fällt aber heute extrem klein aus weil einfach nur ca. 20% der Schüler da sind. Alles geht sehr schnell, ich halte eine Rede auf Japanisch (oder: ich versuche es), erhalte mein Zertifikat und habe es geschafft. Irgndwie gingen die zwei Wochen jetzt doch schnell rum.
Die Lehrer bitten uns nun direkt nach Hause zu gehen aber ich war ja mit Sachi um 19h in Canal City verabredet. Heute ist mein letzter Abend mit ihr. Bisher konnte ich sie nicht erreichen, daher bleibe ich an Hakata Station. Und hier ging dann eh nichts mehr. So gut wie alle Züge sind ausgefallen, die Schlange für ein Taxi ist sehr lang und reicht bis weit in den Bahnhof hinein. Ein paar Busse fahren noch. Ich beschliesse mich in den Starbucks zu setzen und Briefe zu schreiben.


Keine Colette :( - Tales of Festival

Die Schlange für ein Taxi ist ewig lang...

Fuck




Hier gibt es auch WiFi und Sachi und ich erreichen uns endlich. Sachi hat früher Feierabend bekommen wegen dem Unwetter. Wow. In Japan. Also scheint es heftig zu werden weil es ist noch gar nicht sooo schlimm. Es regnet halt stark aber das hatte man in Aachen auch schon. Sachi kommt zum Starbucks und unser Canal City Plan hat sich erledigt da dort alle Läden aufgrund des Wetters schon geschlossen haben. Per U-Bahn machen wir uns auf nach Tenjin und besuchen ein Lieblingsrestaurant von Sachi. Alle paar Minuten gehen Alarmanrufe auf den Handys der Japaner. Fast jeder Japaner hat eine unwetterwarnungs-app und dieser Klingelton nervt mich langsam da er auch bei jedem Handy mit etwas Zeitverzögerung angeht. XD
 Es regnet, aber es hält sich wirklich in Grenzen.
Zuhause sehen wir Fernsehen und sehen das Fukuoka ebenfalls in der schlimmsten Wetterzone liegt. ABER es ist hier nicht so schlimm. Dagegen sieht es in Hiroshima oder Okayama ganz anders aus. In Hiroshima kamen knapp 130 L/qm runter. Hiroshima City steht unter Wasser. In beiden Städten fährt kein Zug mehr – und das ist ein Problem. Mein Problem. Morgen früh geht es eigentlich nach Takamatsu. Um nach Takamatsu zu kommen, muss ich über Hiroshima fahren UND in Okayama den Zug wechseln. Google schlägt mir eine Alternativroute vor, die dauert aber knapp 10 Stunden. Shit.



Sachi hat mir bereits angeboten einfach einen Tag länger zu bleiben falls morgen früh noch Chaos ist. Aber warten wir einfach mal morgen früh ab. Japaner sind fleissig und reparieren Schäden flott. Dann hat Sachi noch ein besonderes Geschenk für mich: einen rosanen Obi für einen Kimono. Er ist so wunderschön. Auch probiere ich einen ihrer Kimono an. Sachi lernt im Moment Kimono anzuziehen und will ihre Technik perfektionieren. Ich finde es sehr schön, dass sie Traditionen pflegt. Nächstes Mal wollen wir beide Kimono tragen und irgendwo nett hingehen. Ich freue mich jetzt schon. Ich habe Sachi sehr lieb gewonnen und ich hoffe ich kann mich bei der Verabschiedung zusammenreissen… ihr kennt mich ja, ich weine so schnell..



Drückt die Daumen das ich gut wegkomme aus Fukuoka!
Liebe Grüsse!

Schlüsselwort:
お雨
(Oame)
Starker Regenfall